Mit den Lastausgleich- und Failover-Richtlinien können Sie festlegen, wie der Netzwerkdatenverkehr zwischen den Adaptern verteilt wird und wie der Verkehr neu geroutet wird, wenn ein Adapter ausfällt.

Vorbereitungen

Starten Sie den vSphere Client und melden Sie sich bei einem vCenter Server-System an.

Warum und wann dieser Vorgang ausgeführt wird

Die Failover- und Lastausgleichs-Richtlinien beinhalten folgende Parameter:

  • Lastausgleichsrichtlinie: Die Lastausgleichsrichtlinie legt fest, wie der ausgehende Datenverkehr über die Netzwerkadapter verteilt wird, die einem Standard-Switch zugewiesen wurden. Der eingehende Datenverkehr wird durch die Lastausgleichsrichtlinie auf dem physischen Switch gesteuert.

  • Failover-Ermittlung: Verbindungsstatus/Signalprüfung

  • Reihenfolge der Netzwerkadapter (Aktiv/Standby)

In manchen Fällen kann bei einem Failover oder Failback die Verbindung zum Standard-Switch unterbrochen werden. Dies führt dazu, dass die MAC-Adressen, die von diesem Standard-Switch zugeordneten virtuellen Maschinen verwendet werden, auf einem anderen Switch-Port als zuvor erscheinen. Um dieses Problem zu vermeiden, setzen Sie Ihren physischen Switch auf den Portfast- oder Portfast-Trunk-Modus.

Prozedur

  1. Melden Sie sich beim vSphere Client an und wählen Sie im Bestandslistenfenster einen Host aus.
  2. Klicken Sie auf die Registerkarte Konfiguration und anschließend auf Netzwerk.
  3. Wählen Sie einen Standard-Switch aus und klicken Sie auf Eigenschaften.
  4. Klicken Sie auf die Registerkarte Ports (Ports).
  5. Zum Bearbeiten der Einstellungen für Failover- und Lastausgleich wählen Sie das Standard-Switch-Element und klicken auf Bearbeiten.
  6. Klicken Sie auf die Registerkarte NIC-Gruppierung.

    Sie können die Failover-Reihenfolge auf Portgruppenebene außer Kraft setzen. Standardmäßig werden neue Adapter für alle Richtlinien aktiviert. Wenn Sie nichts anderes angeben, übertragen neue Adapter den Datenverkehr für den Standard-Switch und seine Portgruppe.

  7. Wählen Sie in der Liste Lastausgleich eine Option für die Art der Auswahl eines Uplinks.

    Option

    Beschreibung

    Anhand der Quelle der Port-ID routen

    Wählen Sie einen Uplink basierend auf dem virtuellen Port aus, durch den der Datenverkehr in den Standard-Switch gelangt ist.

    Anhand des IP-Hashs routen

    Wählen Sie einen Uplink anhand eines Hashs der Quell- und Ziel-IP-Adresse jedes Pakets aus. Bei Paketen ohne IP wird zur Berechnung des Hashs der Wert verwendet, der im Offset eingetragen ist.

    Anhand des Quell-MAC-Hashs routen

    Wählen Sie einen Uplink anhand eines Hashs des Quell-Ethernets aus.

    Ausdrückliche Failover-Reihenfolge verwenden

    Es wird immer der Uplink ausgewählt, der an erster Stelle der Liste der aktiven Adapter steht und die Failover-Ermittlungkriterien erfüllt.

  8. Wählen Sie in der Liste Netzwerk-Failover-Ermittlung die Option, die für die Failover-Ermittlung verwendet werden soll.

    Option

    Beschreibung

    Nur Verbindungsstatus

    Als Grundlage dient ausschließlich der vom Netzwerkadapter angegebene Verbindungsstatus. Über diese Option werden Fehler wie nicht angeschlossene Kabel oder Betriebsausfälle des physischen Switches ermittelt, jedoch keine Konfigurationsfehler, wie z. B. die Blockierung eines Ports des physischen Switches durch STP (Spanning Tree Protocol), eine Zuweisung zum falschen VLAN oder nicht angeschlossene Kabel an der anderen Seite eines physischen Switches.

    Signalprüfung

    Sendet Signale, wartet auf Signalprüfpakete auf allen Netzwerkkarten in der Gruppe und verwendet diese Informationen zusätzlich zum Verbindungsstatus, um einen Verbindungsausfall zu ermitteln. Durch diese Option können zahlreiche der oben genannten Ausfälle ermittelt werden, die durch den Verbindungsstatus allein nicht ermittelt werden können.

    Anmerkung:

    Verwenden Sie die Signalprüfung nicht zusammen mit dem IP-Hash-Lastausgleich.

  9. Wählen Sie Ja oder Nein, um Switches bei einem Failover zu benachrichtigen.

    Wenn Sie „Ja“ wählen, wird jedes Mal, wenn eine virtuelle Netzwerkkarte an einen Standard-Switch angeschlossen wird, oder ein Failover-Ereignis dazu führt, dass der Datenverkehr einer virtuellen Netzwerkkarte über eine andere physische Netzwerkkarte im Team geleitet wird, über das Netzwerk eine Benachrichtigung gesendet, um die Verweistabellen auf den physischen Switches zu aktualisieren. In fast allen Fällen ist dies wünschenswert, um die Latenzzeiten für Failover-Ereignisse und Migrationen mit vMotion zu minimieren.

    Verwenden Sie diese Option nicht, wenn die an die Portgruppe angeschlossenen virtuellen Maschinen den Netzwerklastausgleich (NLB) von Microsoft im Unicast-Modus verwenden. Im Multicast-Modus von NLB treten keine Probleme auf.

  10. Wählen Sie Ja oder Nein, um die Failback-Funktion zu deaktivieren bzw. zu aktivieren.

    Diese Option bestimmt, wie ein physischer Adapter nach einem Ausfall wieder in den aktiven Betrieb genommen wird. Wenn die Failback-Funktion auf Ja (Standardeinstellung) gesetzt wird, wird der Adapter sofort nach der Wiederherstellung seiner Funktionsfähigkeit aktiviert; er ersetzt in diesem Fall den ggf. vorhandenen Standby-Adapter, der seinen Platz eingenommen hatte. Wenn diese Option auf Nein gesetzt wird, bleibt ein ausgefallener Adapter nach der Wiederherstellung seiner Funktionsfähigkeit deaktiviert, bis der gegenwärtig aktive Adapter ausfällt und ersetzt werden muss.

  11. Failover-Reihenfolge – Gibt an, wie die Arbeitslast für die Adapter verteilt wird.

    Sie können diese Bedingung mithilfe des Dropdown-Menüs einstellen und die Adapter in zwei Gruppen aufteilen, um bestimmte Adapter zu verwenden und andere für Notfälle zu reservieren.

    Option

    Beschreibung

    Aktive Adapter

    Dieser Adapter wird weiter verwendet, wenn die Verbindung zum Netzwerkadapter verfügbar und aktiv ist.

    Standby-Adapter

    Dieser Adapter wird verwendet, wenn mindestens eine Verbindung zum aktiven Adapter nicht verfügbar ist.

    Nicht verwendete Adapter

    Verwenden Sie diesen Adapter nicht.

    Wenn Sie iSCSI-Multipathing einsetzen, muss Ihre VMkernel-Schnittstelle über einen aktiven Adapter verfügen und darf keine Standby-Adapter aufweisen. Informationen finden Sie in der Dokumentation vSphere-Speicher.

    Anmerkung:

    Wenn Sie den IP-Hash-Lastausgleich verwenden, konfigurieren Sie keine Standby-Uplinks.