Planen und entwerfen Sie ein ausfallsicheres Upgrade. Bevor Sie versuchen, Virtual SAN zu aktualisieren, stellen Sie sicher, dass Ihre Umgebung die vSphere-Hardware- und -Softwareanforderungen erfüllt.

Voraussetzungen für das Upgrade

Berücksichtigen Sie die Aspekte, die den allgemeinen Upgradevorgang verzögern können. Richtlinien und Best Practices finden Sie in der Dokumentation zum vSphere-Upgrade.

Prüfen Sie die wichtigsten Voraussetzungen, bevor Sie ein Upgrade des Clusters auf Virtual SAN 6.2 durchführen.

Tabelle 1. Voraussetzungen für das Upgrade

Voraussetzungen für das Upgrade

Beschreibung

Software, Hardware, Treiber, Firmware und Speicher-E/A-Controller

Stellen Sie sicher, dass Software- und Hardwarekomponenten, Treiber, Firmware und Speicher-E/A-Controller, die Sie zu verwenden beabsichtigen, von Virtual SAN 6.0 und höher unterstützt werden und auf der Website des VMware-Kompatibilitätshandbuchs unter http://www.vmware.com/resources/compatibility/search.php aufgelistet sind.

Virtual SAN-Version

Stellen Sie sicher, dass Sie die neueste Version von Virtual SAN verwenden. Wenn Sie aktuell eine Beta-Version ausführen und planen, Virtual SAN auf 6.2 zu aktualisieren, schlägt Ihr Upgrade fehl. Wenn Sie ein Upgrade von einer Beta-Version durchführen, müssen Sie eine neue Bereitstellung von Virtual SAN ausführen.

Festplattenspeicher

Stellen Sie sicher, dass ausreichend Speicherplatz verfügbar ist, um das Upgrade der Softwareversion fertig zu stellen. Die Menge des benötigten Festplattenspeichers für die vCenter Server-Installation hängt von Ihrer vCenter Server-Konfiguration ab. Richtlinien zum erforderlichen Festplattenspeicher für ein vSphere-Upgrade finden Sie in der Dokumentation zum vSphere-Upgrade.

Virtual SAN-Festplattenformat

Stellen Sie sicher, dass genügend Kapazität für das Upgrade des Festplattenformats verfügbar ist. Um ein Upgrade auf das Festplattenformat auszuführen, muss der verfügbare freie Speicherplatz der benötigten Kapazität der größten Festplattengruppe entsprechen. Dieser Speicherplatz muss in anderen Festplattengruppen als den aktuell konvertierten Festplattengruppen verfügbar sein.

Angenommen, die größte Festplattengruppe in einem Cluster umfasst 10 TB physische Kapazität, aber nur 5 TB werden aktuell benötigt. Zusätzliche 5 TB Speicherplatz werden an anderer Stelle im Cluster, d. h. außerhalb der zu migrierenden Festplattengruppen, benötigt. Vergewissern Sie sich beim Upgrade des Virtual SAN-Festplattenformats, dass die Hosts sich nicht im Wartungsmodus befinden. Wird ein Mitgliedshost eines Virtual SAN-Clusters in den Wartungsmodus versetzt, wird die Clusterkapazität automatisch reduziert, weil der Speicher des Mitgliedshosts im Cluster nicht mehr bereitsteht und die Kapazität auf dem Host nicht für Daten zur Verfügung steht. Informationen zu verschiedenen Evakuierungsmodi finden Sie unter Versetzen eines Mitglieds des Clusters für Virtual SAN in den Wartungsmodus.

Virtual SAN-Hosts

Stellen Sie sicher, dass Sie die Virtual SAN-Hosts in den Wartungsmodus versetzt und die Option Zugriff sicherstellen oder Vollständige Datenmigration ausgewählt haben.

Sie können den vSphere Update Manager verwenden, um den Upgradevorgang zu automatisieren und zu testen.Wenn Sie allerdings den vSphere Update Manager zum Aktualisieren von Virtual SAN verwenden, lautet der Standardevakuierungsmodus Zugriff sicherstellen. Bei Verwendung des Modus Zugriff sicherstellen sind Ihre Daten nicht vollständig geschützt und wenn während des Upgrades von Virtual SAN ein Fehler auftritt, kann dies einen unerwarteten Datenverlust zur Folge haben. Der Modus Zugriff sicherstellen ist jedoch schneller als der Modus Vollständige Datenmigration, weil nicht alle Daten auf einen anderen Host im Cluster verschoben werden müssen. Informationen zu verschiedenen Evakuierungsmodi finden Sie unter Versetzen eines Mitglieds des Clusters für Virtual SAN in den Wartungsmodus.

Virtuelle Maschinen

Vergewissern Sie sich, dass Sie Ihre virtuellen Maschinen gesichert haben.

Empfehlungen

Berücksichtigen Sie die folgenden Empfehlungen beim Bereitstellen von ESXi-Hosts zur Verwendung mit Virtual SAN:

  • Wenn ESXi-Hosts mit einer Arbeitsspeicherkapazität von 512 GB oder weniger konfiguriert sind, verwenden Sie SATADOM-, SD-, USB- oder Festplattengeräte als Installationsmedium.

  • Wenn ESXi-Hosts mit einer Arbeitsspeicherkapazität von mehr als 512 GB konfiguriert sind, verwenden Sie eine separate Magnetfestplatte oder ein eigenes Flash-Gerät als Installationsgerät. Wenn Sie ein separates Gerät verwenden, stellen Sie sicher, dass Virtual SAN das Gerät nicht beansprucht.

  • Wenn Sie einen Virtual SAN-Host von einem SATADOM-Gerät aus starten, müssen Sie ein SLC-Gerät (Single-Level Cell) verwenden und die Größe des Startgeräts muss mindestens 16 GB betragen.