Mit Virtual SAN werden lokale physische Speicherressourcen von ESXi-Hosts virtualisiert und in Speicherpools verwandelt, die unterteilt und virtuellen Maschinen und Anwendungen gemäß ihren Servicequalitätsanforderungen zugewiesen werden können.

Sie können Virtual SAN aktivieren, wenn Sie Hostcluster erstellen, oder Sie können Virtual SAN für vorhandene Cluster aktivieren. Nach der Aktivierung fasst das Virtual SAN alle verfügbaren lokalen Speicherfestplatten auf den Hosts in einen einzelnen, von allen Hosts gemeinsam genutzten Datenspeicher zusammen. Sie können den Datenspeicher später erweitern, indem Sie dem Cluster Speichergeräte oder Hosts hinzufügen.

Die Hosts im Cluster für Virtual SAN brauchen nicht identisch zu sein. Selbst Hosts ohne lokale Festplatten können teilnehmen und ihre virtuellen Maschinen im Datenspeicher des Virtual SAN ausführen, wie z. B. Host 2 in der Abbildung.

Wenn ein Host seinen lokalen Speicher zum Datenspeicher für Virtual SAN beiträgt, muss der Host eine SSD und mindestens eine HDD, auch Datenfestplatte genannt, bereitstellen. Die Festplatten auf dem beitragenden Host bilden eine Festplattengruppe. Jede Festplattengruppe muss eine SSD und mindestens eine oder mehrere Festplatten enthalten. Die Festplattengruppe verwendet die SSD-Festplatte als Lesecache und Schreibpuffer, während die Datenfestplatten als dauerhafter Speicher dienen. Ein Host kann mehrere Festplattengruppen enthalten. Im Beispiel in der Abbildung enthält Host 1 eine Festplattengruppe, Host 3 zwei Festplattengruppen.

Virtual SAN-Architektur mit mehreren Festplattengruppen pro Host

Virtual SAN und VM-Speicherrichtlinien

Wenn Virtual SAN aktiviert ist, arbeitet es mit VM-Speicherrichtlinien zusammen. Speicherrichtlinien werden verwendet, um die Speicheranforderungen der virtuellen Maschinen wie Leistung und Verfügbarkeit in Form eines Profils zu definieren. Die Richtlinienanforderungen werden an die Ebene des Virtual SAN übertragen, wenn die virtuelle Festplatte erstellt wird. Das Virtual SAN legt die virtuelle Festplatte im Datenspeicher des Virtual SAN an, um die angegebenen Anforderungen zu erfüllen.

Das Virtual SAN überwacht die Richtlinieneinhaltung während der Lebensdauer der virtuellen Maschine und erstellt Berichte dazu. Wenn die Richtlinie wegen eines Host-, Festplatten- oder Netzwerkfehlers nicht mehr eingehalten wird, ergreift das Virtual SAN Maßnahmen zur Abhilfe. Es konfiguriert die Daten der betroffenen virtuellen Maschinen neu und optimiert die Ressourcenverwendung im Cluster. Alle Neukonfigurationsprozesse erfolgen mit minimaler Auswirkung auf die reguläre Arbeitslast.

Informationen zur Interaktion zwischen dem Virtual SAN und VM-Speicherrichtlinien finden Sie unter Virtual SAN und speicherrichtlinienbasiertes Management.

Allgemeine Informationen zu Speicherrichtlinien finden Sie unter Infos zu VM-Speicherrichtlinien.