Der Überlastungsschwellenwert eines Datenspeichers ist die für den Datenspeicher maximal zulässige Latenz, die erreicht werden kann, bevor Storage I/O Control damit beginnt, den VM-Arbeitslasten ihren Anteilen entsprechend eine Wichtigkeit zuzuweisen.

Warum und wann dieser Vorgang ausgeführt wird

In den meisten Umgebungen kann die Einstellung des Schwellenwerts beibehalten werden.

ACHTUNG:

Storage I/O Control funktioniert nicht richtig, wenn Sie dieselben Spindeln auf zwei verschiedenen Datenspeichern verwenden.

Falls Sie die Einstellung für den Überlastungsschwellenwert ändern möchten, ziehen Sie dabei Folgendes in Betracht.

  • Ein höherer Wert führt in der Regel zu einem höheren Aggregatdurchsatz und zu einer schwächeren Isolation. Eine Drosselung tritt erst dann ein, wenn die durchschnittliche Latenz den Schwellenwert überschreitet.

  • Falls der Durchsatz eine größerer Bedeutung als die Latenz hat, stellen Sie den Wert nicht zu niedrig ein. Für Fibre-Channel-Festplatten kann beispielsweise ein Wert unter 20 ms den Spitzendurchsatz bei Festplatten beeinträchtigen. Ein sehr hoher Wert (mehr als 50 ms) lässt eine sehr hohe Latenz zu, möglicherweise jedoch ohne signifikanten Nutzen für den Gesamtdurchsatz.

  • Ein niedrigerer Wert führt zu kürzerer Gerätelatenz und zu stärkerer E/A-Leistungsisolation bei der virtuellen Maschine. Stärkere Isolation bedeutet, dass die Anteilsteuerung häufiger durchgeführt wird. Eine geringere Gerätelatenz bewirkt bei virtuellen Maschinen mit den höchsten Anteilen eine geringere E/A-Latenz. Dabei muss bei den virtuellen Maschinen mit geringeren Anteilen eine höhere E/A-Latenz in Kauf genommen werden.

  • Ein sehr niedriger Wert (niedriger als 20 ms) führt zu einer niedrigeren Gerätelatenz und besseren Isolation der E/As auf Kosten einer Verringerung des Gesamtdatenspeicherdurchsatzes.

  • Ein äußerst hoher oder niedriger Wert führt zu einer schlechten Isolierung.

Voraussetzungen

Überprüfen Sie, ob Storage I/O Control aktiviert ist.

Prozedur

  1. Navigieren Sie im Navigator von vSphere Web Client zum Datenspeicher.
  2. Klicken Sie auf die Registerkarte Konfigurieren und anschließend auf Einstellungen.
  3. Klicken Sie auf Allgemein.
  4. Klicken Sie auf Bearbeiten für Datenspeicherfunktionen.
  5. Wählen Sie das Kontrollkästchen Aktivieren von Storage I/O Control.

    Storage I/O Control (Speicher-E/A-Steuerung) legt automatisch den Latenz-Schwellenwert fest, der der geschätzten Latenz entspricht, wenn der Datenspeicher mit 90 % seines Spitzendurchsatzes arbeitet.

  6. (Optional) : Passen Sie den Überlastungsschwellenwert an.
    • Wählen Sie im Dropdown-Menü Prozentsatz des Spitzendurchsatzes einen Wert aus.

    Der Wert für „Prozentsatz des Spitzendurchsatzes“ zeigt den geschätzten Latenzschwellenwert an, wenn der Datenspeicher diesen Prozentsatz seines geschätzten Spitzendurchsatzes verwendet.

    • Wählen Sie im Dropdown-Menü Manuell einen Wert aus.

    Der Wert muss zwischen 5 ms und 100 ms liegen. Das Festlegen von unpassenden Überlastungsschwellenwerten wirkt sich möglicherweise negativ auf die Leistung der virtuellen Maschinen im Datenspeicher aus.

  7. (Optional) : Klicken Sie auf Auf Standardwerte zurücksetzen, um den Überlastungsschwellenwert auf den Standardwert (30 ms) zurückzusetzen.
  8. Klicken Sie auf OK.