vSphere enthält ein vom Benutzer konfigurierbares Subsystem für Ereignisse und Alarme. Dieses Subsystem überwacht alle vSphere-Ereignisse und speichert die Daten in Protokolldateien und der vCenter Server-Datenbank. Mithilfe dieses Subsystems können Sie außerdem die Bedingungen angegeben, zu denen die Alarme ausgelöst werden. Alarme können bei geänderten Systembedingungen dafür sorgen, dass sich der Status von milden Warnmeldungen bis hin zu ernsteren Alarmen ändert, und automatische Alarmaktionen auslösen. Diese Funktionalität ist nützlich, wenn Sie darüber informiert werden oder Sofortmassnahmen ergreifen möchten, wenn bei einem bestimmten Bestandslistenobjekt oder einer Gruppe von Objekten bestimmte Ereignisse auftreten oder Bedingungen sich ändern.

Ereignisse

Ereignisse sind Aufzeichnungen von Benutzeraktionen oder Systemaktionen, die auf Objekten in vCenter Server oder auf einem Host ausgeführt werden. Zu den Aktionen, die möglicherweise als Ereignisse aufgezeichnet werden, gehören z. B. Folgende:

  • Ein Lizenzschlüssel läuft ab

  • Eine virtuelle Maschine wird eingeschaltet

  • Ein Benutzer meldet sich bei einer virtuellen Maschine an

  • Eine Verbindung zum Host wird unterbrochen

Die Ereignisdaten enthalten Details zum Ereignis, wie z. B. der Name des Benutzers, der es generiert hat, der Zeitpunkt, zu dem es aufgetreten ist, und den Typ des Ereignisses. Es gibt drei Ereignistypen:

  • Informationen

  • Warnung

  • Fehler

Im vSphere Web Client werden Ereignisdaten auf der Registerkarte Überwachen angezeigt. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Anzeigen von Ereignissen.

Alarme

Alarme sind Benachrichtigungen, die als Reaktion auf ein Ereignis, eine Menge von Bedingungen oder den Status eines Bestandslistenobjekts aktiviert werden. Eine Alarmdefinition besteht aus den folgenden Elementen:

  • Name und Beschreibung - Bietet eine identifizierende Bezeichnung und eine Beschreibung.

  • Alarmtyp - Definiert den Typ des Objekts, der überwacht wird.

  • Auslöser - Definiert das Ereignis, die Bedingung oder den Status, der den Alarm auslöst, und definiert den Schweregrad der Benachrichtigung.

  • Toleranzschwellenwerte (Berichte) - Bietet zusätzliche Einschränkungen für die Schwellenwerte für Bedingungs- und Statusauslöser, die überschritten werden müssen, um den Alarm auszulösen. Schwellenwerte sind im vSphere Web Client nicht verfügbar.

  • Aktionen - Definiert Vorgänge, die als Reaktion auf ausgelöste Alarme auftreten. VMware stellt Sätze von vordefinierten bestandslistenobjektspezifischen Aktionen zur Verfügung.

Alarme haben die folgenden Schweregradstufen:

  • Normal – Grün

  • Warnung – Gelb

  • Alarm – Rot

Alarmdefinitionen werden mit dem aus der Bestandsliste ausgewählten Objekt verknüpft. Ein Alarm überwacht den Typ der Bestandslistenobjekte, die in ihrer Definition angegeben sind.

Sie möchten beispielsweise die CPU-Nutzung aller virtuellen Maschinen in einem bestimmten Host-Cluster überwachen. Sie können den Cluster aus der Bestandsliste auswählen und ihm eine VM-Alarm hinzufügen. Wenn aktiviert, überwacht der Alarm alle im Cluster ausgeführten virtuellen Maschinen und wird ausgelöst, wenn eine der Maschinen die im Alarm definierten Kriterien erfüllt. Wenn Sie nur eine bestimmte virtuelle Maschine im Cluster überwachen möchten, wählen Sie die virtuelle Maschine aus der Bestandsliste aus und fügen Sie ihr einen Alarm hinzu. Eine einfache Möglichkeit, dieselben Alarme für eine Gruppe von Objekten anzuwenden, besteht darin, die Objekte in einem Ordner zu platzieren und den Alarm für den Ordner zu definieren.

Anmerkung:

Sie können Alarme nur von dem Objekt aus, in dem der Alarm definiert ist, aktivieren, deaktivieren und anpassen. Wenn Sie beispielsweise einen Alarm in einem Cluster definiert haben, um virtuelle Maschinen zu überwachen, können Sie diesen Alarm nur über den Cluster aktivieren, deaktivieren oder anpassen. Sie können keinen Änderungen am Alarm einer einzelnen virtuellen Maschine vornehmen.

Alarmaktionen

Alarmaktionen sind Vorgänge, die als Reaktion auf den Auslöser auftreten. Beispielsweise können Sie festlegen, dass eine E-Mail-Benachrichtigung an einen oder mehrere Administratoren gesendet werden soll, wenn ein Alarm ausgelöst wird.

Anmerkung:

Für Standardalarme sind keine Aktionen vorkonfiguriert. Sie müssen manuell festlegen, welche Aktionen durchgeführt werden sollen, wenn das Ereignis, die Bedingung oder der Status auftreten, die den Alarm auslösen.