Der DHCP-Server muss zum Starten des ESXi-Installationsprogramms per PXE-Startvorgang die Adresse des TFTP-Servers sowie einen Zeiger auf das Verzeichnis pxelinux.0 oder gpxelinux.0 senden.

Der DHCP-Server wird von der Zielmaschine zum Abrufen einer IP-Adresse verwendet. Der DHCP-Server muss feststellen können, ob die Zielmaschine starten darf, und den Speicherort der PXELINUX-Binärdatei (die sich gewöhnlich auf einem TFTP-Server befindet) kennen. Beim Start der Zielmaschine sendet sie ein Paket über das Netzwerk, das diese Informationen anfordert, damit sie selbst starten kann. Der DHCP-Server antwortet.

ACHTUNG:

Richten Sie keinen neuen DHCP-Server ein, wenn sich bereits einer in Ihrem Netzwerk befindet. Falls mehrere DHCP-Server auf die DHCP-Anforderungen reagieren, können Maschinen falsche oder widersprüchliche IP-Adressen abrufen oder nicht die richtigen Startinformationen erhalten. Sprechen Sie mit einem Netzwerkadministrator, bevor Sie einen DHCP-Server einrichten. Zur Unterstützung bei der Konfiguration von DHCP wenden Sie sich an den Hersteller Ihres DHCP-Servers.

Viele DHCP-Server können Hosts per PXE-Startvorgang starten. Wenn Sie eine Version von DHCP für Microsoft Windows verwenden, lesen Sie die DHCP-Serverdokumentation, um zu erfahren, wie die Argumente next-server und filename an die Zielmaschine übergeben werden.

gPXE-Beispiel

In diesem Beispiel wird gezeigt, wie ein ISC DHCP-Server der Version 3.0 für das Aktivieren von gPXE konfiguriert wird.

allow booting;
allow bootp;
# gPXE options
option space gpxe;
option gpxe-encap-opts code 175 = encapsulate gpxe;
option gpxe.bus-id code 177 = string;
class "pxeclients" {
   match if substring(option vendor-class-identifier, 0, 9) = "PXEClient";
   next-server TFTP server address;
   if not exists gpxe.bus-id {
      filename "/gpxelinux.0";
   }
}
subnet Network address netmask Subnet Mask {
   range Starting IP Address Ending IP Address;
}

Wenn eine Maschine einen Startvorgang per PXE versucht, stellt der DHCP-Server eine IP-Adresse und den Speicherort der Binärdatei gpxelinux.0 auf dem TFTP-Server zur Verfügung. Die zugeordnete IP-Adresse befindet sich in dem Bereich, der im Subnetzabschnitt der Konfigurationsdatei definiert ist.

PXELINUX (ohne gPXE) Beispiel

In diesem Beispiel wird gezeigt, wie ein ISC DHCP-Server der Version 3.0 für das Aktivieren von PXELINUX konfiguriert wird.

#
# DHCP Server Configuration file.
#   see /usr/share/doc/dhcp*/dhcpd.conf.sample
#
ddns-update-style ad-hoc;
allow booting;
allow bootp;
class "pxeclients" {
   match if substring(option vendor-class-identifier, 0, 9) = "PXEClient";
   next-server xxx.xxx.xx.xx;
   filename = "pxelinux.0";
}
subnet 192.168.48.0 netmask 255.255.255.0 {
   range 192.168.48.100 192.168.48.250;
}

Wenn eine Maschine einen Startvorgang per PXE versucht, stellt der DHCP-Server eine IP-Adresse und den Speicherort der Binärdatei pxelinux.0 auf dem TFTP-Server zur Verfügung. Die zugeordnete IP-Adresse befindet sich in dem Bereich, der im Subnetzabschnitt der Konfigurationsdatei definiert ist.