Der DRS-Migrationsschwellenwert ermöglicht Ihnen das Festlegen der Empfehlungen, die erzeugt und dann angewendet werden (wenn die virtuellen Maschinen, die von der Empfehlung betroffen sind, sich im vollautomatisierten Modus befinden) oder angezeigt werden (im manuellen Modus). Dieser Schwellenwert zeigt auch, wie viel Ungleichgewicht im Cluster im Bezug auf die Hostauslastung (CPU und Arbeitsspeicher) akzeptabel ist.

Sie können den Schwellenwert-Schieberegler verschieben, um eine von fünf Einstellungen zu verwenden, von „Konservativ“ bis „Aggressiv“. Bei den fünf Migrationseinstellungen werden Empfehlungen basierend auf der zugewiesenen Prioritätsebene erzeugt. Jeder Schritt, um den Sie den Schieberegler nach rechts bewegen, lässt für die Eingeschlossenen Elemente eine niedrigere Prioritätsstufe zu. Bei der Einstellung „Konservativ“ werden nur Empfehlungen mit der höchsten Prioritätsstufe (obligatorische Empfehlungen) erzeugt, bei der nächsten Stufe rechts daneben werden Empfehlungen von der zweithöchsten Prioritätsstufe aufwärts erzeugt usw., bis hin zur Stufe „Aggressiv“, die Empfehlungen ab der Prioritätsstufe 5 erzeugt (d. h., alle Empfehlungen werden erzeugt).

Eine Prioritätsebene für jede Migrationsempfehlung wird aus der Lasten-Ungleichgewichtsmetrik des Clusters berechnet. Diese Metrik wird im vSphere Web Client auf der Registerkarte „Übersicht“ des Clusters als „Aktuelle Standardlastabweichung des Hosts“ angezeigt. Ein höheres Lasten-Ungleichgewicht führt zu Migrationsempfehlungen mit einer höheren Priorität. Weitere Informationen zu dieser Metrik und zur Berechnung der Prioritätsebene einer Empfehlung finden Sie im Artikel „Calculating the priority level of a VMware DRS migration recommendation“ der VMware-Knowledgebase.

Nachdem eine Empfehlung eine Prioritätsebene erhält, wird diese Ebene mit dem von Ihnen festgelegten Migrationsschwellenwert verglichen. Wenn die Prioritätsebene niedriger oder gleich der Einstellung des Schwellenwerts ist, wird die Empfehlung entweder angewendet (wenn die relevanten virtuellen Maschinen sich im vollautomatisierten Modus befinden) oder dem Benutzer zur Bestätigung angezeigt (im manuellen oder teilautomatisierten Modus).