Erstellen Sie einen VMkernel-Adapter auf Hosts, die einem Distributed Switch zugeordnet sind, um eine Netzwerkverbindung für die Hosts bereitzustellen und den Datenverkehr für vSphere vMotion, IP-Speicher, Fault Tolerance-Protokollierung oder Virtual SAN zu regeln. Mit dem Assistenten Hosts hinzufügen und verwalten können Sie VMkernel-Adapter auf mehreren Hosts gleichzeitig erstellen.

Warum und wann dieser Vorgang ausgeführt wird

Für jeden VMkernel-Adapter sollten Sie jeweils eine verteilte Portgruppe vorsehen. Ein VMkernel-Adapter sollte nur einen Datenverkehrstyp verwalten.

Prozedur

  1. Navigieren Sie im vSphere Web Client zum Distributed Switch.
  2. Wählen Sie im Menü Aktionen die Option Hosts hinzufügen und verwalten aus.
  3. Wählen Sie Hostnetzwerk verwalten aus und klicken Sie auf Weiter.
  4. Klicken Sie auf Angeschlossene Hosts und wählen Sie aus den Hosts aus, die dem Distributed Switch zugeordnet sind.
  5. Klicken Sie auf Weiter.
  6. Wählen Sie VMkernel-Adapter verwalten aus und klicken Sie auf Weiter.
  7. Klicken Sie auf Neuer Adapter.

    Der Assistent zum Hinzufügen von Netzwerken wird geöffnet.

  8. Wählen Sie auf der Seite „Zielgerät auswählen“ des Assistenten zum Hinzufügen von Netzwerken eine verteilte Portgruppe aus.
  9. Konfigurieren Sie auf der Seite „Porteigenschaften“ die Einstellungen für den VMkernel-Adapter.

    Option

    Beschreibung

    Netzwerkbezeichnung

    Als Netzwerkbezeichnung wird die Bezeichnung der verteilten Portgruppe übernommen.

    IP-Einstellungen

    Wählen Sie IPv4, IPv6 oder beide aus.

    Anmerkung:

    Die IPv6-Option wird auf Hosts, bei denen IPv6 nicht aktiviert ist, nicht angezeigt.

    TCP/IP-Stack

    Wählen Sie in der Liste einen TCP/IP-Stack aus. Der TCP/IP-Stack, den Sie für den VMkernel-Adapter festlegen, kann später nicht mehr geändert werden. Wenn Sie den vMotion- oder den Bereitstellungs-TCP/IP-Stack auswählen, können Sie nur diese Stacks für vMotion- oder Bereitstellungsdatenverkehr auf dem Host verwenden. Alle VMkernel-Adapter für vMotion im Standard-TCP/IP-Stack werden für zukünftige vMotion-Sitzungen deaktiviert. Wenn Sie den Bereitstellungs-TCP/IP-Stack festlegen, werden VMkernel-Adapter im Standard-TCP/IP-Stack für Vorgänge mit Bereitstellungsdatenverkehr deaktiviert, wie beispielsweise Cold-Migration, Klonen und Snapshot-Migration von virtuellen Maschinen.

    Dienste aktivieren

    Für den Standard-TCP/IP-Stack auf dem Host können Dienste aktiviert werden. Zur Auswahl stehen die folgenden Dienste:

    • vMotion-Datenverkehr – Dieser Dienst ermöglicht es, dass der VMkernel-Adapter sich einem anderen Host als die Netzwerkverbindung bekannt gibt, über die vMotion-Datenverkehr gesendet wird. Die Migration mit vMotion zum ausgewählten Host ist nicht möglich, wenn der vMotion-Dienst für keinen VMkernel-Adapter im Standard-TCP/IP-Stack aktiviert ist oder wenn keine Adapter den vMotion-TCP/IP-Stack verwenden.

    • Bereitstellungsdatenverkehr. Verarbeitet die übertragenen Daten für Cold-Migration, Klonen und Snapshot-Migration von virtuellen Maschinen.

    • Datenverkehr von Fault Tolerance – Aktiviert die Fault Tolerance-Protokollierung auf dem Host. Pro Host können Sie nur einen VMkernel-Adapter für FT-Datenverkehr verwenden.

    • Verwaltungsdatenverkehr – Ermöglicht den Verwaltungsdatenverkehr für den Host und vCenter Server. Üblicherweise verfügen Hosts über einen derartigen VMkernel-Adapter, der bei der Installation der ESXi-Software erstellt wird. Sie können zum Zweck der Redundanz einen weiteren VMkernel-Adapter für Verwaltungsdatenverkehr auf dem Host erstellen.

    • vSphere Replication-Datenverkehr. Verarbeitet die ausgehenden Replizierungsdaten, die vom ESXi-Quellhost an den vSphere Replication-Server gesendet werden.

    • vSphere Replication-NFC-Datenverkehr. Verarbeitet die eingehenden Replizierungsdaten auf der Zielreplizierungssite.

    • Virtual SAN – Ermöglicht den Datenverkehr des Virtual SAN auf dem Host. Jeder Host, der Teil eines Clusters für Virtual SAN ist, muss über einen derartigen VMkernel-Adapter verfügen.

  10. Wenn Sie den vMotion-TCP/IP-Stack oder den Bereitstellungs-Stack ausgewählt haben, klicken Sie im angezeigten Warnungsdialogfeld auf OK.

    Falls bereits eine Live-Migration gestartet wurde, wird diese erfolgreich abgeschlossen, selbst wenn die beteiligten VMkernel-Adapter im Standard-TCP/IP-Stack für vMotion deaktiviert wurden. Dies gilt auch für Vorgänge mit VMkernel-Adaptern im Standard-TCP/IP-Stack, die für den Bereitstellungsdatenverkehr festgelegt sind.

  11. (Optional) : Wählen Sie auf der Seite „IPv4-Einstellungen“ eine Option zum Abrufen von IP-Adressen aus.

    Option

    Beschreibung

    IP-Einstellungen automatisch abrufen

    DHCP zum Beziehen der IP-Einstellungen verwenden. Ein DHCP-Server muss im Netzwerk vorhanden sein.

    Statische IP-Einstellungen verwenden

    Geben Sie die IPv4-Adresse und die Subnetzmaske für den VMkernel-Adapter ein.

    Das Standard-Gateway für VMkernel und die DNS-Server-Adressen für IPv4 werden vom ausgewählten TCP/IP-Stack bezogen.

  12. (Optional) : Wählen Sie auf der „Seite IPv6-Einstellungen“ eine Option zum Abrufen von IPv6-Adressen aus.

    Option

    Beschreibung

    IPv6-Adressen automatisch mittels DHCP erhalten

    Verwenden Sie DHCP zum Abrufen von IPv6-Adressen. Ein DHCPv6-Server muss im Netzwerk vorhanden sein.

    IPv6-Adressen automatisch mittels Router-Ankündigung abrufen

    Verwenden Sie die Router-Ankündigung zum Abrufen von IPv6-Adressen.

    Statische IPv6-Adressen

    1. Klicken Sie auf Hinzufügen, um eine neue IPv6-Adresse hinzuzufügen.

    2. Geben Sie die IPv6-Adresse und die Länge des Subnetzpräfixes ein und klicken Sie auf OK.

    3. Klicken Sie auf Bearbeiten, um das Standard-Gateway des VMkernels zu ändern.

    Die Adresse des Standard-Gateways für VMkernel für IPv6 wird vom ausgewählten TCP/IP-Stack bezogen.

  13. Überprüfen Sie Ihre Einstellungen auf der Seite „Bereit zum Abschließen“ und klicken Sie auf Beenden.
  14. Folgen Sie den Eingabeaufforderungen, um den Assistenten abzuschließen.