Nachdem Sie alle erforderlichen Schritte zum Aktivieren von vSphere Fault Tolerance für Ihren Cluster ausgeführt haben, können Sie die Funktion nutzen, indem Sie sie für individuelle virtuelle Maschinen aktivieren.

Die Option zum Einschalten von Fault Tolerance ist nicht verfügbar (abgeblendet), wenn eine der folgenden Bedingungen zutrifft:

  • Die virtuelle Maschine wird auf einem Host ausgeführt, der für die Funktion nicht lizenziert ist.

  • Die virtuelle Maschine wird auf einem Host ausgeführt, der im Wartungsmodus oder im Standby-Modus ist.

  • Die virtuelle Maschine ist nicht verbunden oder verwaist (auf ihre VMX-Datei kann nicht zugegriffen werden).

  • Der Benutzer hat keine Berechtigung, die Funktion zu aktivieren.

Wenn die Option zum Einschalten von Fault Tolerance verfügbar ist, muss diese Aufgabe trotzdem validiert werden und kann fehlschlagen, wenn bestimmte Anforderungen nicht erfüllt werden.

Validierungsprüfungen für das Einschalten von Fault Tolerance

Bevor Fault Tolerance eingeschaltet werden kann, werden auf einer virtuellen Maschine mehrere Validierungsprüfungen durchgeführt.

  • Die SSL-Zertifikatsüberprüfung muss in den vCenter Server-Einstellungen aktiviert sein.

  • Der Host muss sich in einem vSphere HA-Cluster oder einem gemischten vSphere HA- und DRS-Cluster befinden.

  • Auf dem Host muss ESX/ESXi 4.0 oder höher installiert sein.

  • Die virtuelle Maschine darf nicht über mehrere vCPUs verfügen.

  • Die virtuelle Maschine darf nicht über Snapshots verfügen.

  • Die virtuelle Maschine darf keine Vorlage sein.

  • vSphere HA darf auf der virtuellen Maschine nicht deaktiviert sein.

  • Die virtuelle Maschine darf keine 3D-fähige Grafikkarte haben.

Für eingeschaltete virtuellen Maschinen (oder solche, die gerade eingeschaltet werden) werden mehrere zusätzliche Validierungsprüfungen durchgeführt.

  • Das jeweilige BIOS der Hosts, auf denen sich die fehlertoleranten virtuellen Maschinen befinden, muss über eine aktivierte Hardwarevirtualisierung (HV) verfügen.

  • Der Host, der die primäre virtuelle Maschine unterstützt, muss über einen Prozessor verfügen, der Fault Tolerance unterstützt.

  • Der Host, der die sekundäre virtuelle Maschine unterstützt, muss über einen Prozessor verfügen, der Fault Tolerance unterstützt und zur selben CPU-Familie bzw. zum selben CPU-Modell gehört wie der Host, der die primäre virtuelle Maschine unterstützt.

  • Ihre Hardware sollte als kompatibel mit Fault Tolerance zertifiziert sein. Um dies zu bestätigen, schlagen Sie dies im VMware-Kompatibilitätshandbuch unter http://www.vmware.com/resources/compatibility/search.php nach und wählen Sie den Abschnitt Search by Fault Tolerant Compatible Sets.

  • Die Kombination des Gastbetriebssystems und des Prozessors muss von Fault Tolerance unterstützt werden (z. B. wird die Kombination von 32-Bit Solaris mit AMD-Prozessoren derzeit nicht unterstützt). Weitere Informationen über unterstützte Kombinationen von Prozessoren und Gastbetriebssystemen finden Sie im VMware-Knowledgebase-Artikel unter http://kb.vmware.com/kb/1008027.

  • Die Konfiguration der virtuellen Maschine muss für die Verwendung mit Fault Tolerance gültig sein (beispielsweise darf sie keine nicht unterstützten Geräte enthalten).

Wenn Ihr Versuch, Fault Tolerance für einer virtuellen Maschine einzuschalten, die Validierungsprüfungen besteht, wird die sekundäre virtuelle Maschine erstellt. Die Platzierung und der sofortige Status der sekundären virtuellen Maschine ist davon abhängig, ob die primäre virtuelle Maschine eingeschaltet oder ausgeschaltet war, als Sie Fault Tolerance eingeschaltet haben.

Wenn die primäre virtuelle Maschine eingeschaltet ist:

  • Der gesamte Status der primären virtuellen Maschine wird kopiert und die sekundäre virtuelle Maschine wird erstellt, auf einem separaten, kompatiblen Host abgelegt und eingeschaltet, wenn sie die Zugangssteuerung passiert hat.

  • Der für die virtuelle Maschine angezeigte Fault Tolerance-Status lautet Geschützt.

Wenn die primäre virtuelle Maschine ausgeschaltet ist:

  • Die sekundäre virtuelle Maschine wird sofort erstellt und bei einem Host im Cluster registriert (sie wird möglicherweise auf einen besser geeigneten Host verschoben, wenn sie eingeschaltet wird).

  • Die sekundäre virtuelle Maschine wird nicht eingeschaltet, bevor die primäre virtuelle Maschine eingeschaltet wurde.

  • Der für die virtuelle Maschine angezeigte Fault Tolerance-Status lautet Nicht geschützt, VM wird nicht ausgeführt.

  • Wenn Sie versuchen, die primäre virtuelle Maschine einzuschalten, nachdem Fault Tolerance eingeschaltet wurde, werden die oben aufgeführten zusätzlichen Validierungsprüfungen durchgeführt. Die virtuelle Maschine darf nicht die Paravirtualisierung (VMI) verwenden, da sie sonst nicht ordnungsgemäß eingeschaltet wird.

    Nachdem diese Prüfungen bestanden wurden, werden die primäre und sekundäre virtuelle Maschine eingeschaltet und auf separaten, kompatiblen Hosts platziert. Der Fault Tolerance-Status der virtuellen Maschine wird als Geschützt gekennzeichnet.