Stellen Sie vor dem Upgrade auf vCenter Server sicher, dass das vCenter Server-System und die Datenbank vorbereitet sind.

Voraussetzungen für das Verstehen und Vorbereiten des Upgrade-Vorgangs

Systemvoraussetzungen

  • Stellen Sie sicher, dass Ihr System die unter Hardwareanforderungen für vCenter Server, den vSphere Web Client, vCenter Inventory Service und vCenter Single Sign On und vCenter Server-Softwareanforderungen aufgelisteten Anforderungen erfüllt und die erforderlichen Ports wie unter Erforderliche Ports für vCenter Server erläutert geöffnet sind.

  • Wenn Ihr vSphere-System VMware-Lösungen oder Plug-Ins enthält, stellen Sie sicher, dass sie zu der Version von vCenter Server, auf die Sie ein Upgrade durchführen, kompatibel sind. Siehe die VMware-Produkt-Interoperabilitätsmatrix unter http://www.vmware.com/resources/compatibility/sim/interop_matrix.php.

  • Bevor Sie ein Upgrade eines vCenter Server durchführen, der einer Gruppe im verknüpften Modus angehört, entfernen Sie ihn aus der Gruppe im verknüpften Modus. Das Durchführen eines Upgrades von vCenter Servern, die Mitglieder einer Gruppe im verknüpften Modus sind, kann fehlschlagen und vCenter Server in einem instabilen Zustand hinterlassen. Nachdem Sie ein Upgrade von allen Mitgliedern einer Gruppe im verknüpften Modus auf Version 5.5 durchgeführt haben, ist ein erneuter Beitritt möglich.

  • Wenn Sie den Testmodus nicht verwenden möchten, stellen Sie sicher, dass Sie über gültige Lizenzschlüssel für die erworbene Funktionalität verfügen. Lizenzschlüssel von vSphere-Versionen vor Version 5.0 werden in vCenter Server 5.x nicht unterstützt. Wenn Sie aktuell keinen Lizenzschlüssel haben, können Sie im Testmodus installieren und den vSphere Web Client verwenden, um den Lizenzschlüssel später einzugeben.

  • Schließen Sie alle vSphere Web Client-Instanzen.

  • Stellen Sie sicher, dass das System, auf dem Sie ein Upgrade von vCenter Server durchführen, kein Active Directory-Domänencontroller ist, weder primär noch als Sicherung.

  • Entfernen Sie ESX Server 2.x- oder 3.x-Hosts aus der vCenter Server-Bestandsliste oder führen Sie ein Upgrade dieser Hosts auf Version 4.0 oder höher durch.

  • Aktualisieren Sie alle ESX/ESXi 4.1-Hosts auf Version 4.1 Update 1 oder höher. Weitere Informationen hierzu finden Sie im Knowledgebase-Artikel 2009586.

  • Bevor Sie das vSphere-Produkt installieren oder ein Upgrade durchführen, synchronisieren Sie die Systemuhren aller Maschinen im vSphere-Netzwerk. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Synchronisieren der Systemuhren im vSphere-Netzwerk.

  • Stellen Sie sicher, dass der vollständig qualifizierte Domänenname (FQDN) auf dem System aufgelöst wird, auf dem Sie ein Upgrade von vCenter Server durchführen. Geben Sie nslookup Ihr_vCenter_Server_FQDN in der Befehlszeile ein, um zu prüfen, ob der vollständig qualifizierte Domänenname (FQDN) aufgelöst wird. Wenn der FQDN aufgelöst werden kann, gibt der Befehl nslookup die IP und den Namen des Domänencontrollers zurück.

  • Führen Sie den vCenter Host Agent Pre-Upgrade Checker aus.

  • Der Installationspfad der vorherigen Version von vCenter Server muss zu den Installationsanforderungen für Microsoft Active Directory Application Mode (ADAM/AD LDS) kompatibel sein. Der Installationspfad darf keines der folgenden Zeichen enthalten: Nicht-ASCII-Zeichen, Kommas (,), Punkte (.), Ausrufezeichen (!), Rautezeichen (#), At-Zeichen (@) und Prozentzeichen (%). Wenn Ihre vorherige vCenter Server-Version dieser Anforderung nicht genügt, müssen Sie eine Neuinstallation von vCenter Server durchführen.

  • Sichern Sie die SSL-Zertifikate auf dem vCenter Server-System, bevor Sie ein Upgrade auf vCenter Server 5.5 durchführen. Der Standardspeicherort der SSL-Zertifikate ist %allusersprofile%\VMware\VMware VirtualCenter.

  • Stellen Sie sicher, dass die SSL-Zertifikatsprüfung für alle vSphere HA-Cluster aktiviert ist. Ist die Zertifikatsprüfung während des Upgrades nicht aktiviert, schlägt die Konfiguration von HA auf den Hosts fehl. Wählen Sie die vCenter Server-Instanz im Bestandslistenbereich aus. Wählen Sie die Registerkarte Verwalten und die Unterregisterkarte Allgemeine aus, und stellen Sie sicher, dass für das Feld SSL-Einstellungen die Option vCenter benötigt verifizierte Host-SSL-Zertifikate ausgewählt ist.

  • Wenn die von Ihnen aktualisierte vCenter Server 4.x-Umgebung Guided Consolidation 4.x enthält, müssen Sie vor dem Upgrade auf vCenter Server 5.5 Guided Consolidation deinstallieren.

  • Prüfen Sie vor der Installation von vCenter Server, dass die folgenden vCenter Single Sign-On-Dienste gestartet wurden: VMware Certificate Service, VMware Directory Service, VMware Identity Manager Service, VMware KDC Service und tcruntime-C-ProgramData-VMware-cis-runtime-VMwareSTSService.

    • Wenn Sie eine einfache Installation unter Windows durchgeführt oder den vCenter Single Sign-On-Server auf einem separaten Windows-System als Teil einer benutzerdefinierten Installation installiert haben, wählen Sie Start > Systemsteuerung > Verwaltung aus. Klicken Sie auf Dienste, und prüfen Sie die vorhandenen Dienste.

    • Wenn vCenter Single Sign-On auf einer vCenter Server Appliance ausgeführt wird, verwenden Sie die Appliance-Verwaltungsschnittstelle. Weitere Informationen hierzu finden Sie im VMware-Knowledgebase-Artikel 2054085.

  • Sie müssen sich auf der Hostmaschine als Mitglied der Gruppe „Administratoren“ mit einem Benutzernamen anmelden, der ausschließlich ASCII-Zeichen enthält.

Netzwerkvoraussetzungen

  • Stellen Sie sicher, dass das DNS-Reverse-Lookup einen vollständig qualifizierten Domänennamen zurückgibt, wenn dieser mit der IP-Adresse von vCenter Server abgefragt wird. Beim Upgrade von vCenter Server schlägt die Installation der Webserverkomponente, die den vSphere Web Client unterstützt, fehl, wenn das Installationsprogramm den vollqualifizierten Domänennamen von vCenter Server nicht über die IP-Adresse abrufen kann. Das Reverse-Lookup wird unter Verwendung von PTR Records implementiert. Informationen zum Erstellen eines PTR Records finden Sie in der Dokumentation Ihres vCenter Server-Hostbetriebssystems.

  • Wenn Sie DHCP anstelle einer statischen IP-Adresse für vCenter Server verwenden, stellen Sie sicher, dass der vCenter Server-Computername im DNS (Domain Name Service) aktualisiert ist. Prüfen Sie dies, indem Sie den Computernamen pingen. Lautet der Computername beispielsweise host-1.company.com, führen Sie den folgenden Befehl an der Windows-Befehlszeile aus:

    ping host-1.company.com

    Ist der Ping-Test mit dem Computernamen erfolgreich, wurde der Name im DNS aktualisiert.

  • Stellen Sie sicher, dass die Verwaltungsschnittstelle des ESXi-Hosts vom vCenter Server und allen vSphere Web Clients aus eine gültige DNS-Auflösung hat. Stellen Sie sicher, dass der vCenter Server von allen ESXi-Hosts und allen vSphere Web Clients aus eine gültige DNS-Auflösung hat.

  • Falls Sie Active Directory als Identitätsquelle verwenden, stellen Sie sicher, dass Active Directory ordnungsgemäß eingerichtet ist. Die DNS-Konfiguration der vCenter Single Sign On-Server-Hostmaschine muss Lookup- und Reverse-Lookup-Einträge für den Domänencontroller des Active Directory enthalten. Wenn Sie zum Beispiel mycompany.com pingen, muss der Domänencontroller die IP-Adresse für mycompany zurückgeben. Entsprechend muss der Befehl ping -a für diese IP-Adresse den Hostnamen des Domänencontrollers zurückgeben. Vermeiden Sie es, Probleme bei der Namensauflösung durch Bearbeitung der Host-Datei zu korrigieren. Achten Sie stattdessen darauf, dass der DNS-Server ordnungsgemäß eingerichtet ist. Weitere Informationen zum Konfigurieren von Active Directory finden Sie auf der Microsoft-Website. Darüber hinaus muss die Systemuhr der vCenter Single Sign On-Server-Hostmaschine mit der Uhr des Domänencontrollers synchronisiert sein.

Voraussetzungen für alle vCenter Server-Datenbanken

  • Wenn Ihr Datenbankserver nicht vom vCenter Server unterstützt wird, führen Sie ein Datenbankupgrade auf eine unterstützte Version durch oder importieren Sie Ihre Datenbank in eine unterstützte Version. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Unterstützte Datenbank-Upgrades.

  • Sie müssen eine vollständige Sicherung Ihrer vCenter Server-Datenbank durchführen, bevor Sie mit dem Upgrade beginnen.

    Wenn Sie die DBO-Rolle entfernen möchten, können Sie alle Objekte im DBO-Schema auf ein benutzerdefiniertes Schema migrieren. Weitere Informationen finden Sie im VMware-Knowledgebase-Artikel unter http://kb.vmware.com/kb/1036331.

  • Sie müssen über Anmeldedaten, den Datenbanknamen und den Namen des Datenbankservers, der von der vCenter Server-Datenbank verwendet wird, verfügen. Beim Namen des Datenbankservers handelt es sich typischerweise um den DSN-Verbindungsnamen (Data Store Name, Datenspeichername) des ODBC-Systems für die vCenter Server-Datenbank.

  • Lesen Sie Unterstützte Datenbank-Upgrades durch.

Voraussetzungen für Microsoft SQL-Datenbanken

  • Wenn Sie eine seit kurzem unterstützte SQL-Datenbank wie z. B. Microsoft SQL 2008 verwenden möchten, müssen Sie keine Erstinstallation von vCenter Server durchführen, wenn Ihre vorhandene Datenbank ebenfalls eine Microsoft SQL Server-Datenbank ist. Beispiel: Sie können eine Microsoft SQL Server 2000-Datenbank auf Microsoft SQL Server 2008 aktualisieren und anschließend ein Upgrade von vCenter Server 4.0 oder höher auf vCenter Server 5.5 durchführen. Wenn Sie die Datenbank von Microsoft SQL Server 2000 auf Microsoft SQL Server 2008 oder höher migrieren, legen Sie die Kompatibilitätsebene der Datenbank auf 90 fest.

  • JDK 1.6 muss auf dem vCenter Server-Computer installiert sein. Außerdem muss auf der Maschine, auf der vCenter Server aktualisiert werden soll, sqljdbc4.jar zu der Variable CLASSPATH hinzugefügt werden. Falls noch nicht auf Ihrem System installiert, erfolgt die Installation über das vCenter Server-Installationsprogramm. Die Installation von JDK 1.6 benötigt möglicherweise eine Internetverbindung.

  • Ihr System-DSN muss den SQL Native Client-Treiber verwenden.

  • Wenn Sie die DBO-Rolle entfernen möchten und alle Objekte im DBO-Schema auf ein benutzerdefiniertes Schema migrieren, wie im VMware-Knowledgebase-Artikel unter http://kb.vmware.com/kb/1036331 beschrieben, gewähren Sie dem vCenter-Benutzer in der vCenter-Datenbank folgende Berechtigungen:

    GRANT ALTER ON SCHEMA :: <schema> to <user>;
    GRANT REFERENCES ON SCHEMA :: <schema> to <user>;
    GRANT INSERT ON SCHEMA :: <schema>  to <user>;
    GRANT CREATE TABLE to <user>;
    GRANT CREATE VIEW to <user>;
    GRANT CREATE Procedure to <user>;

    Gewähren Sie dem Benutzer in der MSDB-Datenbank folgende Berechtigungen:

    GRANT SELECT on msdb.dbo.syscategories to <user>;
    GRANT SELECT on msdb.dbo.sysjobsteps to <user>;
    GRANT SELECT ON msdb.dbo.sysjobs to <user>;
    GRANT EXECUTE ON msdb.dbo.sp_add_job TO <user>;
    GRANT EXECUTE ON msdb.dbo.sp_delete_job TO <user>;
    GRANT EXECUTE ON msdb.dbo.sp_add_jobstep TO <user>;
    GRANT EXECUTE ON msdb.dbo.sp_update_job TO <user>;
    GRANT EXECUTE ON msdb.dbo.sp_add_category TO <user>;
    GRANT EXECUTE ON msdb.dbo.sp_add_jobserver TO <user>;
    GRANT EXECUTE ON msdb.dbo.sp_add_jobschedule TO <user>;

Voraussetzungen für Oracle-Datenbanken

  • Wenn Sie eine seit kurzem unterstützte Oracle-Datenbank wie z. B. Oracle 11g verwenden möchten, müssen Sie keine Erstinstallation von vCenter Server durchführen, wenn Ihre vorhandene Datenbank auch eine Oracle-Datenbank ist. Sie können beispielsweise Ihre vorhandene Oracle 9i-Datenbank auf Oracle 11g aktualisieren und dann vCenter Server 4.x auf vCenter Server 5.5 aktualisieren.

  • Die JDBC-Treiberdatei muss in der CLASSPATH-Variable enthalten sein.

  • Weisen Sie dem Benutzer die DBA-Rolle zu oder gewähren Sie ihm die nachfolgenden Berechtigungen:

    grant connect to <user>
    grant resource to <user>
    grant create view to <user>
    grant create any sequence to <user>
    grant create any table to <user>
    grant create materialized view to <user>
    grant execute on dbms_job to <user>
    grant execute on dbms_lock to <user>
    grant unlimited tablespace to <user> # To ensure sufficient space

    Nach dem Abschluss des Upgrades können Sie die folgenden Berechtigungen aus dem Benutzerprofil entfernen: create any sequence und create any table.

    Standardmäßig werden der RESOURCE Rolle die Berechtigungen CREATE PROCEDURE, CREATE TABLE und CREATE SEQUENCE zugewiesen. Falls diese Berechtigungen der Rolle RESOURCE nicht zugewiesen wurden, gewähren Sie sie dem vCenter Server-Datenbankbenutzer.