Beim Durchführen einer automatischen Installation oder einer Installation von VMware Tools mithilfe der Befehlszeile unter Windows können Sie die zu installierenden VMware Tools-Komponenten angeben.

Da VMware Tools so viele Komponenten enthalten, wählen Sie der Einfachheit halber die Komponenten aus, die Sie nicht installieren möchten. Die Syntax lautet ADDLOCAL=ALL REMOVE=Komponente. Die gültigen Werte für die Komponenten der VMware Tools sind in der folgenden Tabelle aufgeführt.

Bei Komponentennamen wird die Groß- und Kleinschreibung berücksichtigt. Nicht alle Komponenten werden bei allen Betriebssystemen installiert.

Tabelle 1. Werte der Komponenten der VMware Tools

Gültige Komponentenwerte

Beschreibung

Treiber

Audio

Audiotreiber für 64-Bit-Betriebssysteme sowie Windows Vista und neuere Systeme.

BootCamp

Treiber für die Unterstützung von Mac BootCamp.

LSI

PCI Fusion-MPT Miniport-Treiber für Windows XP-Systeme.

MemCtl

VMware-Treiber für die Arbeitsspeichersteuerung. Verwenden Sie diesen Treiber, wenn Sie vorhaben, diese virtuelle Maschine in einer vSphere-Umgebung einzusetzen. Wenn diese Funktion ausgeschlossen wird, behindert dies die Arbeitsspeicherverwaltungsfunktionen der virtuellen Maschine, die in einer vSphere-Umgebung ausgeführt wird.

Maus

VMware-Maustreiber. Das Ausschließen dieser Funktion vermindert die Leistung der Maus in Ihrer virtuellen Maschine.

PVSCSI

Treiber für paravirtuelle SCSI-Adapter von VMware, die die Leistung einiger virtualisierter Anwendungen steigern.

SVGA

VMware-SVGA-Treiber. Durch Ausschließen dieser Funktion verschlechtern sich die Anzeigefunktionen Ihrer virtuellen Maschine.

Synchronisieren

Treiber für Dateisystemsynchronisierung, die es Sicherungsanwendungen ermöglichen, anwendungskonsistente Snapshots zu erstellen. Dieser Treiber sorgt dafür, dass während des Erstellens von Snapshots keine E/A-Vorgänge laufen. Dieser Treiber wird verwendet, wenn das Gastbetriebssystem älter als Windows Server 2003 ist. Bei neueren Betriebssystemen wird stattdessen der VSS-Treiber verwendet.

VMCI

VMCI-Treiber (Virtual Machine Communication Interface). Dieser Treiber sorgt dafür, dass virtuelle Maschinen ohne Zugriff auf das Netzwerk mit Hosts kommunizieren können, auf denen sie ausgeführt werden. Entwickler können Client-Server-Anwendungen an die VMCI Socket-Schnittstelle (vsock-Schnittstelle) schreiben, um das virtuelle VMCI-Gerät zu nutzen.

Hgfs

Treiber für VMware-Ordnerfreigaben. Verwenden Sie diesen Treiber, wenn Sie vorhaben, diese virtuelle Maschine mit VMware Workstation, Player oder Fusion zu verwenden. Wenn diese Funktion ausgeschlossen wird, kann ein Ordner nicht gemeinsam von Ihrer virtuellen Maschine und dem Hostsystem verwendet werden.

VMXNet

VMware VMXnet-Netzwerktreiber.

VMXNet3

VMware VMXnet-Netzwerktreiber der nächsten Generation für virtuelle Maschinen, welche Version 7 und höher der virtuellen Hardware verwenden. Weitere Informationen finden Sie in dem VMware-Knowledgebase-Artikel 1001805.

Die virtuelle Hardwareversion 7 entspricht der ESX/ESXi 4.x-Kompatibilität.

VShield

Treiber für die Guest Introspection Thin Agent-Komponente. Installieren Sie diese Komponente, wenn Sie vSphere und Guest Introspection verwenden. Standardmäßig wird diese Komponente nicht installiert.

VSS

Treiber für das Erstellen automatischer Sicherungen. Dieser Treiber wird verwendet, wenn es sich um das Gastbetriebssystem Windows Vista, Windows Server 2003 oder ein anderes neueres Betriebssystem handelt. Bei älteren Betriebssystemen und Linux wird stattdessen der Treiber für Dateisystemsynchronisierung verwendet.

Toolbox

Unity

Komponente, die die Unity-Funktion unterstützt und die es Ihnen ermöglicht, in einer virtuellen Maschine ein Anwendungsfenster zu öffnen, anschließend in den Unity-Modus zu wechseln und dieses Fenster wie jedes andere Hostanwendungsfenster auf dem Desktop Ihres Hostbetriebssystems anzuzeigen.

Perfmon

Treiber für die WMI-Leistungsprotokollierung.

Wichtig:

Eine Möglichkeit, die zu verwendenden Komponentenwerte zu ermitteln, besteht darin, das interaktive VMware Tools-Installationsprogramm mit aktivierter Protokollierung auszuführen, die zu installierenden Komponenten auszuwählen und anschließend die Protokolldateien nach den Eigenschaften ADDLOCAL und REMOVE zu durchsuchen. In den Protokolldateien werden die vom Programm verwendeten Namen festgehalten. Mit dem folgenden Befehl wird das interaktive Installationsprogramm mit aktivierter Protokollierung gestartet:

Setup.exe /s /v"/qn /l*v ""%TEMP%\vmmsi.log"""