Stellen Sie sicher, dass der Host die Mindestanforderungen an die Hardwarekonfiguration erfüllt, die von ESXi 5.5 unterstützt werden.

Hardware- und Systemressourcen

Zum Installieren und Verwenden von ESXi 5.5 müssen Ihre Hardware- und Systemressourcen die folgenden Anforderungen erfüllen:

  • Unterstützte Serverplattform. Eine Liste der unterstützten Plattformen finden Sie im VMware-Kompatibilitätshandbuch unter http://www.vmware.com/resources/compatibility.

  • ESXi 5.5 kann nur auf Servern mit x86 CPUs im 64-Bit-Modus installiert und ausgeführt werden.

  • Für ESXi 5.5 ist eine Hostmaschine mit mindestens zwei Kernen erforderlich.

  • ESXi 5.5 unterstützt nur die LAHF- und SAHF-CPU-Befehlssätze.

  • ESXi 5.5 erfordert, dass das NX/XD-Bit für die CPU im BIOS aktiviert ist.

  • ESXi unterstützt eine Vielzahl von x64-Prozessoren mit mehreren Kernen. Eine vollständige Liste der unterstützten Prozessoren finden Sie im VMware-Kompatibilitätshandbuch unter http://www.vmware.com/resources/compatibility.

  • ESXi benötigt mindestens 4 GB an physischem Arbeitsspeicher. Stellen Sie mindestens 8 GB RAM bereit, um alle Vorteile der ESXi-Funktionen optimal nutzen und virtuelle Maschinen in typischen Produktionsumgebungen ausführen zu können.

  • Um virtuelle 64-Bit-Maschinen zu unterstützen, muss auf x64-CPUs die Unterstützung für die Hardwarevirtualisierung (Intel VT-x oder AMD RVI) aktiviert sein.

  • Ein oder mehr Gigabit oder 10 Gb Ethernet-Controller. Eine Liste mit unterstützten Netzwerkadaptermodellen finden Sie im VMware-Kompatibilitätshandbuch unter http://www.vmware.com/resources/compatibility.

  • Jede Kombination eines oder mehrerer der folgenden Controller:

    • Grundlegende SCSI-Controller. Adaptec Ultra-160- oder Ultra-320-, LSI Logic Fusion-MPT- oder die meisten NCR/Symbios SCSI-Controller.

    • RAID-Controller. Dell PERC (Adaptec RAID oder LSI MegaRAID), HP Smart Array RAID, oder IBM (Adaptec) ServeRAID-Controller.

  • SCSI-Festplatte oder lokale (nicht im Netzwerk befindliche) RAID-LUN mit nicht partitioniertem Bereich für die virtuelle Maschinen.

  • Serial ATA (SATA) – eine über unterstützte SAS-Controller oder unterstützte On-Board-SATA-Controller verbundene Festplatte. SATA-Festplatten werden als remote betrachtet, nicht lokal. Diese Festplatten werden nicht standardmäßig als Scratch-Partition verwendet, da sie als remote betrachtet werden.

    Anmerkung:

    Sie können auf einem ESXi 5.5-Host kein SATA CD-ROM-Gerät mit einer virtuellen Maschine verbinden. Zur Verwendung des SATA-CD-ROM-Laufwerks müssen Sie den IDE-Emulationsmodus einsetzen.

Speichersysteme

Eine Liste aller unterstützten Speichersysteme finden Sie im VMware-Kompatibilitätshandbuch unter http://www.vmware.com/resources/compatibility. ESXi 5.5 unterstützt die Installation auf und das Starten von folgenden Speichersystemen:

  • SATA-Festplatten. Hinter unterstützten SAS-Controllern oder unterstützten On-Board-SATA-Controllern verbundene SATA-Festplattenlaufwerke.

    Zu den unterstützten SAS-Controllern gehören:

    • LSI1068E (LSISAS3442E)

    • LSI1068 (SAS 5)

    • IBM ServeRAID 8K SAS-Controller

    • Smart Array P400/256-Controller

    • Dell PERC 5.0.1-Controller

    Zu den unterstützten On-Board-SATA-Controllern gehören:

    • Intel ICH9

    • NVIDIA MCP55

    • ServerWorks HT1000

    Anmerkung:

    ESXi unterstützt keine lokalen internen SATA-Laufwerke auf dem Hostserver für das Erstellen von VMFS-Datenspeichern, die über mehrere ESXi-Hosts gemeinsam genutzt werden.

  • Serial Attached SCSI-Festplatten (SAS). Wird für die Installation von ESXi und für das Speichern virtueller Maschinen auf VMFS-Partitionen unterstützt.

  • Dedizierte SAN-Festplatte auf Fibre-Channel oder iSCSI

  • USB-Geräte. Werden für die Installation von ESXi unterstützt.

  • Software-Fibre-Channel über Ethernet (FCoE). Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Installieren und Starten von ESXi mit Software FCoE.

ESXi-Startanforderungen

vSphere 5.5 unterstützt das Starten von ESXi-Hosts von der Unified Extensible Firmware Interface (UEFI) aus. Mithilfe von UEFI können Sie Systeme von Festplatten, CD-/DVD-Laufwerken oder USB-Medien aus starten. Das Starten oder Bereitstellen über das Netzwerk mit VMware Auto Deploy erfordert die Legacy-BIOS-Firmware und steht mit UEFI nicht zur Verfügung.

ESXi kann von einer Festplatte größer als 2 TB starten, vorausgesetzt, dass die System-Firmware und die Firmware auf allen von Ihnen verwendeten Erweiterungskarten unterstützt werden. Informationen finden Sie in der Dokumentation des Anbieters.

Anmerkung:

Das Ändern des Boot-Typs von Legacy-BIOS in UEFI, nachdem Sie ESXi 5.5 installiert haben, kann dazu führen, dass der Host nicht gestartet werden kann. In diesem Fall zeigt der Host eine Fehlermeldung ähnlich der folgenden an: Keine VMware-Startbank. Das Ändern des Host-Starttyps zwischen Legacy-BIOS und UEFI wird nicht unterstützt, nachdem Sie ESXi 5.5 installiert haben.

Speicheranforderungen für die ESXi 5.5-Installation

Zum Installieren von ESXi 5.5 ist ein Startgerät erforderlich, das mindestens 1 GB groß ist. Beim Starten von einer lokalen Festplatte oder einer SAN/iSCSI LUN ist eine 5,2-GB-Festplatte erforderlich, damit das VMFS-Volume und eine 4-GB-Scratch-Partition auf dem Startgerät erstellt werden kann. Wenn eine kleinere Festplatte oder LUN verwendet wird, versucht das Installationsprogramm, einen Scratch-Bereich auf einer anderen lokalen Festplatte zuzuteilen. Wenn keine lokale Festplatte gefunden wird, wird die Scratch-Partition /scratch auf der ESXi-Host-Ramdisk erstellt, die mit /tmp/scratch verknüpft ist. Sie können /scratch neu konfigurieren, um eine separate Festplatte oder LUN zu verwenden. Um eine bestmögliche Leistung zu erzielen und den Arbeitsspeicher zu optimieren, empfiehlt VMware, dass Sie /scratch nicht auf der ESXi-Host-Ramdisk belassen.

Zum Neukonfigurieren von /scratch finden Sie weitere Informationen unter dem Thema „Festlegen der Scratch-Partition vom vSphere Web Client aus“ in der Dokumentation Installations- und Einrichtungshandbuch für vSphere.

Aufgrund der E/A-Empfindlichkeit von USB- und SD-Geräten erstellt das Installationsprogramm keine Scratch-Partition auf diesen Geräten. Beim Installieren auf USB- bzw. SD-Geräten versucht das Installationsprogramm, einen Scratch-Bereich auf einer verfügbaren lokalen Festplatte oder einem lokalen Datenspeicher zuzuteilen. Wenn keine lokale Festplatte bzw. kein lokaler Datenspeicher gefunden wird, wird /scratch auf der Ramdisk abgelegt. Nach der Installation sollten Sie /scratch neu konfigurieren, um einen dauerhaften Datenspeicher zu verwenden. Zwar reicht ein USB/SD-Gerät mit 1 GB für die Minimalinstallation aus, VMware empfiehlt jedoch dringend, ein USB/SD-Gerät mit mindestens 4 GB oder mehr zu verwenden. Der zusätzliche Speicher wird für eine erweiterte Coredump-Partition auf dem USB/SD-Gerät verwendet. VMware empfiehlt die Verwendung eines qualitativ hochwertigen USB-Flash-Laufwerks mit 16 GB oder mehr, sodass die zusätzlichen Flashzellen die Lebensdauer des Startmediums verlängern können, aber qualitativ hochwertige Laufwerke mit 4 GB oder mehr reichen für die erweiterte Coredump-Partition aus. Weitere Informationen hierzu finden Sie im Knowledgebase-Artikel 2004784.

Bei Auto Deploy-Installationen versucht das Installationsprogramm, einen Scratch-Bereich auf einer verfügbaren lokalen Festplatte oder einem lokalen Datenspeicher zuzuteilen. Wenn keine lokale Festplatte bzw. kein lokaler Datenspeicher gefunden wird, wird /scratch auf der Ramdisk abgelegt. Sie sollten „/scratch“ neu konfigurieren, um nach der Installation einen dauerhaften Datenspeicher zu verwenden.

Bei Umgebungen, die von einem SAN starten oder Auto Deploy verwenden, ist es nicht erforderlich, eine separate LUN für jeden ESXi-Host zuzuteilen. Sie können die Scratch-Bereiche für viele ESXi-Hosts zusammen auf einer einzelnen LUN unterbringen. Die Anzahl der Hosts, die einer einzelnen LUN zugewiesen sind, sollten anhand der LUN-Größe und dem E/A-Verhalten der virtuellen Maschinen abgewogen werden.