Verwenden Sie Flash-Geräte und magnetische Festplatten entsprechend den Anforderungen für Virtual SAN.

Stellen Sie sicher, dass der Cluster über genug Kapazität für die erwartete Nutzung der virtuellen Maschine verfügt und prüfen Sie die Anzahl der zu tolerierenden Fehler in der Speicherrichtlinie für die virtuellen Maschinen.

Die Speichergeräte müssen die folgenden Voraussetzungen erfüllen, damit sie von Virtual SAN beansprucht werden können:

  • Die Speichergeräte sind lokal für die ESXi-Hosts. Virtual SAN kann keine Remotegeräte beanspruchen.

  • Auf den Speichergeräten befinden sich keine Partitionsdaten.

  • Alle-Flash- und Hybrid-Festplattengruppen können nicht gleichzeitig demselben Host zugewiesen sein.

Vorbereiten von Geräten für Festplattengruppen

Jede Festplattengruppe stellt ein Flash-Zwischenspeichergerät und mindestens eine magnetische Festplatte oder ein Flash-Kapazitätsgerät bereit. Die Kapazität des Flash-Zwischenspeichergeräts muss mindestens 10 Prozent des Speichers betragen, der voraussichtlich auf dem Kapazitätsgerät verbraucht wird, und zwar ohne Replikate wie beispielsweise Spiegel.

Virtual SAN benötigt mindestens eine Festplattengruppe auf einem Host, der für einen aus mindestens drei Hosts bestehenden Cluster Speicher bereitstellt. Verwenden Sie Hosts mit einer einheitlichen Konfiguration, um Virtual SAN optimal zu nutzen.

Rohkapazität und nutzbare Kapazität

Stellen Sie eine Rohspeicherkapazität bereit, die größer als die Kapazität für virtuelle Maschinen ist, um bestimmte Fälle handhaben zu können.

  • Beziehen Sie die Größe der Flash-Zwischenspeichergeräte nicht als Kapazität mit ein. Diese Geräte tragen nicht zum Speicher bei, sondern werden als Zwischenspeicher verwendet, es sei denn, Sie haben Flash-Geräte als Speicher hinzugefügt.

  • Stellen Sie genug Speicherplatz bereit, um die in einer VM-Speicherrichtlinie festgelegte Anzahl der zu tolerierenden Fehler handhaben zu können. Ein Wert größer als 0 für die Anzahl der zu tolerierenden Fehler erhöht den Speicherplatzbedarf des Geräts. Wenn die Anzahl der zu tolerierenden Fehler gleich 1 ist, verdoppelt sich der Speicherplatzbedarf. Wenn die Anzahl der zu tolerierenden Fehler gleich 2 ist, verdreifacht sich der Speicherplatzbedarf usw.

  • Prüfen Sie, ob der Datenspeicher für Virtual SAN über genug Speicherplatz für einen Vorgang verfügt. Prüfen Sie dazu den Speicherplatz auf den einzelnen Hosts und nicht auf dem konsolidierten Virtual SAN-Datenspeicherobjekt. Beispiel: Wenn Sie einen Host entfernen, ist der gesamte freie Speicherplatz im Datenspeicher eventuell auf dem Host, den Sie entfernen, und der Cluster kann die Auslagerung auf einen anderen Host nicht ermöglichen.

  • Stellen Sie genug Speicherplatz bereit, damit ausreichend Kapazität für den Datenspeicher verfügbar ist, wenn Arbeitslasten mit schnell („thin“) bereitgestelltem Speicher beginnen, einen großen Teil des Speichers zu nutzen.

  • Stellen Sie sicher, dass der physische Speicher den erneuten Schutz und Wartungsmodus der Hosts im Virtual SAN-Cluster ermöglichen kann.

  • Berücksichtigen Sie den Virtual SAN-Overhead für den nutzbaren Speicherplatz.

    • Version 1.0 des Festplattenformats fügt zusätzlichen Overhead hinzu, normalerweise 1 GB pro Kapazitätsgerät.

    • Version 2.0 des Festplattenformats fügt zusätzlichen Overhead hinzu, normalerweise nicht mehr als 1-2 Prozent Kapazität pro Gerät.

    • Version 3.0 und höher des Festplattenformats fügt zusätzlichen Overhead hinzu, normalerweise nicht mehr als 1-2 Prozent Kapazität pro Gerät. Deduplizierung und Komprimierung mit aktivierter Software-Prüfsumme benötigt zusätzlichen Overhead von ungefähr 6,2 Prozent Kapazität pro Gerät.

Weitere Informationen zur Planung der Kapazität von Datenspeichern für Virtual SAN finden Sie unter Handbuch für VMware Virtual SAN Design und Sizing (VMware Virtual SAN Design and Sizing Guide).

Auswirkungen der Virtual SAN-Richtlinie auf die Kapazität

Die Virtual SAN-Speicherrichtlinie für virtuelle Maschinen wirkt sich auf verschiedene Weisen auf die Kapazitätsgeräte aus.

Tabelle 1. VM-Richtlinie für Virtual SAN und Rohkapazität

Aspekte des Richtlinieneinflusses

Beschreibung

Richtlinienänderungen

  • Die Anzahl der zu tolerierenden Fehler wirkt sich auf den physischen Speicherplatz aus, den Sie für virtuelle Maschinen bereitstellen müssen. Je größer die Anzahl der zu tolerierenden Fehler für höhere Verfügbarkeit ist, desto mehr Speicherplatz müssen Sie bereitstellen.

    Wenn für die Anzahl der zu tolerierenden Fehler der Wert 1 festgelegt ist, sind zwei Replikate der VMDK-Datei einer virtuellen Maschine erforderlich. Wenn die Anzahl der zu tolerierenden Fehler auf 1 gesetzt ist, sind für eine 50 GB große VMDK-Datei 100 GB Speicherplatz auf verschiedenen Hosts erforderlich. Wenn die Anzahl der zu tolerierenden Fehler auf 2 geändert wird, müssen Sie genug Speicherplatz haben, um drei Replikate der VMDK auf den Hosts im Cluster zu unterstützen, also 150 GB.

  • Bei einigen Richtlinienänderungen, z. B. durch eine neue Anzahl der Festplatten-Stripes pro Objekt, sind temporäre Ressourcen erforderlich. Virtual SAN erstellt die neuen Objekte, die von der Änderung betroffen sind, neu, und der physische Speicher muss für eine bestimmte Zeit Platz für die alten und neuen Objekte haben.

Verfügbarer Speicherplatz für neues Schützen oder den Wartungsmodus

Wenn Sie einen Host in den Wartungsmodus versetzen oder eine virtuelle Maschine klonen, kann der Datenspeicher für Virtual SAN die VM-Objekte möglicherweise nicht entfernen, obwohl er anzeigt, dass genug Speicherplatz verfügbar ist. Der Grund dafür ist, dass sich der freie Speicherplatz auf dem Host befindet, der in den Wartungsmodus versetzt wird.