Die Virtualisierung von Arbeitsspeicherressourcen bringt einen gewissen Overhead mit sich.

Bei virtuellen Maschinen in ESXi sind zwei Arten von Arbeitsspeicher-Overhead möglich.

  • Die zusätzliche Zeit für den Arbeitsspeicherzugriff innerhalb einer virtuellen Maschine.

  • Der zusätzliche Bereich, der vom ESXi-Host, über den zugeteilten Arbeitsspeicher der einzelnen virtuellen Maschinen hinausgehend, für seinen eigenen Code und seine eigenen Datenstrukturen benötigt wird.

Die Arbeitsspeichervirtualisierung in ESXi erzeugt einen geringfügigen zeitlichen Overhead beim Arbeitsspeicherzugriff. Weil die Paging-Hardware des Prozessors Seitentabellen direkt verwendet (Schattenseitentabellen für den softwarebasierten Ansatz oder verschachtelte Seitentabellen für den hardwareunterstützten Ansatz), können die meisten Arbeitsspeicherzugriffe innerhalb der virtuellen Maschine ohne Overhead bei der Adressübertragung ausgeführt werden.

Der Arbeitsspeicherbereich-Overhead setzt sich aus zwei Komponenten zusammen.

  • Einem festen, systemweiten Overhead für den VMkernel.

  • Einem zusätzlichen Overhead für jede virtuelle Maschine.

Overhead-Arbeitsspeicher besteht aus für den Bildspeicher der virtuellen Maschine und für verschiedene Virtualisierungsdatenstrukturen, z. B. Schattenseitentabellen, reserviertem Speicher. Der Overhead-Arbeitsspeicher hängt von der Anzahl an virtuellen CPUs und dem konfigurierten Arbeitsspeicher für das Gastbetriebssystem ab.

ESXi bietet außerdem Optimierungen wie z. B. die gemeinsame Arbeitsspeichernutzung, um den Anteil des auf dem zugrunde liegenden Server verwendeten physischen Arbeitsspeichers zu verringern. Diese Optimierungen können mehr Arbeitsspeicher einsparen, als durch den Overhead verloren gehen.