Um eine optimale Serverleistung sicherzustellen, müssen verschiedene Faktoren berücksichtigt werden.

Der Zugriff jeder Serveranwendung auf den integrierten Speicher muss mit den folgenden Bedingungen gewährleistet sein:

  • Hohe E/A-Rate (Anzahl an E/A-Vorgängen pro Sekunde)

  • Hoher Durchsatz (MB pro Sekunde)

  • Minimale Latenz (Reaktionszeiten)

Da für jede Anwendung andere Anforderungen gelten, können Sie diese Ziele erreichen, indem Sie eine geeignete RAID-Gruppe für das Speichersystem wählen. Zum Erreichen von Leistungszielen führen Sie die folgenden Aufgaben aus:

  • Platzieren Sie jede LUN in einer RAID-Gruppe, welche die erforderlichen Leistungsebenen bietet. Beachten Sie Aktivitäten und Ressourcennutzung von anderen LUNs in der zugewiesenen RAID-Gruppe. Mit einer hochleistungsfähigen RAID-Gruppe mit zu vielen Anwendungen, die eine E/A-Last verursachen, können die Leistungsziele möglicherweise nicht erreicht werden, die für eine Anwendung auf dem ESXi-Host erforderlich sind.

  • Stellen Sie jeden Server mit einer ausreichenden Anzahl an iSCSI-Hardware-Adaptern bereit, um einen maximalen Durchsatz für alle Anwendungen zu ermöglichen, die während der Spitzenzeiten auf dem Server gehostet werden. Bei Verteilung der E/A-Last auf mehrere Ports wird ein höherer Durchsatz und eine geringere Latenz für jede Anwendung erreicht.

  • Um für Software-iSCSI Redundanz zu bieten, verbinden Sie den Initiator mit allen Netzwerkadaptern, die für die iSCSI-Konnektivität verwendet werden.

  • Beim Zuweisen von LUNs oder RAID-Gruppen für ESXi-Systeme werden diese Ressourcen durch mehrere Betriebssysteme gemeinsam verwendet. Daher kann die erforderliche Leistung jeder LUN im Speichersubsystem beim Einsatz von ESXi-Systemen deutlich höher sein als bei Verwendung von physischen Maschinen. Wenn Sie z. B. die Ausführung von vier E/A-intensiven Anwendungen planen, weisen Sie die vierfache Leistungskapazität für die ESXi-LUNs zu.

  • Bei der gemeinsamen Verwendung mehrerer ESXi-Systeme mit vCenter Server, steigt die erforderliche Leistung für das Speichersubsystem entsprechend.

  • Die Anzahl an ausstehenden E/A-Vorgängen von Anwendungen, die auf einem ESXi-System ausgeführt werden, sollte mit der Anzahl an E/A-Vorgängen übereinstimmen, die das SAN verarbeiten kann.