Der Master-Host eines vSphere HA-Clusters ist verantwortlich für das Erkennen des Ausfalls eines Slave-Hosts. Je nach Art des erkannten Ausfalls muss für die auf den Hosts ausgeführten virtuellen Maschinen möglicherweise ein Failover durchgeführt werden.

Es werden drei Typen von Hostausfällen in einem vSphere HA-Cluster erkannt:

  • Ein Host funktioniert nicht mehr (d. h., er fällt aus).

  • Ein Host wird netzwerkisoliert.

  • Die Netzwerkkonnektivität zwischen dem Host und dem Master-Host wird unterbrochen.

Der Master-Host überwacht, ob die Slave-Hosts im Cluster noch aktiv sind. Die Kommunikation erfolgt über den Austausch von Taktsignalen im Sekundentakt. Wenn der Master-Host keine Taktsignale von einem Slave-Host empfängt, überprüft er, ob der Host noch aktiv ist, bevor er den Host als ausgefallen betrachtet. Beim Überprüfen, ob der Slave-Host noch aktiv ist, ermittelt der Master-Host, ob der Slave-Host Taktsignale mit einem der Datenspeicher austauscht. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Datenspeicher-Taktsignale. Der Master-Host überprüft zudem, ob der Host auf ICMP-Pings reagiert, die an seine Management-IP-Adressen gesendet werden.

Wenn ein Master-Host nicht direkt mit dem Agenten auf einem Slave-Host kommunizieren kann, der Slave-Host nicht auf die ICMP-Pings reagiert und der Agent keine Taktsignale sendet, gilt der Slave-Host als ausgefallen. Die virtuellen Maschinen des Hosts werden auf alternativen Hosts neu gestartet. Wenn ein solcher Slave-Host Taktsignale mit einem Datenspeicher austauscht, unterstellt der Master-Host, dass sich der Slave-Host in einer Netzwerkpartition befindet oder netzwerkisoliert ist, und überwacht den Host und dessen virtuelle Maschinen weiterhin. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Netzwerkpartitionen.

Eine Hostnetzwerkisolierung liegt vor, wenn ein Host noch ausgeführt wird, jedoch keinen Datenverkehr von den vSphere HA-Agenten im Verwaltungsnetzwerk beobachten kann. Wenn dieser Datenverkehr vom Host nicht mehr beobachtet wird, versucht der Host, die Cluster-Isolierungsadressen anzupingen. Falls dies ebenfalls fehlschlägt, deklariert er sich selbst als vom Netzwerk isoliert.

Der Master-Host überwacht die virtuellen Maschinen, die auf einem isolierten Host ausgeführt werden, und wenn er beobachtet, dass sie ausgeschaltet werden und der Master-Host für die virtuellen Maschinen verantwortlich ist, startet er sie neu.

Anmerkung:

Wenn Sie sicherstellen, dass die Netzwerkinfrastruktur ausreichend redundant ist, sodass mindestens ein Netzwerkpfad stets zur Verfügung steht, dürfte eine Netzwerkisolierung äußerst selten auftreten.