Wenn der Master-Host in einem vSphere HA-Cluster nicht über das Verwaltungsnetzwerk mit einem Slave-Host kommunizieren kann, verwendet der Master-Host Datenspeicher-Taktsignale, um festzustellen, ob der Slave-Host ausgefallen ist, sich in einer Netzwerkpartition befindet oder netzwerkisoliert ist. Wenn der Datenspeicher des Slave-Hosts keine Taktsignale mehr sendet, wird er als ausgefallen betrachtet und seine virtuellen Maschinen werden an anderer Stelle neu gestartet.

vCenter Server wählt eine bevorzugte Gruppe von Datenspeichern für Taktsignale aus. Diese Auswahl wird getroffen, um die Anzahl der Hosts, die Zugriff auf die Taktsignale eines Datenspeichers haben, zu maximieren und die Wahrscheinlichkeit, dass die Datenspeicher von denselben LUNs oder NFS-Servern gestützt werden, zu minimieren.

Sie können das erweiterte Attribut „das.heartbeatdsperhost“ verwenden, um die Anzahl der Taktsignal-Datenspeicher zu ändern, die für jeden Host von vCenter Server ausgewählt wurden. Der Standardwert beträgt zwei und der Maximalwert fünf.

vSphere HA erstellt ein Verzeichnis im Stammverzeichnis eines jeden Datenspeichers, das für Datenspeicher-Taktsignale und zum Aufrechterhalten der Gruppe von geschützten virtuellen Maschinen verwendet wird. Der Name des Verzeichnisses lautet .vSphere-HA. Löschen oder ändern Sie die Dateien in diesem Verzeichnis nicht, da dies den betrieblichen Ablauf beeinträchtigen kann. Da ein Datenspeicher von mehr als einem Cluster verwendet werden kann, werden Unterverzeichnisse für jeden Cluster erstellt. Der Root-Benutzer ist Eigentümer dieser Verzeichnisse und Dateien. Lese- und Schreibzugriffe auf sie sind dem Root-Benutzer vorbehalten. Der von vSphere HA verwendete Festplattenspeicher hängt von mehreren Faktoren ab, z. B. der verwendeten VMFS-Version und der Anzahl der Hosts, die den Datenspeicher zum Senden von Taktsignalen verwenden. Im Falle von vmfs3 beträgt die Maximalnutzung etwa 2 GB und die übliche Nutzung etwa 3 MB. Bei vmfs5 betragen die Maximal- und die typische Nutzung ungefähr 3 MB. Die Nutzung der Datenspeicher durch vSphere HA geht mit einem vernachlässigbaren Overhead und ohne Auswirkungen auf die Leistung anderer Datenspeichervorgänge einher.

vSphere HA beschränkt die Anzahl an virtuellen Maschinen, die Konfigurationsdateien in einem einzelnen Datenspeicher haben können. Aktualisierte Grenzwerte finden Sie unter Maximalwerte für die Konfiguration. Wenn Sie mehr als diese Anzahl an virtuellen Maschinen in einem Datenspeicher platzieren und diese einschalten, schützt vSphere HA nur eine durch den Grenzwert beschränkte Anzahl an virtuellen Maschinen.

Anmerkung:

Ein Datenspeicher für Virtual SAN kann nicht für Datenspeicher-Taktsignale verwendet werden. Wenn deshalb kein anderer gemeinsam genutzter Speicher verfügbar ist, auf den alle Hosts im Cluster Zugriff haben, können keine Taktsignal-Datenspeicher in Verwendung sein. Wenn allerdings Speicher vorhanden ist, der über einen alternativen Netzwerkpfad erreichbar ist, der unabhängig vom Netzwerk des Virtual SAN ist, können Sie damit einen Taktsignal-Datenspeicher einrichten.