Sie können mit dem vSphere Web Client den Modus „Gemeinsamer Kernzugriff mit Hyper-Threading“ für eine virtuelle Maschine aktivieren.

Tabelle 1. Modus für gemeinsamen Kernzugriff mit Hyper-Threading

Option

Beschreibung

Alle

Dies ist die Standardeinstellung für alle virtuellen Maschinen in einem System mit Hyper-Threading. Die virtuellen CPUs einer virtuellen Maschine mit dieser Einstellung können jederzeit frei die Kerne mit anderen virtuellen CPUs dieser oder anderer virtueller Maschinen gemeinsam nutzen.

Keine

Die virtuellen CPUs einer virtuellen Maschine sollten die Kerne nicht gemeinsam oder mit virtuellen CPUs anderer virtueller Maschinen nutzen. Das bedeutet, dass jeder virtuellen CPU dieser virtuellen Maschine stets ein ganzen Kern zugeteilt werden sollte, wobei die andere logische CPU auf diesem Kern in den angehaltenen Status versetzt wird.

Intern

Diese Option ist mit Keine (None) vergleichbar. Die virtuellen CPUs dieser virtuellen Maschine können die Kerne nicht gemeinsam mit virtuellen CPUs anderer virtueller Maschinen verwenden. Kerne derselben virtuellen Maschine können sie jedoch mit den anderen virtuellen CPUs gemeinsam nutzen.

Sie können diese Option nur für virtuelle SMP-Maschinen auswählen. Bei Anwendung auf eine virtuelle Maschine mit nur einem Prozessor, wird diese Option vom System auf Keine (None) geändert.

Diese Optionen haben keine Auswirkung auf das Gleichgewicht oder die Zuteilung von CPU-Zeit. Unabhängig von den Hyper-Threading-Einstellungen einer virtuellen Maschine, erhält diese eine zu ihren CPU-Anteilen proportionale und den Einschränkungen durch die Werte für CPU-Reservierung und CPU-Grenze entsprechende CPU-Zeit.

Bei normalen Arbeitslasten sind benutzerdefinierte Hyper-Threading-Einstellungen eigentlich nicht notwendig. Die Optionen können im Falle ungewöhnlicher Arbeitslasten hilfreich sein, die mit der Hyper-Threading-Funktion nicht ordnungsgemäß interagieren. So könnte beispielsweise eine Anwendung mit Cache-Thrashing-Problemen eine andere Anwendung, die denselben physischen Kern verwendet, verlangsamen. Sie können die virtuelle Maschine, auf der die Anwendung ausgeführt wird, in den Hyper-Threading-Status Keine (None) oder Intern (Internal) versetzen, um sie von anderen virtuellen Maschinen zu isolieren.

Falls eine virtuelle CPU über Hyper-Threading-Einschränkungen verfügt, die es ihr nicht erlauben, einen Kern gemeinsam mit einer anderen virtuellen CPU zu verwenden, könnte das System sie umdisponieren, wenn andere virtuelle CPUs berechtigt sind, Prozessorzeit zu nutzen. Ohne die Hyper-Threading-Einschränkungen können Sie beide virtuelle CPUs auf demselben Kern einplanen.

Bei Systemen mit einer begrenzten Anzahl an Kernen (pro virtueller Maschine) potenziert sich das Problem. In einem solchen Fall könnte es sein, dass kein Kern verfügbar ist, auf den die umdisponierte virtuelle Maschine migriert werden könnte. Daher können virtuelle Maschinen mit der Hyper-Threading-Einstellung „Keine“ oder „Intern“ zu Leistungseinbußen führen, insbesondere auf Systemen mit einer begrenzten Anzahl an Kernen.