Der Arbeitsspeicher-Balloon-Treiber (vmmemctl) arbeitet mit dem Server zusammen, um Seiten zurückzugewinnen, die vom Gastbetriebssystem als am wenigsten wichtig eingestuft werden.

Der Treiber verwendet ein eigenes Balloon-Verfahren für die Vorhersage von Leistung, das dem Verhalten eines ursprünglichen Systems unter vergleichbaren Arbeitsspeichereinschränkungen weitestgehend entspricht. Durch dieses Verfahren wird die Arbeitsspeicherbelastung auf dem Gastbetriebssystem erhöht oder verringert, wodurch der Gast zur Verwendung seiner eigenen, nativen Arbeitsspeicherverwaltungs-Algorithmen veranlasst wird. Wenn der Arbeitsspeicher knapp ist, wird durch das Gastbetriebssystem festgelegt, welche Seiten abgerufen werden sollen, und die Seiten werden ggf. auf der eigenen virtuellen Festplatte ausgelagert.

Abbildung 1. Arbeitsspeicher-Ballooning im Gastbetriebssystem


In dieser Abbildung wird das Arbeitsspeicher-Ballooning im Gastbetriebssystem veranschaulicht.

Anmerkung:

Dem Gastbetriebssystem muss bei der Konfiguration ausreichender Auslagerungsspeicherplatz zugeteilt werden. Einige Gastbetriebssysteme weisen zusätzliche Einschränkungen auf.

Falls erforderlich, kann der durch vmmemctl abgerufene Arbeitsspeicher mithilfe des Parameters sched.mem.maxmemctl für eine spezifische virtuelle Maschine begrenzt werden. Über diese Option wird die maximale Arbeitsspeichermenge in Megabyte (MB) festgelegt, die von einer virtuellen Maschine abgerufen werden kann. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Festlegen von erweiterten Attributen von virtuellen Maschinen.