Virtual SAN setzt ordnungsgemäß konfigurierte Netzwerkschnittstellen voraus.

Die Hosts in Ihrem Cluster für Virtual SAN müssen Bestandteil eines Netzwerks des Virtual SAN sein und sich im selben Subnetz befinden. Konfigurieren Sie auf jedem Host mindestens eine Schnittstelle für Virtual SAN. Sie müssen diese Schnittstelle auf allen Hosts im Cluster konfigurieren, unabhängig davon, ob die Hosts Speicher bereitstellen.

Anmerkung:

IPv6 wird vom Virtual SAN nicht unterstützt.

Befolgen Sie diese Richtlinien:

  • Virtual SAN erfordert ein privates 1-GBit-Netzwerk. Die Verwendung eines 10-GBit-Netzwerks wird jedoch empfohlen.

  • Weisen Sie Virtual SAN auf jedem Host mindestens eine physische 10-GBit-Ethernet-Netzwerkkarte zu. Darüber hinaus können Sie eine zusätzliche physische Netzwerkkarte als Failover-Netzwerkkarte bereitstellen.

  • Sie können vSphere Standard-Switches auf jedem Host verwenden oder aber einen vSphere Distributed Switch für Ihre Umgebung konfigurieren.

  • Konfigurieren Sie für jedes Netzwerk, das Sie für Virtual SAN verwenden, eine VMkernel-Portgruppe mit aktivierter Virtual SAN-Porteigenschaft.

  • Verwenden Sie für jede Portgruppe dieselbe Netzwerkbezeichnung des Virtual SAN und stellen Sie sicher, dass die Netzwerkbezeichnungen für alle Hosts einheitlich sind.

  • Verwenden Sie für eine optimale Leistung Jumbo-Frames.

  • Virtual SAN unterstützt IP-Hash-Lastausgleich, kann aber keine Leistungsverbesserungen für alle Konfigurationen garantieren. Sie können von IP-Hash profitieren, wenn Virtual SAN unter den zahlreichen Konsumenten ist. In diesem Fall führt IP-Hash den Lastausgleich durch. Ist Virtual SAN jedoch der einzige Konsument, bemerken Sie möglicherweise keine Veränderung. Dies gilt insbesondere für 1G-Umgebungen. Wenn Sie z. B. vier physische 1G-Adapter mit IP-Hash für Virtual SAN verwenden, können Sie möglicherweise nicht mehr als 1G verwenden. Das gilt auch für alle aktuell unterstützten NIC-Gruppierungsrichtlinien. Weitere Informationen zur NIC-Gruppierung finden Sie im Abschnitt „Netzwerkrichtlinien“ im Handbuch für vSphere-Netzwerk.

  • Virtual SAN unterstützt nicht mehrere VMkernel-Adapter im selben Subnetz für den Lastausgleich. Mehrere VMkernel-Adapter in unterschiedlichen Netzwerken, z. B. VLAN oder separaten physischen Fabrics, werden unterstützt.

  • Sie sollten alle an Virtual SAN beteiligten Hosts an ein einziges L2-Netzwerk anschließen, bei dem Multicast (IGMP-Snooping) aktiviert ist. Wenn die an Virtual SAN beteiligten Hosts über mehrere Switches oder sogar über L3-Grenzen hinweg verteilt sind, müssen Sie sicherstellen, dass Ihr Netzwerk korrekt konfiguriert ist, um Multicast-Verbindungen zu aktivieren. Die standardmäßigen Multicast-Adressen können geändert werden, falls dies für Ihre Netzwerkumgebung erforderlich ist oder falls Sie mehrere Cluster für Virtual SAN im selben L2-Netzwerk ausführen.

Weitere Informationen finden Sie in der Dokumentation vSphere-Netzwerk.