Möglicherweise müssen Sie für Ihre iSCSI-Initiatoren zusätzliche Parameter konfigurieren. Beispielsweise erfordern einige iSCSI-Speichersysteme eine ARP-Umleitung (Address Resolution Protocol), um iSCSI-Datenverkehr dynamisch von einem Port auf einen anderen zu verschieben. In diesem Fall müssen Sie die ARP-Umleitung auf Ihrem Host aktivieren.

In der folgenden Tabelle sind die erweiterten iSCSI-Parameter aufgelistet, die Sie mit dem vSphere Web Client konfigurieren können. Darüber hinaus können Sie die vSphere-CLI-Befehle verwenden, um einige der erweiterten Parameter zu konfigurieren. Weitere Informationen finden Sie in der Dokumentation zu Erste Schritte mit vSphere-Befehlszeilenschnittstellen.

Wichtig:

Nehmen Sie keine Änderungen an den erweiterten iSCSI-Einstellungen vor, es sei denn, dies erfolgt unter Anleitung des VMware-Supports oder des Speicheranbieters.

Tabelle 1. Zusätzliche Parameter für iSCSI-Initiatoren

Erweiterte Parameter

Beschreibung

Konfigurierbar auf

Header-Digest

Erhöht die Datenintegrität. Wenn der Parameter „Header-Digest“ aktiviert ist, berechnet das System für den Header-Teil jeder iSCSI-PDU (Protocol Data Unit) eine Prüfsumme und führt anhand des CRC32C-Algorithmus eine Verifizierung durch.

Software-iSCSI

Abhängige Hardware-iSCSI

Daten-Digest

Erhöht die Datenintegrität. Wenn der Parameter „Data Digest“ aktiviert ist, berechnet das System für den Data-Teil jeder PDU eine Prüfsumme und führt anhand des CRC32C-Algorithmus eine Verifizierung durch.

Anmerkung:

Systeme, die Intel Nehalem-Prozessoren einsetzen, lagern die iSCSI Digest-Berechnungen für Software-iSCSI aus und reduzieren damit die Auswirkungen auf die Leistung.

Software-iSCSI

Abhängige Hardware-iSCSI

Maximal ausstehendes R2T

Legt fest, wie viele R2T-PDUs (Ready to Transfer) sich im Übergang befinden können, bevor eine bestätigte PDU empfangen wird.

Software-iSCSI

Abhängige Hardware-iSCSI

Erste Burstlänge

Legt die maximale Menge an nicht angeforderten Daten in Byte fest, die ein iSCSI-Initiator während der Ausführung eines einzelnen SCSI-Befehls an das Ziel senden kann.

Software-iSCSI

Abhängige Hardware-iSCSI

Maximale Burstlänge

Die maximale SCSI-Datenlast in einer Data-In- oder einer angeforderten Data-Out-iSCSI-Sequenz in Byte.

Software-iSCSI

Abhängige Hardware-iSCSI

Maximal empfangbare Datensegmentlänge

Die maximale Datensegmentlänge in Byte, die in einer iSCSI-PDU empfangen werden kann.

Software-iSCSI

Abhängige Hardware-iSCSI

Zeitüberschreitung bei der Sitzungswiederherstellung

Gibt den Zeitraum in Sekunden an, der vergehen kann, bevor eine Sitzung wiederhergestellt werden kann. Wird der angegebene Zeitraum überschritten, beendet der iSCSI-Initiator die Sitzung.

Software-iSCSI

Abhängige Hardware-iSCSI

No-Op-Intervall

Gibt das Zeitintervall in Sekunden an, in dem NOP-Out-Anforderungen von Ihrem iSCSI-Initiator an ein iSCSI-Ziel gesendet werden. Mithilfe der NOP-Out-Anforderungen kann verifiziert werden, ob zwischen dem iSCSI-Initiator und dem iSCSI-Ziel eine aktive Verbindung besteht.

Software-iSCSI

Abhängige Hardware-iSCSI

No-Op-Zeitüberschreitung

Gibt den Zeitraum in Sekunden an, der vergehen kann, bevor Ihr Host eine NOP-In-Meldung erhält. Die Meldung wird vom iSCSI-Ziel als Antwort auf die NOP-Out-Anforderung gesendet. Wenn der Grenzwert für die No-Op-Zeitüberschreitung erreicht wurde, beendet der Initiator die aktuelle und startet eine neue Sitzung.

Software-iSCSI

Abhängige Hardware-iSCSI

ARP-Weiterleitung

Ermöglicht Speichersystemen das dynamische Verschieben von iSCSI-Datenverkehr von einem Port auf einen anderen. ARP wird von Speichersystemen benötigt, die Array-basiertes Failover durchführen.

Software-iSCSI

Abhängige Hardware-iSCSI

Unabhängige Hardware-iSCSI

Verzögerte Quittierung (ACK)

Ermöglicht Systemen die Verzögerung der Bestätigung empfangener Datenpakete.

Software-iSCSI

Abhängige Hardware-iSCSI