Das Diagramm „Arbeitsspeicher (MB)“ zeigt Arbeitsspeicher-Datenindikatoren für virtuelle Maschinen an.

Dieses Diagramm befindet sich in der Ansicht Home der Registerkarte Leistung der virtuellen Maschine. Es wird nur auf den Erfassungsebenen 2, 3 und 4 angezeigt.

In den nachfolgenden Beschreibungen bezieht sich der physische Gastarbeitsspeicher auf den Arbeitsspeicher der virtuellen Hardware, der einer virtuellen Maschine für ihr Gastbetriebssystem zur Verfügung steht. Der Maschinenarbeitsspeicher ist das eigentliche physische RAM im Host. Beachten Sie, dass nicht alle Leistungsindikatoren auf Erfassungsebene 1 erfasst werden.

Tabelle 1. Datenindikatoren

Diagrammbezeichnung

Beschreibung

Aktiv

Menge des physischen Gastarbeitsspeichers, der von der virtuellen Maschine verwendet wird.

Der aktive Arbeitsspeicher wird vom statistischen Sampling des VMkernels geschätzt und repräsentiert den tatsächlichen Arbeitsspeicherbedarf der virtuellen Maschine. Der Wert basiert auf der aktuellen Arbeitslast der virtuellen Maschine.

  • Indikator: Aktiv

  • Statistiktyp: Absolut

  • Einheit: Megabyte (MB)

  • Rollup-Typ: Durchschnitt (Min/Max)

  • Erfassungsebene: 2 (4)

Balloon

Die Menge des physischen Gastarbeitsspeichers, die durch den Balloon-Treiber von der virtuellen Maschine zurückgewonnen werden kann.

  • Indikator: vmmemctl

  • Statistiktyp: Absolut

  • Einheit: Megabyte (MB)

  • Rollup-Typ: Durchschnitt (Min/Max)

  • Erfassungsebene: 1 (4)

Balloon-Ziel

Die gewünschte Menge an Arbeitsspeicher-Ballooning der virtuellen Maschine.

Das Arbeitsspeicher-Balloon-Ziel wird vom VMkernel geschätzt.

Wenn die Balloon-Zielmenge größer ist als die Balloon-Menge, vergrößert der VMkernel die Balloon-Menge, wodurch mehr Arbeitsspeicher für die virtuelle Maschine zur Verfügung steht. Wenn die Balloon-Zielmenge kleiner ist als die Balloon-Menge, verkleinert der VMkernel die Balloon-Menge, wodurch die virtuelle Maschine bei Bedarf Arbeitsspeicher freigeben kann.

  • Indikator: vmmemctltarget

  • Statistiktyp: Absolut

  • Einheit: Megabyte (MB)

  • Rollup-Typ: Durchschnitt (Min/Max)

  • Erfassungsebene: 2 (4)

Belegt

Die Menge des physischen Gastarbeitsspeichers, die von der virtuellen Maschine für den Gastarbeitsspeicher belegt wird.

Overhead-Arbeitsspeicher ist im belegten Arbeitsspeicher nicht enthalten. Enthalten sind der gemeinsam genutzte Speicher sowie Arbeitsspeicher, der möglicherweise reserviert, aber nicht tatsächlich verwendet wird.

Belegter Arbeitsspeicher = Zugeteilter Arbeitsspeicher - Eingesparter Arbeitsspeicher aufgrund von gemeinsamer Arbeitsspeichernutzung

  • Indikator: Belegt

  • Statistiktyp: Absolut

  • Einheit: Megabyte (MB)

  • Rollup-Typ: Durchschnitt (Min/Max)

  • Erfassungsebene: 1 (4)

Gemeinsam genutzt

Die Menge des physischen Gastarbeitsspeichers, die gemeinsam genutzt werden kann. Die gemeinsame Arbeitsspeichernutzung erfolgt durch die gemeinsame Nutzung transparenter Seiten.

  • Indikator: gemeinsam genutzt

  • Statistiktyp: Absolut

  • Einheit: Megabyte (MB)

  • Rollup-Typ: Durchschnitt (Min/Max)

  • Erfassungsebene: 2 (4)

Ausgelagert

Die Menge des physischen Gastarbeitsspeichers, die vom VMkernel auf die Festplatte ausgelagert wird. Dieser Datenindikator misst die Auslagerung durch den VMkernel und nicht die Auslagerung auf das Gastbetriebssystem.

Ausgelagert = Datenauslagerung – Dateneinlagerung

Anmerkung:

In manchen Fällen verdreht vMotion diese Werte, wodurch eine virtuelle Maschine mit bereits teilweise ausgelagertem Arbeitsspeicher auf einen Host transferiert wird. Dadurch kann der Auslagerungswert größer als der Wert der Datenauslagerung minus der Dateneinlagerung sein.

  • Indikator: Ausgelagert

  • Statistiktyp: Absolut

  • Einheit: Megabyte (MB)

  • Rollup-Typ: Durchschnitt (Min/Max)

  • Erfassungsebene: 2 (4)

Diagrammanalyse

Die Arbeitsspeichergröße einer virtuellen Maschine muss leicht höher sein als die durchschnittliche Arbeitsspeichernutzung auf dem Gast. Dadurch kann der Host Spitzen in der Arbeitslast bewältigen, ohne Arbeitsspeicher zwischen den Gästen auslagern zu müssen. Eine Erhöhung der Arbeitsspeichergröße der virtuellen Maschine führt zu mehr Overhead bei der Arbeitsspeichernutzung.

Wenn der Speicherplatz für die Auslagerung ausreichend ist, verursacht ein hoher Balloon-Wert keine Leistungsprobleme. Wenn allerdings die Einlagerungs- und Auslagerungswerte für den Host groß sind, verfügt der Host wahrscheinlich nicht über genügend Arbeitsspeicher, um die gestellten Anforderungen zu erfüllen.

Wenn eine virtuelle Maschine hohe Werte für das Ballooning oder die Auslagerung aufweist, überprüfen Sie die Menge des freien physischen Arbeitsspeichers auf dem Host. Ein Wert für den freien Arbeitsspeicher von 6 % oder weniger bedeutet, dass der Host die Arbeitsspeicheranforderungen nicht erfüllt. Dies führt zu Arbeitsspeicherrückforderungen und damit möglicherweise auch zu Leistungsbeeinträchtigungen. Wenn zudem die Größe des aktiven Arbeitsspeichers mit der Größe des gewährten Arbeitsspeichers übereinstimmt, ist der Bedarf an Arbeitsspeicher höher als die verfügbaren Arbeitsspeicherressourcen. Wenn der aktive Arbeitsspeicher konstant niedrig ist, ist der Arbeitsspeicher möglicherweise zu groß.

Wenn der Host über ausreichend freien Arbeitsspeicher verfügt, überprüfen Sie die Ressourcenfreigaben sowie die Reservierungs- und Grenzwerteinstellungen für die virtuellen Maschinen und Ressourcenpools auf dem Host. Stellen Sie sicher, dass die Hosteinstellungen zu den Einstellungen für die virtuellen Maschinen passen und nicht niedriger als diese sind.

Wenn nur wenig freier Arbeitsspeicher verfügbar ist oder wenn Sie Leistungseinbußen bemerken, sollten Sie die folgenden Aktionen durchführen.

Tabelle 2. Ratschläge für die Optimierung der Arbeitsspeicherleistung

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Lösung

1

Stellen Sie sicher, dass VMware Tools auf allen virtuellen Maschinen installiert sind. Der Balloon-Treiber ist mit VMware Tools installiert und entscheidend für die Leistung.

2

Stellen Sie sicher, dass der Balloon-Treiber aktiviert ist. Der VMkernel gewinnt nicht verwendeten Arbeitsspeicher der virtuellen Maschine regelmäßig durch Ballooning und Auslagerung zurück. Dies führt in der Regel nicht zu Leistungseinbußen bei der virtuellen Maschine.

3

Verringern Sie den Arbeitsspeicherplatz auf der virtuellen Maschine und ändern Sie das Cache-Volumen, falls dieses zu groß ist. Dadurch wird Arbeitsspeicher für andere virtuelle Maschinen freigegeben.

4

Wenn die Arbeitsspeicherreservierung der virtuellen Maschine auf einen Wert gesetzt ist, der viel höher ist als der Wert für ihren aktiven Arbeitsspeicher, sollten Sie die Reservierungseinstellung verringern, damit der VMkernel den nicht verwendeten Arbeitsspeicher für andere virtuelle Maschinen auf dem Host nutzen kann.

5

Migrieren Sie eine oder mehrere virtuelle Maschinen auf einen Host in einem DRS-Cluster.

6

Fügen Sie dem Host physischen Arbeitsspeicher hinzu.