Mit den Gruppierungs- und Failover-Richtlinien können Sie festlegen, wie der Netzwerkdatenverkehr zwischen den Adaptern verteilt wird und wie der Verkehr neu geroutet wird, wenn ein Adapter ausfällt.

Vorbereitungen

Starten Sie den vSphere Client und melden Sie sich bei einem vCenter Server-System an.

Prozedur

  1. Melden Sie sich am vSphere-Client an und wählen Sie die Bestandslistenansicht Netzwerk.
  2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste im Bestandslistenbereich auf die verteilte Portgruppe und wählen Sie Einstellungen bearbeiten aus.
  3. Wählen Sie Richtlinien.
  4. Geben Sie in der Gruppe „Teaming und Failover“ Folgendes an.

    Option

    Beschreibung

    Lastausgleich

    Geben Sie an, wie ein Uplink ausgewählt werden soll.

    • Anhand des ursprünglichen virtuellen Ports routen – Der Uplink wird anhand des virtuellen Ports ausgewählt, an dem der Datenverkehr den verteilten Switch ansteuert.

    • Anhand des IP-Hashs routen – Der Uplink wird anhand eines Hashs der Quell- und Ziel-IP-Adresse jedes Pakets ausgewählt. Bei Paketen ohne IP wird zur Berechnung des Hashs der Wert verwendet, der im Offset eingetragen ist.

    • Anhand des Quell-MAC-Hashs routen – Der Uplink wird anhand eines Hashs des Quell-Ethernets ausgewählt.

    • Anhand der Netzwerkkartenauslastung routen - Der Uplink wird anhand der aktuellen Auslastung der physischen Netzwerkkarten ausgewählt.

    • Explizite Failover-Reihenfolge verwenden – Es wird immer der Uplink ausgewählt, der an erster Stelle der Liste der aktiven Adapter steht und die Failover-Erkennungskriterien erfüllt.

    Anmerkung:

    Für eine IP-basierte Gruppierung ist es erforderlich, dass der physische Switch mit „etherchannel“ konfiguriert wird. Bei allen anderen Optionen muss „etherchannel“ deaktiviert sein.

    Netzwerk-Failover-Ermittlung

    Geben Sie die Verfahrensweise zur Verwendung der Failover-Erkennung an.

    • Nur Verbindungsstatus – Als Grundlage dient ausschließlich der vom Netzwerkadapter angegebene Verbindungsstatus. Über diese Option werden Fehler wie nicht angeschlossene Kabel oder Betriebsausfälle des physischen Switches ermittelt, nicht jedoch Konfigurationsfehler, z. B. die Blockierung eines Ports des physischen Switches durch STP (Spanning Tree Protocol), eine Zuweisung zum falschen VLAN oder nicht angeschlossene Kabel an der anderen Seite eines physischen Switches.

    • Signalprüfung – Sendet Signale, sucht nach Signalprüfpaketen auf allen Netzwerkkarten in der Gruppe und verwendet diese Informationen zusätzlich zum Verbindungsstatus, um einen Verbindungsausfall zu ermitteln. Dadurch können viele der zuvor genannten Ausfälle erkannt werden, die durch den Verbindungsstatus allein nicht erkannt werden können.

    Anmerkung:

    Verwenden Sie die Signalprüfung nicht zusammen mit dem IP-Hash-Lastausgleich.

    Switches benachrichtigen

    Wählen Sie Ja oder Nein, um Switches bei einem Failover zu benachrichtigen.

    Wenn Sie Ja wählen, wird jedes Mal, wenn eine virtuelle Netzwerkkarte an einen Distributed Switch angeschlossen wird oder ein Failover-Ereignis dazu führt, dass der Datenverkehr einer virtuellen Netzwerkkarte über eine andere physische Netzwerkkarte geleitet wird, über das Netzwerk eine Benachrichtigung gesendet, um die Verweistabellen auf physischen Switches zu aktualisieren. In fast allen Fällen ist dies wünschenswert, um die Wartezeiten für Failover-Ereignisse und Migrationen mit vMotion zu minimieren.

    Anmerkung:

    Verwenden Sie diese Option nicht, wenn die an die Portgruppe angeschlossenen virtuellen Maschinen den Netzwerklastausgleich (NLB) von Microsoft im Unicast-Modus verwenden. Im Multicast-Modus von NLB treten keine Probleme auf.

    Failback

    Wählen Sie Ja oder Nein, um die Failback-Funktion zu deaktivieren bzw. zu aktivieren.

    Diese Option bestimmt, wie ein physischer Adapter nach einem Ausfall wieder in den aktiven Betrieb genommen wird. Wenn die Option auf Ja (Standard) gesetzt wurde, wird der Adapter sofort nach der Wiederherstellung seiner Funktionsfähigkeit aktiviert. Er ersetzt in diesem Fall den ggf. vorhandenen Ersatzadapter, der seinen Platz eingenommen hatte. Wenn diese Option auf Nein gesetzt wurde, bleibt ein ausgefallener Adapter nach der Wiederherstellung seiner Funktionsfähigkeit deaktiviert, bis der gegenwärtig aktive Adapter ausfällt und ersetzt werden muss.

    Failover-Reihenfolge

    Geben Sie an, wie die Verarbeitungslast für Uplinks verteilt werden soll. Wenn Sie bestimmte Uplinks verwenden und andere für Notfälle reservieren möchten, z. B. wenn die verwendeten Uplinks ausfallen, legen Sie diesen Zustand fest, indem Sie sie in unterschiedliche Gruppen verschieben:

    • Aktive Uplinks – Der Uplink wird weiter verwendet, wenn die Netzwerkadapterverbindung hergestellt und aktiv ist.

    • Standby-Uplinks – Dieser Uplink wird verwendet, wenn mindestens eine Verbindung des aktiven Adapters nicht verfügbar ist.

    • Nicht verwendete Uplinks – Dieser Uplink sollte nicht verwendet werden.

    Anmerkung:

    Wenn Sie den IP-Hash-Lastausgleich verwenden, konfigurieren Sie keine Standby-Uplinks.

  5. Klicken Sie auf OK.