Wenn der VM Component Protection (VMCP) aktiviert ist, kann vSphere HA Ausfälle beim Zugriff auf Datenspeicher feststellen und automatische Wiederherstellung für die betroffenen virtuellen Maschinen bereitstellen.

Der VM-Komponentenschutz bietet Schutz gegen Fehler beim Datenspeicherzugriff, von denen eine virtuelle Maschine auf einem Host in einem vSphere HA-Cluster betroffen sein kann. Wenn ein Datenspeicherzugriffsfehler eintritt, kann der betroffene Host nicht mehr auf den Speicherpfad für einen bestimmten Datenspeicher zugreifen. Sie können festlegen, wie vSphere HA auf einen derartigen Fehler reagiert. Die Möglichkeiten reichen von der Erstellung von Ereignisalarmen bis zu Neustarts der virtuellen Maschinen auf anderen Hosts.

Anmerkung:

Bei Verwendung der VM Component Protection-Funktion müssen Ihre ESXi-Hosts mindestens Version 6.0 aufweisen.

Fehlertypen

Es gibt zwei Typen von Datenspeicherzugriffsfehlern:

PDL

PDL (Permanent Device Loss, dauerhafter Geräteausfall) ist ein nicht wiederherstellbarer Zugriffsverlust, der eintritt, wenn ein Speichergerät meldet, dass der Host nicht mehr auf den Datenspeicher zugreifen kann. Dieser Zustand kann ohne Ausschalten der virtuellen Maschinen nicht rückgängig gemacht werden.

APD

APD (All Paths Down, keine Pfade verfügbar) steht für einen vorübergehenden oder unbekannten Zugriffsverlust oder eine andere nicht identifizierte Verzögerung bei der I/O-Verarbeitung. Dieser Zugriffsfehlertyp ist wiederherstellbar.

Konfigurieren des VM-Komponentenschutzes

VM Component Protection wird im vSphere Web Client konfiguriert. Navigieren Sie zur Registerkarte Konfigurieren und klicken Sie auf vSphere Availability und Bearbeiten. Unter Fehler und Reaktionen können Sie Datenspeicher mit PDL oder Datenspeicher mit APD auswählen. Die auswählbaren Speicherschutzstufen und die verfügbaren Problembehebungsaktionen für virtuelle Maschinen sind je nach Typ des Datenbankzugriffsfehlers unterschiedlich.

PDL-Fehler

Unter Datenspeicher mit PDL können Sie Ereignisse ausgeben oder VMs ausschalten und neu starten auswählen.

APD-Fehler

In diesem Fall ist die Reaktion auf APD-Ereignisse komplexer und daher auch die Konfiguration aufwendiger. Sie können Ereignisse ausgeben, VMs ausschalten und neu starten – konservative Neustartrichtlinie oder VMs ausschalten und neu starten – aggressive Neustartrichtlinie auswählen.

Anmerkung:

Wenn die Einstellungen für Hostüberwachung oder VM-Neustartpriorität deaktiviert werdenn, kann der VM-Komponentenschutz die virtuellen Maschinen nicht neu starten. Davon unabhängig können aber die Speicher überwacht und Ereignisse ausgegeben werden.