Einige in /etc/sysconfig/network gespeicherte ESX 4.x- und ESXi 4.x-Netzwerkeinstellungen werden beim Upgrade oder der Migration auf ESXi 5.x migriert. Bei der Migration auf ESXi 5.x werden die virtuellen Netzwerkkarten der ESX-Servicekonsole (vswifs) in virtuelle ESXi-Netzwerkkarten (vmks) konvertiert.

Die verteilte Portgruppe oder dvPort, zu der die virtuellen Netzwerkkarten eine Verbindung herstellen, wird ebenfalls migriert. Die Servicekonsolen-Portgruppe wurde in Verwaltungsnetzwerk-Portgruppe umbenannt. Wenn vswifs auf vmks migriert werden, werden sie in der vorhandenen vmk-Reihenfolge nummeriert. Wenn der ESX-Host der Version 4.x über die virtuellen Netzwerkkarten NICs vmk0, vmk1 und vswif0 verfügt, lautet die neue ESXi-Konfiguration nach der Migration vmk0, vmk1 und vmk2, wobei es sich bei vmk2 um die Verwaltungsschnittstelle handelt.

Wenn virtuelle Netzwerkkarten zur Verwendung von DHCP konfiguriert sind, steuert eine Einstellung, ob DHCP neben der Installation einer IPv4-Adresse die Standardroute und den Hostnamen festlegt. In ESX lautet diese Einstellung PEERDNS. In ESXi lautet die Einstellung DhcpDNS. Der PEERDNS für die virtuellen Netzwerkkarten der ESX-Servicekonsole wird auf die DhcpDNS-Einstellung der virtuellen ESXi-Netzwerkkarten migriert. Die DhcpDNS-Einstellung behält die ESX-Konfiguration für die Standardroute und den Hostnamen sowie die IPv4-Adresse bei.

Bei der Migration von ESX 4.x auf ESXi 5.x werden ebenfalls die manuell zugewiesenen IPv4- und IPv6-Adressen, die Standardroute und die hostspezifischen IPv4- und IPv6-Routen beibehalten.

Beim Upgrade von ESXi 4.x auf ESXi 5.x ändert sich die maximale Anzahl an Ports für einen virtuellen Switch von 64 in 128. Um dieselbe maximale Anzahl an Ports in ESXi 4.x beizubehalten, muss der Wert mit dem vSphere Web Client vor dem Upgrade explizit festgelegt werden.

ESX-Hosts verfügen über zwei IP-Stacks, einen für den vmkernel und den anderen für die Servicekonsole. Da ESXi-Hosts lediglich über einen IP-Stack verfügen, können bei der Migration nicht beide ESX-Standardrouten beibehalten werden. Nach der Migration wird die Standardroute der ESX-Servicekonsole zur einzigen ESXi-Standardroute; die vmkernel-Route wird ersetzt. Die Verwendung einer einzigen ESXi-Standardroute kann zum Konnektivitätsverlust für gerouteten Datenverkehr (Nicht-Verwaltungsdaten) führen, der vom vmkernel stammt. Um die vmkernel-Netzwerkaktivität wiederherzustellen, können Sie neben der Standardroute auch statische Routen konfigurieren.

Alle vswif-Schnittstellen werden auf vmk-Schnittstellen migriert. Tritt ein Konflikt zwischen den beiden Schnittstellen auf, verbleibt eine Schnittstelle im deaktivierten Status. Bei dem Upgrade werden alle in Konflikt stehenden Kernel-IP-Adressierungen zugunsten der Verwaltungsschnittstelle deaktiviert.

Bei der Migration auf ESXi 5.x werden alle vorhandenen virtuellen vmk-Netzwerkkarten deaktiviert, die die folgenden Bedingungen erfüllen.

  • Die virtuelle vmk-Netzwerkkarte verfügt über eine manuell konfigurierte (statische) IP-Adresse.

  • Die IP-Adresse befindet sich in demselben Subnetz wie die virtuelle vswif-Netzwerkkarte, die auf einen Switch mit der virtuellen vmk-Netzwerkkarte migriert wurde.

  • Die vmk- und vswif-Netzwerkkarten befinden sich beide auf demselben virtuellen Switch.

Beispiel: Wenn vswif0 mit der IP-Adresse 192.0.2.1/24 auf vswitch1 auf einen Switch mit vmk0 mit der IP-Adresse 192.0.2.2/24 migriert wird, wird vmk0 nach der Migration ebenfalls auf vswitch1 deaktiviert.