In einer auf vSphere 6.0 und höher basierten Umgebung können Knoten und Funktionen transparent über IPv6 kommunizieren. Die statische und automatische Adresskonfiguration wird unterstützt.

IPv6 in der Kommunikation zwischen vSphere-Knoten

Die Knoten in einer vSphere-Bereitstellung können über IPv6 kommunizieren und zugewiesene Adressen entsprechend der Netzwerkkonfiguration akzeptieren.

Tabelle 1. IPv6-Support der Knoten in einer vSphere-Umgebung

Verbindungstyp

IPv6-Unterstützung

Adresskonfiguration auf vSphere-Knoten

ESXi zu ESXi

Ja

  • Statisch

  • Automatisch: DHCPv6

vCenter Server-Maschine zu ESXi

Ja

  • Statisch

  • Automatisch: DHCPv6

vCenter Server-Maschine zu vSphere Web Client-Maschine

Ja

  • Statisch

  • Automatisch: DHCPv6

ESXi- zu vSphere Client-Maschine

Ja

  • Statisch

  • Automatisch: DHCPv6

Virtuelle Maschine zu virtueller Maschine

Ja

  • Statisch

  • Automatisch: DHCPv6

ESXi zu iSCSI-Speicher

Ja

  • Statisch

  • Automatisch: DHCPv6

ESXi zu NFS-Speicher

Ja

  • Statisch

  • Automatisch: DHCPv6

ESXi zu Active Directory

Nein

Verwenden Sie LDAP über vCenter Server zur Verbindung von ESXi mit der Active Directory-Datenbank

vCenter Server Appliance zu Active Directory

Nein

Verwenden Sie LDAP zur Verbindung der vCenter Server Appliance mit der Active Directory-Datenbank

IPv6-Konnektivität von vSphere-Funktionen

Bestimmte vSphere-Funktionen unterstützen IPv6 nicht:

  • Auto Deploy

    IPv6 wird von Auto Deploy nur teilweise unterstützt. Der PXE-Startvorgang ist nur über IPv4 möglich. Die weitere Kommunikation zwischen dem Auto Deploy-Server und ESXi-Hosts oder vCenter Server ist jedoch in einer reinen IPv6-Umgebung möglich.

  • vSphere DPM über Intelligent Platform Management Interface (IPMI) und Hewlett-Packard Integrated Lights-Out (iLO). vSphere 6.0 unterstützt nur Wake-On-LAN (WOL), um einen Host aus dem Standby-Modus herauszubringen.

  • Virtual Volumes

  • Virtual SAN

  • Authentication Proxy

  • NFS 4.1-Speicher mit Kerberos

    Verwenden Sie NFS 4.1 mit AUTH_SYS.

  • vSphere Management Assistant und vSphere Command-Line Interface mit Active Directory verbunden.

    Verwenden Sie LDAP, um vSphere Management Assistant oder vSphere Command-Line Interface mit der Active Directory-Datenbank zu verbinden.

IPv6-Konnektivität von virtuellen Maschinen

Virtuelle Maschinen können Daten im Netzwerk über IPv6 austauschen. vSphere unterstützt sowohl die statische als auch die automatische Zuweisung von IPv6-Adressen für virtuelle Maschinen.

Es können auch eine oder mehrere IPv6-Adressen konfiguriert werden, wenn Sie das Gastbetriebssystem einer virtuellen Maschine konfigurieren.

FQDNs und IPv6-Adressen

In vSphere sollten vollständig qualifizierte Domänennamen (FQDNs) verwendet werden, die IPv6-Adressen auf dem DNS-Server zugeordnet sind. Sie können IPv6-Adressen verwenden, wenn diese über einen gültigen FQDN auf dem DNS-Server für Reverse-Lookup verfügen.

Um vCenter Server in einer reinen IPv6-Umgebung bereitzustellen, dürfen Sie nur FQDNs verwenden.