Planen Sie die Konfiguration der Hosts im Virtual SAN-Cluster im Hinblick auf optimale Leistung und Verfügbarkeit.

Arbeitsspeicher und CPU

Legen Sie die Größe von Arbeitsspeicher und CPU der Hosts im Virtual SAN-Cluster anhand der folgenden Überlegungen fest.

Tabelle 1. Festlegen der Größe von Arbeitsspeicher und CPU von Virtual SAN-Hosts

Computing-Ressource

Überlegungen

Arbeitsspeicher

  • Arbeitsspeicher pro virtueller Maschine

  • Arbeitsspeicher pro Host basierend auf der erwarteten Anzahl virtueller Maschinen

  • Mindestens 32 GB Arbeitsspeicher für voll funktionsfähiges Virtual SAN mit fünf Festplattengruppen pro Host und sieben Kapazitätsgeräten pro Festplattengruppe

Hosts mit einem Arbeitsspeicher von 512 GB oder weniger können von einem USB-, SD- oder SATADOM-Gerät gestartet werden. Wenn der Arbeitsspeicher des Hosts größer als 512 GB ist, starten Sie den Host von einem SATADOM- oder Festplattengerät.

CPU

  • Sockets pro Host

  • Cores pro Socket

  • Anzahl an vCPUs basierend auf der erwarteten Anzahl virtueller Maschinen

  • Verhältnis vCPU zu Core

  • 10 % CPU-Overhead für Virtual SAN

Hostnetzwerk

Stellen Sie für Virtual SAN-Datenverkehr mehr Bandbreite bereit, um die Leistung zu verbessern.

  • Wenn Sie Hosts mit 1-GbE-Adaptern verwenden möchten, nutzen Sie Adapter ausschließlich für Virtual SAN. Planen Sie für All-Flash-Konfigurationen Hosts mit reservierten oder gemeinsam genutzten 10-GbE-Adaptern.

  • Wenn Sie 10-GbE-Adapter verwenden möchten, können diese gemeinsam mit anderen Datenverkehrstypen sowohl für Hybrid- als auch All-Flash-Konfigurationen genutzt werden.

  • Wenn ein 10-GbE-Adapter gemeinsam mit anderen Datenverkehrstypen genutzt wird, verwenden Sie einen vSphere Distributed Switch für Virtual SAN-Datenverkehr, um den Datenverkehr mithilfe von Network I/O Control und VLANs zu isolieren.

  • Erstellen Sie aus Gründen der Redundanz eine Gruppe von physischen Adaptern für Virtual SAN-Datenverkehr.

Mehrere Festplattengruppen

Eine gesamte Festplattengruppe kann ausfallen, wenn der Flash-Cache oder der Speichercontroller nicht mehr reagiert. Demzufolge erstellt Virtual SAN alle Komponenten für die ausgefallene Festplattengruppe an einer anderen Position im Cluster neu.

Die Verwendung von mehreren Festplattengruppen mit weniger Kapazität bietet die folgenden Vor- und Nachteile:

  • Vorteile

    • Die Leistung wird verbessert, da der Datenspeicher mehr zusammengeführten Cache aufweist und die E/A-Vorgänge schneller sind.

    • Das Ausfallrisiko wird auf mehrere Festplattengruppen verteilt, und die Leistung wird für den Fall von Fehlern bei Festplattengruppen verbessert, da Virtual SAN weniger Komponenten neu erstellt.

  • Nachteile

    • Die Kosten sind höher, weil zwei oder mehr Zwischenspeichergeräte benötigt werden.

    • Für die Verarbeitung von mehr Festplattengruppen ist mehr Arbeitsspeicher erforderlich.

    • Es werden mehrere Speichercontroller benötigt, um das Risiko einer einzelnen Fehlerquelle zu verringern.

Laufwerkschächte

Zur Vereinfachung der Wartung sollten Sie Hosts verwenden, deren Laufwerkschächte und PCIe-Steckplätze sich an der Vorderseite des Servergehäuses befinden.

Blade-Server und externer Speicher

Die Kapazität von Blade-Servern wird in einem Virtual SAN-Datenspeicher gewöhnlich nicht skaliert, da es eine begrenzte Anzahl von Festplattensteckplätzen gibt. Verwenden Sie zur Erweiterung der geplanten Kapazität von Blade-Servern externe Speichergehäuse. Informationen zu den unterstützten Modellen externer Speichergehäuse finden Sie im VMware-Kompatibilitätshandbuch.

Hotplug und Hot-Swap von Geräten

Den Passthrough-Modus des Speicher-Controllers können Sie für das einfache Hot-Plugging bzw. den einfachen Austausch von Magnetfestplatten und Flash-Kapazitätsgeräten auf einem Host verwenden. Wenn ein Controller im RAID 0-Modus arbeitet, müssen Sie zusätzliche Schritte ausführen, damit der Host das neue Laufwerk erkennt.