Sie können Linux-Gastbetriebssysteme für die virtuelle Maschine anpassen, wenn Sie eine neue virtuelle Maschine von einer Vorlage bereitstellen oder eine vorhandene virtuelle Maschine klonen.

Voraussetzungen

Vergewissern Sie sich, dass alle für die Anpassung erforderlichen Anforderungen erfüllt werden. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Anforderungen für die Anpassung des Gastbetriebssystems.

Starten Sie beim Klonen einer virtuellen Maschine oder während der Bereitstellung anhand einer Vorlage den Assistenten für benutzerdefinierte Anpassungen, um die Anpassung durchzuführen.

Prozedur

  1. Wählen Sie auf der Seite „Klonoptionen auswählen“ des Assistenten Vorhandene virtuelle Maschine klonen die Option Betriebssystem anpassen aus und klicken Sie auf Weiter.
  2. Geben Sie den Computernamen des Gastbetriebssystems ein.

    Das Betriebssystem verwendet diesen Namen, um sich selbst im Netzwerk zu identifizieren. Auf Linux-Systemen wird er als der Hostname bezeichnet.

    Option

    Aktion

    Namen eingeben

    1. Geben Sie einen Namen ein.

      Der Name kann alphanumerische Zeichen und Bindestriche (-) enthalten. Er darf keine Punkte (.) oder Leerzeichen umfassen und darf nicht ausschließlich aus Ziffern bestehen. Bei Namen wird die Groß- und Kleinschreibung nicht berücksichtigt.

    2. Wählen Sie Einen numerischen Wert anfügen, um Eindeutigkeit zu gewährleisten, um die Eindeutigkeit des Namens zu gewährleisten. Diese Aktion hängt einen Bindestrich, gefolgt von einer Zahl, an den Namen der virtuellen Maschine an. Der Name wird abgeschnitten, wenn er zusammen mit dem numerischen Wert 63 Zeichen überschreitet.

    Den Namen der virtuellen Maschine verwenden

    Der Computername, den vCenter Server erstellt, ist identisch mit dem Namen der virtuellen Maschine, in der das Gastbetriebssystem ausgeführt wird. Wenn der Name aus mehr als 63 Zeichen besteht, wird er abgeschnitten.

    Einen Namen im Assistenten für das Klonen/Bereitstellen eingeben

    Der vSphere Web Client fordert Sie auf, einen Namen einzugeben, wenn das Klonen oder die Bereitstellung abgeschlossen ist.

    Namen mithilfe der mit vCenter Server konfigurierten benutzerdefinierten Anwendung generieren

    Geben Sie einen Parameter ein, der an die benutzerdefinierte Anwendung weitergegeben werden kann.

  3. Geben Sie den Domänennamen für den Computer ein und klicken Sie auf Weiter.
  4. Wählen Sie eine Zeitzone für die virtuelle Maschine aus und klicken Sie auf Weiter.
  5. Wählen Sie die Netzwerkeinstellungen für das Gastbetriebssystem aus.

    Option

    Aktion

    Typische Einstellungen

    Wählen Sie Typische Einstellungen und klicken Sie auf Weiter.

    vCenter Server konfiguriert alle Netzwerkschnittstellen von einem DHCP-Server aus und verwendet die Standardeinstellungen.

    Benutzerdefinierte Einstellungen

    1. Wählen Sie Benutzerdefinierte Einstellungen und klicken Sie auf Weiter.

    2. Klicken Sie für jede Netzwerkschnittstelle in der virtuellen Maschine auf die Schaltfläche mit dem Auslassungszeichen (...).

    3. Geben Sie die IP-Adresse und andere Netzwerkeinstellungen ein und klicken Sie auf OK.

    4. Wenn die Konfiguration aller Netzwerkschnittstellen abgeschlossen ist, klicken Sie auf Weiter.

  6. Um bei Verwendung von IPv4 die Einstellungen anzugeben, klicken Sie auf IPv4 und geben die IP-Adresse und andere Netzwerkeinstellungen ein.
  7. Für IPv6 wählen Sie IPv6 und konfigurieren die virtuelle Maschine für die Nutzung des IPv6-Netzwerks.

    Die virtuelle Maschine kann die vom Netzwerk zugewiesene IP-Adresse und die IPv6-Adressen beibehalten.

    1. Wählen Sie Den Benutzer zur Eingabe einer Adresse auffordern, wenn die Spezifikation verwendet wird. Bei dieser Option werden Sie zur Eingabe einer IPv6-Adresse aufgefordert.
    2. Wählen Sie Die folgenden IPv6-Adressen verwenden zum Auswählen einer IPv6-Adresse aus der Liste aus.
      • Klicken Sie auf das Stiftsymbol, um weitere IPv6-Adressen einzugeben. Sie können die vollständige Adresse oder eine Kurzform mit komprimierten oder weggelassenen Nullen angeben. Sie müssen mindestens eine IPv6-Adresse angeben. Sie können vorhandene Adressen bearbeiten, aber vorhandene IPv6-Adressen nicht doppelt verwenden.

      • Geben Sie das Präfix der Subnetzmaske ein. Die Länge des Präfixes muss zwischen 1 und 128 liegen, wobei 64 der Standardwert ist. Gateway ist standardmäßig aktiviert, außer bei Auswahl von IPv6 nicht verwenden.

  8. Geben Sie die DNS- und Domäneneinstellungen ein. Die Felder Primärer DNS, Sekundärer DNS und Tertiärer DNS akzeptieren sowohl IPv4- als auch IPv6-Adressen.
  9. Speichern Sie die benutzerdefinierten Optionen als .xml-Datei.
    1. Wählen Sie Diese Spezifikationen der benutzerspezifischen Anpassung zur späteren Verwendung speichern (Save this customization specification for later use) aus.
    2. Geben Sie den Dateinamen für die Spezifikation an, und klicken Sie auf Weiter.
  10. Klicken Sie auf Beenden, um Ihre Änderungen zu speichern.

Ergebnisse

Sie kehren zum Assistenten „Vorlage bereitstellen“ oder zum Assistenten Virtuelle Maschine klonen zurück. Die Anpassung wird beendet, nachdem Sie den Assistenten zum Bereitstellen von Vorlagen oder den Assistenten Virtuelle Maschine klonen abgeschlossen haben.

Wenn die neue virtuelle Maschine zum ersten Mal gestartet wird, führt das Gastbetriebssystem Finalisierungsskripts aus, um den Anpassungsvorgang abzuschließen. Die virtuelle Maschine kann während dieses Vorgangs mehrmals starten.

Wird das Gastbetriebssystem beim Starten der neuen virtuellen Maschine angehalten, müssen Sie möglicherweise Fehler korrigieren, z. B. einen falschen Produktschlüssel oder einen ungültigen Benutzernamen. Öffnen Sie die Konsole der virtuellen Maschine, um festzustellen, ob das System auf eine Eingabe von Informationen wartet.

Nächste Maßnahme

Wenn auf der neuen virtuellen Maschine beim Starten Anpassungsfehler festgestellt werden, werden diese durch den Protokollierungsmechanismus des Gastbetriebssystems gemeldet. Um die Fehler anzuzeigen, öffnen Sie die Protokolldatei /var/log/vmware-imc/toolsDeployPkg.log.