Ein auf virtuellen Volumes basierendes Speichersystem stellt Protokollendpunkte bereit, die im physischen Speicher-Fabric erkennbar sind. ESXi-Hosts verwenden die Protokollendpunkte zum Herstellen einer Verbindung zu virtuellen Volumes im Speicher. Der Betrieb der Protokollendpunkte hängt von den Speicherprotokollen ab, die die Endpunkte für ESXi-Hosts offenlegen.

Virtual Volumes unterstützt NFS Version 3 und 4.1, iSCSI, Fibre Channel und FCoE.

Unabhängig vom verwendeten Speicherprotokoll bieten Protokollendpunkte einheitlichen Zugriff sowohl auf SAN- als auch auf NAS-Speicher. Ein virtuelles Volume, wie z. B. eine Datei auf einem anderen traditionellen Datenspeicher, wird auf einer virtuellen Maschine als SCSI-Datenträger dargestellt.

Anmerkung:

Ein Speichercontainer wird SCSI oder NAS zugewiesen und kann nicht von diesen Protokolltypen gemeinsam genutzt werden. Ein Array kann einen Speichercontainer mit SCSI-Endpunkten und einen anderen Container mit NFS-Protokollendpunkten darstellen. Eine Kombination aus SCSI- und NFS-Protokollendpunkten kann der Container nicht verwenden.

Virtual Volumes und SCSI-basierter Transport

Auf Festplatten-Arrays unterstützen virtuelle Volumes Fibre Channel-, FCoE- und iSCSI-Protokolle.

Wenn das SCSI-basierte Protokoll verwendet wird, stellt der Protokollendpunkt eine durch eine T10-basierte LUN WWN definierte Proxy-LUN dar.

Protokollendpunkte werden wie blockbasierte LUNs mithilfe von LUN-Standard-Erkennungsbefehlen erkannt. Der ESXi-Host prüft regelmäßig auf neue Geräte und erkennt asynchron blockbasierte Protokollendpunkte. Auf den Protokollendpunkt kann von mehreren Pfaden zugegriffen werden. Der Datenverkehr auf diesen Pfaden befolgt bekannte Richtlinien zur Pfadauswahl, wie dies für LUNs typisch ist.

ESXi erstellt auf SCSI-basierten Festplatten-Arrays zum Zeitpunkt der Erstellung der virtuellen Maschine ein virtuelles Volume und formatiert dieses als VMFS. Auf diesem kleinen virtuellen Volume werden alle Metadaten der virtuellen Maschine gespeichert; es wird Konfigurations-vVol genannt. Das Konfigurations-vVol fungiert als Speicher-Locator der virtuellen Maschine für vSphere.

Virtuelle Volumes auf Festplatten-Arrays unterstützen denselben Satz von SCSI-Befehlen wie VMFS und verwenden ATS als Sperrmechanismus.

Virtual Volumes und NFS-Transport

Beim NAS-Speicher stellt ein Protokollendpunkt eine NFS-Freigabe dar, die der ESXi-Host unter Verwendung der IP-Adresse oder des DNS-Namens und eines Freigabenamens mountet. Virtual Volumes unterstützt NFS Version 3 und 4.1 für den Zugriff auf den NAS-Speicher. Sowohl IPv4- als auch IPv6-Formate werden unterstützt.

Unabhängig von der verwendeten Version kann ein Speicher-Array mehrere Protokollendpunkte zu Verfügbarkeitszwecken bereitstellen.

Darüber hinaus werden mit NFS-Version 4.1 Trunking-Mechanismen eingeführt, die den Lastausgleich und das Multipathing ermöglichen.

Virtuelle Volumes auf NAS-Geräten unterstützen dieselben NFS-RPCs (Remote Procedure Calls), die von ESXi-Hosts zum Verbinden mit NFS-Mount-Punkten benötigt werden.

Auf NAS-Geräten stellt ein Konfigurations-vVol eine Verzeichnisunterstruktur dar, die einem Konfigurations‐VVolID entspricht. Das Konfigurations-vVol muss Verzeichnisse und andere Vorgänge unterstützen, die für NFS erforderlich sind.