In der folgenden Checkliste sind die Cluster-, Host- und VM-Anforderungen aufgeführt, die Ihnen bekannt sein müssen, bevor Sie vSphere Fault Tolerance verwenden.

Überprüfen Sie diese Liste, bevor Sie Fault Tolerance einrichten. Sie können auch das VMware SiteSurvey-Dienstprogramm verwenden (herunterzuladen unter http://www.vmware.com/download/shared_utilities.html), um sich einen besseren Überblick über die Konfigurationsprobleme zu verschaffen, die im Zusammenhang mit dem Cluster, dem Host und den virtuellen Maschinen, die für vSphere Fault Tolerance verwendet werden, stehen.

Anmerkung:

Das Failover von fehlertoleranten virtuellen Maschinen ist unabhängig von vCenter Server, allerdings müssen Sie vCenter Server verwenden, um Fault Tolerance-Cluster einzurichten.

Clusteranforderungen für Fault Tolerance

Die folgenden Clusteranforderungen müssen erfüllt sein, bevor Sie Fault Tolerance einsetzen können.

  • Mindestens zwei von von Fault Tolerance zertifizierte Hosts, führen die gleiche Version von Fault Tolerance aus oder weisen die gleiche Host-Build-Nummer auf. Die Versionsnummer von Fault Tolerance wird auf der Registerkarte Übersicht eines Hosts im vSphere Web Client angezeigt.

    Anmerkung:

    Im Falle von Legacy-Hosts vor Version ESX/ESXi 4.1 wird stattdessen die Host-Build-Nummer angezeigt. Aufgrund von Patches können Host-Build-Nummern zwischen ESX- und ESXi-Installationen variieren. Vermischen Sie keine Legacy-ESX- und -ESXi-Hosts in einem FT-Paar, um sicherzustellen, dass Ihre Legacy-Hosts FT-kompatibel sind.

  • ESXi-Hosts haben Zugriff auf dieselben VM-Datenspeicher und -Netzwerke. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Best Practices für Fault Tolerance.

  • Fehlertoleranz-Protokollierung und vMotion-Netzwerke sind konfiguriert. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Konfigurieren von Netzwerken für Hostmaschinen im vSphere Web Client.

  • vSphere HA-Cluster wurden erstellt und aktiviert. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Erstellen eines vSphere HA-Clusters. vSphere HA muss aktiviert sein, bevor Sie fehlertolerante virtuelle Maschinen einschalten oder einem Cluster einen Host hinzufügen können, der bereits fehlertolerante virtuelle Maschinen unterstützt.

Hostanforderungen für Fault Tolerance

Die folgenden Hostanforderungen müssen erfüllt sein, bevor Sie Fault Tolerance einsetzen können.

  • Hosts müssen Prozessoren aus der FT-kompatiblen Prozessorgruppe besitzen. Es wird zudem dringend empfohlen, dass die Prozessoren der Hosts untereinander kompatibel sind. Weitere Informationen zu den unterstützten Prozessoren finden Sie in dem VMware-Knowledgebase-Artikel unter http://kb.vmware.com/kb/1008027.

  • Hosts müssen für Fault Tolerance lizenziert sein.

  • Hosts müssen für Fault Tolerance zertifiziert sein. Rufen Sie die Seite http://www.vmware.com/resources/compatibility/search.php auf und wählen Sie Search by Fault Tolerant Compatible Sets, um zu ermitteln, ob Ihre Hosts zertifiziert sind.

  • Bei der Konfiguration für jeden Host muss im BIOS die Hardwarevirtualisierung (HV) aktiviert sein.

Sie können auch Profilübereinstimmungsprüfungen ausführen, wie unter Erstellen von Clustern und Überprüfen der Übereinstimmung im vSphere Web Client beschrieben sind, um die Kompatibilität der Hosts im Cluster zum Unterstützen von Fault Tolerance zu bestätigen.

VM-Anforderungen für Fault Tolerance

Die folgenden VM-Anforderungen müssen erfüllt sein, bevor Sie Fault Tolerance einsetzen können.

  • Es dürfen keine nicht unterstützten Geräte mit den virtuellen Maschinen verbunden sein. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Fault Tolerance-Interoperabilität.

  • Virtuelle Maschinen müssen in virtuellen RDM- oder in VMDK-Dateien gespeichert sein, die „Thick-Provisioned“ sind. Wenn eine virtuelle Maschine in einer schnell bereitgestellten VMDK-Datei gespeichert ist und ein Versuch zum Aktivieren von Fault Tolerance unternommen wird, wird eine Meldung angezeigt, die angibt, dass die VMDK-Datei konvertiert werden muss. Sie müssen die virtuelle Maschine ausschalten, um diese Konvertierung auszuführen.

  • vSphere Fault Tolerance wird mit einer VMDK-Datei mit mehr als 2 TB nicht unterstützt.

  • Nicht kompatible Funktionen dürfen nicht mit den fehlertoleranten virtuellen Maschinen ausgeführt werden. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Fault Tolerance-Interoperabilität.

  • Die Dateien der virtuellen Maschine müssen auf einem gemeinsam genutzten Speicher gespeichert sein. Zu den akzeptablen gemeinsam genutzten Speicherlösungen gehören Fibre-Channel, iSCSI (Hardware und Software), NFS und NAS.

  • Nur virtuelle Maschinen mit einer einzelnen vCPU sind mit Fault Tolerance kompatibel.

  • Virtuelle Maschinen müssen auf einem der unterstützten Gastbetriebssysteme ausgeführt werden. Weitere Informationen finden Sie in dem VMware-Knowledgebase-Artikel unter http://kb.vmware.com/kb/1008027.