Gerätetreiber optimieren Mausvorgänge und verbessern die Audio-, Grafik- und Netzwerkleistung. Wenn Sie eine benutzerdefinierte oder Neuinstallation von VMware Tools durchführen, können Sie während der Installation auswählen, welche Treiber installiert werden sollen.

Welche Treiber bei der Installation von VMware Tools installiert werden, hängt auch vom Gastbetriebssystem und VMware-Produkt ab. Ausführliche Informationen zu den Merkmalen oder Funktionen, die durch diese Treiber aktiviert werden, einschließlich Konfigurationsanforderungen, Best Practices und Leistung, finden Sie in der Dokumentation für Ihr VMware-Produkt. Die folgenden Gerätetreiber können in VMware Tools enthalten sein.

SVGA-Treiber

Dieser virtuelle Treiber ermöglicht 32-Bit-Anzeigen und eine hohe Anzeigeauflösung. Die Gesamt-Grafikleistung ist zudem bedeutend höher. Bei der Installation von VMware Tools wird der Standard-VGA-Treiber, dessen Auflösung auf 640 X 480 Pixel und 16 Farben beschränkt ist, durch den virtuellen SVGA-Treiber ersetzt.

Auf Windows-Gastbetriebssystemen mit Windows Vista oder neueren Windows-Betriebssystemen wird der VMware SVGA 3D-Treiber (Microsoft - WDDM) installiert. Dieser Treiber ist mit denselben allgemeinen Funktionen wie der SVGA-Treiber ausgestattet und bietet zusätzlich Unterstützung für Windows Aero.

SCSI-Treiber

Zum Lieferumfang gehört ein VMware Paravirtual SCSI-Treiber für die Nutzung mit paravirtualisierten SCSI-Geräten. Treiber für andere Speicheradapter werden entweder mit dem Betriebssystem geliefert oder von Drittherstellern angeboten.

Beispielsweise wird unter Windows Server 2008 standardmäßig der LSI Logic SAS-Treiber verwendet, der auf diesem Betriebssystem eine optimale Leistung gewährleistet. In diesem Fall wird der LSI Logic SAS-Treiber des Betriebssystems verwendet.

Paravirtuelle SCSI-Treiber

Dieser Treiber für VMware Paravirtual SCSI-Adapter steigert die Leistung einiger virtualisierter Anwendungen.

VMXNet-Netzwerkkartentreiber

Die Netzwerktreiber vmxnet und vmxnet3 steigern die Netzwerkleistung. Welcher Treiber verwendet wird, hängt davon ab, wie Sie die Geräteeinstellungen für die virtuelle Maschine konfigurieren. In der VMware-Knowledgebase finden Sie Informationen dazu, welche Gastbetriebssysteme diese Treiber unterstützen.

Wenn Sie VMware Tools installieren, wird der Standard-vlance-Treiber durch einen VMXNet-Netzwerkkartentreiber ersetzt.

Maustreiber

Mithilfe des virtuellen Maustreibers wird die Mausleistung verbessert. Er ist für die Verwendung mit Drittanbieter-Tools wie den Terminaldiensten von Microsoft erforderlich.

Audiotreiber

Der Audiotreiber ist für alle Windows-Gastbetriebssysteme mit 64 Bit und Windows Server 2003-, Windows Server 2008- und Windows Vista-Gastbetriebssysteme mit 32 Bit erforderlich.

Guest Introspection-Treiber

Die beiden Guest Introspection-Treiber sind der NSX File Introspection-Treiber und der Network Introspection-Treiber. Der NSX File Introspection-Treiber nutzt den Hypervisor zur Ausführung von Virenprüfungen ohne schwerfällige Agents. Diese Strategie vermeidet Ressourcenengpässe und optimiert die Arbeitsspeichernutzung. Der NSX Network Introspection-Treiber unterstützt NSX for vSphere Activity Monitoring. Sie können die beiden Treiber separat installieren. Wenn Sie VMware Tools installieren, werden die Guest Introspection-Treiber standardmäßig nicht installiert.

Treiber für die Arbeitsspeichersteuerung

Dieser Treiber ist für das Arbeitsspeicher-Ballooning erforderlich und wird für die Verwendung mit VMware vSphere empfohlen. Wenn dieser Treiber ausgeschlossen wird, behindert dies die Arbeitsspeicherverwaltungsfunktionen der virtuellen Maschine in einer vSphere-Bereitstellung.

Module und Treiber mit Unterstützung für automatische Sicherungen von virtuellen Maschinen

Wenn es sich bei dem Gastbetriebssystem um Windows Vista, Windows Server 2003 oder neuere Windows-Betriebssysteme handelt, wird ein VSS-Modul (Volume Shadow Copy Services) installiert. Für andere, ältere Windows-Betriebssystemeist der Treiber für Dateisystemsynchronisierung installiert. Diese Module ermöglichen es, dass externe Sicherungssoftware von Drittanbietern, die in vSphere integriert ist, anwendungskonsistente Snapshots erstellt. Wenn diese Snapshots erstellt werden, werden bestimmte Prozesse unterbrochen und die Festplatten der virtuellen Maschine stillgelegt.

VMCI- und VMCI Sockets-Treiber

Der Virtual Machine Communication Interface-Treiber ermöglicht eine schnelle und effiziente Kommunikation zwischen virtuellen Maschinen und den Hosts, auf denen sie ausgeführt werden. Entwickler können Client-Server-Anwendungen an die VMCI Socket-Schnittstelle (vsock-Schnittstelle) schreiben, um das virtuelle VMCI-Gerät zu nutzen.

VMware-Treiber für Linux

Die Treiber für Linux werden im Rahmen der Installation des Betriebssystems automatisch installiert. Nach der Installation des Betriebssystems müssen deshalb keine separaten Treiber installiert werden. Der Quellcode für VMware Paravirtual-Treiber und -Kernelmodule wird von VMware aktiv verwaltet, und jede Linux-Distribution, die neue Betriebssystemversionen nach sich zieht, enthält automatisch die neuesten VMware-Treiber.

VMware rät davon ab, mitgelieferte Treiber für Linux Ihrer Betriebssystemanbieter zu löschen oder zu ersetzen. Das Löschen oder Ersetzen dieser Treiber könnte später Konflikte mit Treiber-Updates verursachen. Wenden Sie sich wegen der Verfügbarkeit spezieller Treiber-Updates an Ihren Betriebssystemanbieter oder an die Betriebssystem-Community.

Informationen zur Verfügbarkeit, Wartung und Supportrichtlinie für mitgelieferte Treiber für Linux finden Sie unter http://kb.vmware.com/kb/2073804.