Die vSphere Distributed Power Management-Funktion (DPM) ermöglicht die Senkung des Energieverbrauchs eines DRS-Clusters, indem Hosts auf Basis der Clusterressourcennutzung ein- und ausgeschaltet werden.

vSphere DPM überwacht den kumulativen Bedarf aller virtuellen Maschinen im Cluster nach Arbeitsspeicher- und CPU-Ressourcen und vergleicht ihn mit der Gesamtkapazität der verfügbaren Ressourcen aller Hosts im Cluster. Wenn eine ausreichende Überkapazität ermittelt wird, versetzt vSphere DPM einen oder mehrere Hosts in den Standby-Modus und migriert dabei alle virtuellen Maschinen, die auf diesen Hosts ausgeführt werden, auf andere Hosts und schaltet sie anschließend aus. Wenn umgekehrt die Kapazität als nicht ausreichend angesehen wird, holt DRS Hosts aus dem Standby-Modus (schaltet sie ein) und migriert mithilfe von vMotion virtuelle Maschinen auf diese Hosts. Beim Durchführen dieser Berechnungen berücksichtigt vSphere DPM nicht nur den aktuellen Bedarf, sondern auch alle vom Benutzer angegebenen VM-Ressourcenreservierungen.

Anmerkung:

ESXi-Hosts können nur dann automatisch aus dem Standby-Modus geholt werden, wenn sie in einem von vCenter Server verwalteten Cluster ausgeführt werden.

vSphere DPM kann eines von drei Energieverwaltungsprotokollen verwenden, um einen Host aus dem Standby-Modus zu versetzen: Intelligent Platform Management Interface (IPMI), Hewlett-Packard Integrated Lights-Out (iLO) oder Wake-On-LAN (WOL). Jedes Protokoll benötigt eine eigene Hardwareunterstützung und -konfiguration. Sofern ein Host keines dieser Protokolle unterstützt, kann er nicht von vSphere DPM in den Standby-Modus versetzt werden. Falls ein Host mehrere Protokolle unterstützt, werden sie in der folgenden Reihenfolge verwendet: IPMI, iLO, WOL.

Anmerkung:

Ein Host im Standby-Modus darf weder getrennt noch aus dem DRS-Cluster verschoben werden, ohne ihn erst einzuschalten. Anderenfalls kann vCenter Server den Host nicht mehr einschalten.