Sie können vSphere Fault Tolerance für die meisten unternehmenskritischen virtuellen Maschinen verwenden. Fault Tolerance bietet für eine virtuelle Maschine unterbrechungsfreie Verfügbarkeit, indem eine weitere VM erstellt und gepflegt wird, die mit der ersten identisch und ständig verfügbar ist, um sie im Fall einer Failover-Situation zu ersetzen.

Die geschützte virtuelle Maschine wird als primäre VM bezeichnet. Die duplizierte virtuelle Maschine, die sekundäre VM, wird auf einem anderen Host erstellt und ausgeführt. Die Ausführung der sekundären VM ist mit der primären VM identisch. Daher kann sie deren Funktion jederzeit ohne Unterbrechung übernehmen und bietet fehlertoleranten Schutz.

Die primäre und die sekundäre VM überwachen kontinuierlich gegenseitig ihren Status, um sicherzustellen, dass Fault Tolerance gewährleistet bleibt. Ein transparentes Failover tritt auf, wenn bei einem Ausfall des Hosts, der die primäre virtuelle Maschine ausführt, sofort die sekundäre virtuelle Maschine aktiviert wird, um die primäre virtuelle Maschine zu ersetzen. Eine neue sekundäre virtuelle Maschine wird gestartet und die Redundanz der Fehlertoleranz wird automatisch wiederhergestellt. Wenn der Host, auf dem die sekundäre virtuelle Maschine läuft, ausfällt, wird diese ebenfalls sofort ersetzt. In beiden Fällen erleben Benutzer keine oder nur eine geringe Unterbrechung des laufenden Betriebs und keinen Datenverlust.

Eine fehlertolerante virtuelle Maschine und ihre sekundäre Kopie dürfen nicht auf demselben Host ausgeführt werden. Diese Einschränkung stellt sicher, dass ein Hostausfall nicht zum Verlust beider VMs führen kann.

Anmerkung:

Sie können VM-Host-Affinitätsregeln auch dazu verwenden, um festzulegen, auf welchen Hosts angegebene virtuelle Maschinen ausgeführt werden können. Achten Sie beim Verwenden dieser Regeln darauf, dass für alle primären virtuellen Maschinen, die von einer solchen Regel betroffen sind, auch die jeweils zugewiesene sekundäre virtuelle Maschine von dieser Regel betroffen sind. Weitere Informationen zu Affinitätsregeln finden Sie in der Dokumentation zu Handbuch zur vSphere-Ressourcenverwaltung

Mithilfe der Fehlertoleranz wird verhindert, dass nach einem Ausfall in Folge der Wiederherstellung zwei aktive Kopien einer virtuellen Maschine vorhanden sind. Die atomische Dateisperre wird zur Koordinierung des Failovers verwendet, sodass nur eine Seite weiter als primäre virtuelle Maschine ausgeführt und eine neue sekundäre virtuelle Maschine automatisch erzeugt wird.

vSphere Fault Tolerance kann mit symmetrischen Multiprozessor-VMs (SMP) mit bis zu vier vCPUs eingerichtet werden. In früheren Versionen von vSphere wurde eine andere Technologie für Fault Tolerance verwendet (jetzt als Fault Tolerance-Legacy-Version bezeichnet). Dafür galten andere Voraussetzungen und Merkmale (darunter eine Einschränkung auf einzelne vCPUs für VMs mit der Fault Tolerance-Legacy-Version). Wenn Kompatibilität mit diesen früheren Voraussetzungen benötigt wird, können Sie die Fault Tolerance-Legacy-Version verwenden. Dafür muss jedoch auf jeder VM eine erweiterte Option eingerichtet werden. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Legacy Fault Tolerance.