Anhand von Netzwerkressourcenpools wird die Bandbreite unterschiedlicher Typen von Netzwerkdatenverkehr auf einem vSphere Distributed Switch definiert.

Wenn Network I/O Control aktiviert ist, wird der Distributed Switch-Datenverkehr in die folgenden vorderfinierten Netzwerkressourcenpools aufgeteilt: Fault Tolerance-, iSCSI-, vMotion-, Verwaltungs-, VR- (vSphere Replication), NFS- und VM-Datenverkehr.

Sie können auch benutzerdefinierte Netzwerkressourcenpools für den VM-Datenverkehr erstellen. Sie können die Bandbreite definieren, die der jeweilige Netzwerkressourcenpool erhält, indem Sie die Anteile für physische Adapter und das Hostlimit für jeden einzelnen Netzwerkressourcenpool festlegen.

Die einem Netzwerkressourcenpool zugewiesenen physischer Adapter-Anteile bestimmen den Anteil der insgesamt verfügbaren Bandbreite, der für den diesem Netzwerkressourcenpool zugewiesenen Datenverkehr garantiert ist. Der Anteil an verfügbarer Übertragungsbandbreite für einen Netzwerkressourcenpool wird durch die Anteile des Netzwerkressourcenpools bestimmt sowie dadurch, welche anderen Netzwerkressourcenpools aktiv Daten übertragen. Wenn Sie beispielsweise den Ressourcenpools für den FT- und den iSCSI-Datenverkehr 100 Anteile zuweisen, während jeder der anderen Ressourcenpools auf 50 Anteile gesetzt ist, erhalten die Ressourcenpools für den FT- und den iSCSI-Datenverkehr jeweils 25 % der verfügbaren Bandbreite. Die übrigen Ressourcenpools erhalten jeweils 12,5 % der verfügbaren Bandbreite. Diese Anteile gelten nur, wenn der physische Adapter ausgelastet ist.

Anmerkung:

Die Ressourcenpool-Anteile für den iSCSI-Datenverkehr gelten nicht für iSCSI-Datenverkehr auf einem abhängigen Hardware-iSCSI-Adapter.

Das Hostlimit eines Netzwerkressourcenpools ist die Obergrenze an Bandbreite, die der Netzwerkressourcenpool verwenden kann.

Durch Zuweisen eines QoS-Prioritäts-Tags zu einem Netzwerkressourcenpool wird ein 802.1p-Tag für alle ausgehenden Pakete angewendet, die dem Netzwerkressourcenpool zugeordnet sind.