Um optimale Fault Tolerance-Ergebnisse erzielen zu können, sollten Sie bestimmte empfohlene Vorgehensweisen einhalten.

Zusätzlich zu den folgenden Informationen finden Sie weitere Informationen im White Paper VMware Fault Tolerance Recommendations and Considerations unter http://www.vmware.com/resources/techresources/10040.

Hostkonfiguration

Ziehen Sie beim Konfigurieren Ihrer Hosts die folgenden Best Practices in Betracht.

  • Hosts, auf denen die primären und sekundären virtuellen Maschinen ausgeführt werden, sollten mit annähernd denselben Prozessorfrequenzen arbeiten, anderenfalls könnte es sein, dass die sekundären virtuellen Maschinen häufiger neu gestartet werden. Plattform-Energieverwaltungsfunktionen, die sich nicht abhängig von der Arbeitslast anpassen (z. B. die Energiebeschränkung und erzwungene Niedrigfrequenzmodi zum Einsparen von Energie), können große Abweichungen der Prozessorfrequenzen verursachen. Falls sekundäre virtuelle Maschinen regelmäßig neu gestartet werden, deaktivieren Sie alle Energieverwaltungsmodi auf den Hosts, die fehlertolerante virtuelle Maschinen ausführen, oder stellen Sie sicher, dass alle Hosts im selben Energieverwaltungsmodus laufen.

  • Wenden Sie dieselbe Erweiterungskonfiguration des Befehlssatzes (aktiviert oder deaktiviert) auf alle Hosts an. Der Vorgang zum Aktivieren oder Deaktivieren von Befehlssätzen ist je nach BIOS unterschiedlich. Einzelheiten zum Konfigurieren von Befehlssätzen finden Sie in der BIOS-Dokumentation der Hosts.

Homogene Cluster

vSphere Fault Tolerance kann in Clustern mit uneinheitlichen Hosts arbeiten, am besten funktioniert sie jedoch in Clustern mit kompatiblen Knoten. Wenn Sie Ihren Cluster erstellen, sollten alle Hosts über folgende Konfiguration verfügen:

  • Prozessoren aus derselben kompatiblen Prozessorgruppe.

  • Gemeinsamen Zugriff auf Datenspeicher, die von den virtuellen Maschinen verwendet werden.

  • Dieselbe Netzwerkkonfiguration für virtuelle Maschinen.

  • Dieselbe ESXi-Version.

  • Dieselbe Versionsnummer von Fault Tolerance (oder Host-Build-Nummer für Hosts vor Version ESX/ESXi 4.1).

  • Die gleichen BIOS-Einstellungen (Energieverwaltung und Hyper-Threading) für alle Hosts.

Führen Sie Übereinstimmung prüfen aus, um Inkompatibilitäten zu identifizieren und zu beheben.

Leistung

Verwenden Sie zur Erhöhung der für den Protokollierungsdatenverkehr zwischen primären und sekundären virtuellen Maschinen verfügbaren Bandbreite eine 10 Gbit-Netzwerkkarte und aktivieren Sie die Verwendung von Jumbo-Frames.

Speichern von ISOs auf gemeinsam genutztem Speicher für einen unterbrechungsfreien Zugriff

Speicher Sie ISOs, auf die durch virtuelle Maschinen mit aktivierter Fault Tolerance zugegriffen wird, auf gemeinsam genutztem Speicher, auf den beide Instanzen der fehlertoleranten virtuellen Maschine zugreifen können. Wenn Sie diese Konfiguration verwenden, setzt die CD-ROM in der virtuellen Maschine auch bei einem Failover den normalen Betrieb fort.

Für virtuelle Maschinen mit aktivierter Fault Tolerance können Sie ISO-Images verwenden, auf die nur die primäre virtuelle Maschine zugreifen kann. In diesem Fall kann die primäre virtuelle Maschine auf den ISO zugreifen, bei einem Failover meldet die CD-ROM jedoch Fehler, als ob kein Medium vorhanden wäre. Diese Situation kann akzeptabel sein, wenn die CD-ROM für einen vorübergehenden, unkritischen Vorgang, z. B. eine Installation, verwendet wird.

Vermeiden von Netzwerkpartitionen

Eine Netzwerkpartition tritt ein, wenn bei einem vSphere HA-Cluster ein Fehler des Verwaltungsnetzwerks auftritt, der zur Folge hat, dass einige der Hosts von vCenter Server sowie voneinander isoliert werden. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Netzwerkpartitionen. Wenn eine Partition eintritt, wird der Schutz durch Fault Tolerance möglicherweise herabgestuft.

In einem partitionierten vSphere HA-Cluster, bei dem Fault Tolerance verwendet wird, kann es vorkommen, dass die primäre virtuelle Maschine (oder ihre sekundäre virtuelle Maschine) in einer Partition landet, die von einem Master-Host verwaltet wird, der für die virtuelle Maschine nicht verantwortlich ist. Wenn ein Failover benötigt wird, wird eine sekundäre virtuelle Maschine nur dann neu gestartet, wenn sich die primäre virtuelle Maschine in einer Partition befunden hat, die von dem Master-Host verwaltet wird, der für die virtuelle Maschine verantwortlich ist.

Um die Chancen zu verringern, dass bei Ihrem Verwaltungsnetzwerk einen Fehler auftritt, der zu einer Netzwerkpartition führt, befolgen Sie die Empfehlungen in Best Practices für Netzwerke.