Obwohl Speichersysteme alle Aspekte von virtuellen Volumes verwalten, haben ESXi-Hosts keinen Direktzugriff auf virtuelle Volumes auf der Speicherseite. Stattdessen verwenden ESXi-Hosts einen logischen E/A-Proxy, den so genannten Protokollendpunkt, zum Kommunizieren mit virtuellen Volumes und virtuellen Festplattendateien, die virtuelle Volumes enthalten. ESXi verwendet Protokollendpunkte zum Einrichten eines Datenpfads auf Anforderung von virtuellen Maschinen zu ihren jeweiligen virtuellen Volumes.

Jedes virtuelle Volume ist an einen speziellen Protokollendpunkt gebunden. Wenn eine virtuelle Maschine auf dem Host einen E/A-Vorgang ausführt, leitet der Protokollendpunkt die E/A zum entsprechenden virtuellen Volume. In der Regel erfordert ein Speichersystem nur sehr wenig Protokollendpunkte. Ein einzelner Protokollendpunkt kann mit Hunderten oder Tausenden von virtuellen Volumes verbunden werden.

Auf der Speicherseite konfiguriert ein Speicheradministrator Protokollendpunkte, einen oder mehrere pro Speichercontainer. Protokollendpunkte sind Teil des physischen Speicher-Fabrics und werden zusammen mit verknüpften Speichercontainern vom Speichersystem durch einen Speicheranbieter exportiert. Nachdem Sie einen Speichercontainer einem virtuellen Datenspeicher zugeordnet haben, werden Protokollendpunkte durch ESXi erkannt und im vSphere Web Client sichtbar. Protokollendpunkte können auch während der Neuprüfung eines Speichers erkannt werden.

Im vSphere Web Client sieht die Liste verfügbarer Protokollendpunkte ähnlich wie die Liste der Hostspeichergeräte aus. Sie können verschiedene Speichertransporte verwenden, um Protokollendpunkte für ESXi offenzulegen. Wenn der SCSI-basierte Transport verwendet wird, stellt der Protokollendpunkt eine durch eine T10-basierte LUN WWN definierte Proxy-LUN dar. Für das NFS-Protokoll ist der Protokollendpunkt ein Einhängepunkt, wie zum Beispiel eine IP-Adresse (oder ein DNS-Name) und ein Freigabename. Sie können Mehrfachpfade auf einem SCSI-basierten Protokollendpunkt, aber nicht auf einem NFS-basierten Protokollendpunkt konfigurieren. Unabhängig vom verwendeten Protokoll kann ein Speicherarray allerdings mehrere Protokollendpunkte zu Verfügbarkeitszwecken bereitstellen.