Versionshinweise zu VMware Virtual SAN 6.5

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Aktualisiert am: 10. JANUAR 2017

VMware Virtual SAN 6.5 | 15. November 2016 | ISO-Build 4564106

Überprüfen Sie, ob Erweiterungen und Updates für diese Versionshinweise zur Verfügung stehen.

Inhalt dieser Versionshinweise

Diese Versionshinweise decken die folgenden Themen ab:

Neuigkeiten

VMware Virtual SAN 6.5 enthält die folgenden neuen Funktionen und Verbesserungen:

  • iSCSI-Zieldienst. Mithilfe des Virtual SAN iSCSI-Zieldiensts können physische Arbeitslasten, die sich außerhalb des Virtual SAN-Clusters befinden, auf den Virtual SAN-Arbeitsspeicher zugreifen. Ein iSCSI-Initiator auf einem Remotehost kann Blockebenendaten an ein iSCSI-Ziel auf einem Speichergerät im Virtual SAN-Cluster übertragen.

  • Aus zwei Knoten bestehende Direktverbindung mit Trennung des Zeugendatenverkehrs. Virtual SAN 6.5 bietet Unterstützung für eine alternative VMkernel-Schnittstelle zur Kommunikation mit dem Zeugenhost in einer ausgeweiteten Clusterkonfiguration. Dank dieser Unterstützung können Sie Zeugendatenverkehr von Virtual SAN-Datenverkehr trennen und benötigen kein Routing vom Virtual SAN-Netzwerk zum Zeugenhost. Sie können die Konnektivität zum Zeugenhost in bestimmten Konfigurationen mit ausgeweitetem Cluster und aus zwei Knoten vereinfachen. In aus zwei Knoten bestehenden Konfigurationen können Sie eine oder mehrere knotenübergreifende Direktverbindungen für Virtual SAN-Datenverkehr herstellen, ohne dabei einen High-Speed-Switch einzusetzen. Die Verwendung einer alternativen VMkernel-Schnittstelle für Zeugendatenverkehr wird in ausgeweiteten Cluster-Konfigurationen unterstützt, allerdings nur, wenn sie mit demselben physischen Switch als Schnittstelle verbunden wird, der für Virtual SAN-Datenverkehr verwendet wird.

  • PowerCLI-Unterstützung. VMware vSphere PowerCLI fügt Befehlszeilenskriptunterstützung für Virtual SAN hinzu, damit Konfigurations- und Verwaltungsaufgaben automatisiert werden können. vSphere PowerCLI stellt der vSphere API eine Windows PowerShell-Schnittstelle zur Verfügung. PowerCLI enthält cmdlets zur Verwaltung von Virtual SAN-Komponenten.

  • Unterstützung für 512e-Laufwerke. Virtual SAN 6.5 unterstützt magnetische 512e-Festplattenlaufwerke (HDDs) mit einer physischen Sektorgröße von 4096 Byte. Die logische Sektorgröße emuliert jedoch eine Sektorgröße von 512 Byte.

VMware Virtual SAN Community

Über die Virtual SAN Community-Website können Sie Feedback abgeben und Hilfe zu Problemen anfordern, die bei der Verwendung von Virtual SAN auftreten.

Upgrades für diese Version

Anweisungen für das Upgrade von Virtual SAN finden Sie in der Dokumentation zu VMware Virtual SAN 6.5.

Aktualisieren des Datenträgerformats für Hosts mit begrenzter Kapazität

Während des Upgrades des Virtual SAN-Datenträgerformats wird eine Evakuierung der Datenträgergruppen durchgeführt. Die Datenträgergruppe wird entfernt und auf Version 3.0 des Datenträgerformats aktualisiert. Anschließend wird die Datenträgergruppe dem Cluster wieder hinzugefügt. Zum Evakuieren aller Datenträgergruppen für Cluster mit zwei oder drei Knoten oder Cluster ohne ausreichende Kapazität müssen Sie den folgenden RVC-Befehl verwenden, um das Datenträgerformat zu aktualisieren: vsan.ondisk_upgrade --allow-reduced-redundancy

Wenn Sie verringerte Redundanz zulassen, sind Ihre VMs während des Upgrades nicht geschützt, da bei dieser Methode die Daten nicht auf die anderen Hosts im Cluster evakuiert werden. Alle Datenträgergruppen werden entfernt, das Datenträgerformat wird aktualisiert und die Datenträgergruppen werden wieder zum Cluster hinzugefügt. Alle Objekte bleiben mit verringerter Redundanz verfügbar.

Wenn Sie während des Upgrades auf Virtual SAN 6.5 Deduplizierung und Komprimierung aktivieren, können Sie Verringerte Redundanz zulassen im vSphere Web Client auswählen.

Verwenden von VMware Update Manager mit ausgeweiteten Clustern

Die Verwendung von VMware Update Manager zur gleichzeitigen Aktualisierung von Hosts kann unter Umständen dazu führen, dass der Zeugenhost gleichzeitig mit einem der Datenhosts in einem ausgeweiteten Cluster aktualisiert wird. Konfigurieren Sie VMware Update Manager zur Vermeidung von Problemen beim Upgrade nicht für die gleichzeitige Aktualisierung eines Zeugenhosts mit den Datenhosts in einem ausgeweiteten Cluster. Aktualisieren Sie den Zeugenhost erst, wenn alle Datenhosts erfolgreich aktualisiert wurden und den Wartungsmodus verlassen haben.

Überprüfen von Fehlern bei der Integritätsprüfung während des Upgrades

Während eines Upgrades des Virtual SAN-Datenträgerformats kann die Integritätsprüfung des physischen Datenträgers und der Metadaten zwischenzeitlich fehlschlagen. Diese Fehler können auftreten, wenn der Destaging-Prozess langsam ist. Dies wird wahrscheinlich dadurch verursacht, dass Virtual SAN physische Blöcke auf den Speichergeräten zuweisen muss. Bevor Sie Maßnahmen ergreifen, überprüfen Sie den Status dieser Integritätsprüfung nach Abschluss des Zeitraums mit hoher Aktivität (beispielsweise bei mehreren Bereitstellungen virtueller Maschinen). Wenn die Integritätsprüfung weiterhin rot dargestellt wird, ist die Warnung gültig. Wenn die Integritätsprüfung grün dargestellt wird, können Sie die vorherige Warnung ignorieren. Weitere Informationen finden Sie im Knowledgebase-Artikel 2108690.

Einschränkungen

Bei einer All-Flash-Konfiguration unterstützt Virtual SAN eine Schreibpuffer-Cachegröße von maximal 600 GB pro Datenträgergruppe.

Informationen zu weiteren maximalen Grenzwerten für die Konfiguration von Virtual SAN 6.5 finden Sie in der Dokumentation Maximalwerte für die Konfiguration.

  • Bekannte Probleme

    • Neu: Begrenzte Unterstützung für verbesserte virtuelle Festplatten in Virtual SAN-Datenspeichern
      Virtual SAN 6.5 bietet keine vollständige Unterstützung für verbesserte virtuelle Festplatten in Virtual SAN-Datenspeichern. Sie stoßen unter Umständen auf folgende Probleme, wenn Sie verbesserte virtuelle Festplatten in einem Virtual SAN-Datenspeicher verwenden:

      • Der Virtual SAN-Integritätsdienst zeigt den Zustand der verbesserten virtuellen Festplatten unter Umständen nicht ordnungsgemäß an.
      • Die verwendete Kapazitätsaufschlüsselung enthält die verwendete Kapazität für verbesserte virtuelle Festplatten in der folgenden Kategorie: Andere
      • Der Systemzustand von VMs, die verbesserte virtuelle Festplatten verwenden, wird nicht ordnungsgemäß berechnet.

      Problemumgehung: Keine

    • Neu: HA-Failover tritt nicht auf, nachdem auf einer vmknic die Option „Art des Datenverkehrs“ zur Unterstützung des Zeugenverkehrs aktiviert wurde
      Wenn Sie die Option „Art des Datenverkehrs“ auf einer vmknic zur Unterstützung des Zeugenverkehrs festlegen, erkennt vSphere HA die neue Einstellung nicht automatisch. Sie müssen HA manuell deaktivieren und dann erneut aktivieren, damit die vmknic erkannt wird. Wenn Sie zuerst die vmknic und den Virtual SAN-Cluster konfigurieren und dann HA auf dem Cluster aktivieren, wird die vmknic erkannt.

      Problemumgehung: Deaktivieren Sie vSphere HA manuell auf dem Cluster und aktivieren Sie HA dann erneut.

    • Speicherübereinstimmung für im Web Client angezeigte iSCSI-Ziele und LUNs entspricht nicht ESXCLI
      Wenn Sie iSCSI-Ziele und LUNs aus ESXCLI erstellen, zeigt vSphere Web Client deren Übereinstimmungsstatus als VERALTET an, selbst wenn in der ESXCLI-Ausgabe der Status als „Übereinstimmung“ angegeben wird. Dieses Problem kann auch auftreten, wenn Sie iSCSI-Ziele und LUNs mit der Standardrichtlinie des Datenspeichers erstellen.

      Problemumgehung: Sie können die SPBM-Richtlinie im Web Client auswählen und Zielen sowie LUNs mit dem Status VERALTET zuweisen.

    • Nach dem Deaktivieren und Löschen des iSCSI-Zieldienstes verbleiben einige iSCSI-Objekte im Virtual SAN-Datenspeicher
      Falls Sie den Web Client verwenden, um alle iSCSI-Ziele und LUNs zu entfernen, und Sie den iSCSI-Zieldienst deaktivieren, ist das iSCSI-Startobjekt auch danach noch im Virtual SAN-Datenspeicher vorhanden.

      Problemumgehung: Um das iSCSI-Startobjekt und alle, mit dem iSCSI-Zieldienst verknüpften Metadaten zu löschen, führen Sie folgenden Befehl auf einem beliebigen Host im Cluster aus: esxcli vsan iscsi homeobject delete

    • iSCSI-E/A-Vorgang wird unter Umständen während eines iSCSI-Ziel-Failovers unterbrochen
      Während des iSCSI-Ziel-Failovers werden iSCSI-E/A-Vorgänge gegebenenfalls unterbrochen. Der Ausfall oder Neustart eines Hosts kann unter Umständen ein iSCSI-Ziel-Failover auslösen.

      Problemumgehung: Wiederholen Sie die Sitzung über den iSCSI-Initiator.

    • iSCSI-MCS wird nicht unterstützt
      Der Virtual SAN iSCSI-Zieldienst bietet keine Unterstützung für MCS (Multiple Connections per Session, mehrere Verbindungen pro Sitzung).

      Problemumgehung: Keine

    • Jeder iSCSI-Initiator kann iSCSI-Ziele erkennen
      Der Virtual SAN iSCSI-Zieldienst ermöglicht jedem Initiator im Netzwerk die Erkennung von iSCSI-Zielen.

      Problemumgehung: Sie können die ESXi-Hosts von iSCSI-Initiatoren isolieren, indem Sie sie in verschiedenen VLANs platzieren.

    • Bei der Überprüfung der physischen Festplattenkapazität wird in der Systemüberwachung ein negativer Wert für den freien Speicherplatz auf einer Festplatte angezeigt
      Wenn die Kapazität der Festplattengruppen in einem Virtual SAN-Cluster nahezu erschöpft ist und nur noch wenig Speicherplatz zur Verfügung steht, wird bei dieser Systemüberprüfung unter Umständen ein negativer Wert für den auf einer Festplatte verfügbaren freien Speicher angezeigt: Überwachen > Virtual SAN > Systemzustand > Physische Festplatte > Festplattenkapazität.

      Problemumgehung: Sie können die Kapazität des Virtual SAN-Clusters vergrößern, um die Menge an freiem Speicherplatz zu erhöhen.

    • Nach dem Auflösen einer Netzwerkpartition schlagen bestimmte VM-Vorgänge auf verknüpften Klon-VMs unter Umständen fehl
      Bestimmte VM-Vorgänge auf verknüpften Klon-VMs, die keine E/A innerhalb des Gastbetriebssystems erzeugen, schlagen unter Umständen fehl. Zu den Vorgängen, die gegebenenfalls fehlschlagen können, gehören das Erstellen von Snapshots oder das Anhalten der VMs. Dieses Problem kann auftreten, wenn eine Netzwerkpartition aufgelöst wird und auf den Namespace der übergeordneten Basis-VM noch nicht zugegriffen werden kann. Wenn auf den Namespace der übergeordneten VM zugegriffen werden kann, wird HA nicht darüber informiert, die VM einzuschalten.

      Problemumgehung: Schalten Sie VMs aus und wieder ein, die E/A-Vorgänge nicht aktiv ausführen.

    • Wenn Sie sich nach der Verwendung des Assistenten zum Konfigurieren von Virtual SAN vom Web Client abmelden, schlagen bestimmte Konfigurationsaufgaben unter Umständen fehl
      Der Assistent zum Konfigurieren von Virtual SAN kann mehrere Stunden benötigen, um die Konfigurationsaufgaben abzuschließen. Sie müssen beim Web Client angemeldet bleiben, bis der Assistent die Konfiguration abgeschlossen hat. Dieses Problem tritt in der Regel in Clustern mit vielen Hosts und Festplattengruppen auf.

      Problemumgehung: Wenn bestimmte Konfigurationsaufgaben fehlgeschlagen sind, führen Sie die Konfiguration erneut durch.

    • Nach der Aktivierung von Virtual SAN 6.5 über ESXCLI funktioniert die automatische Beanspruchung von Datenträgern nicht
      Wenn Sie Virtual SAN 6.5 über ESXCLI aktivieren, funktioniert die automatische Methode zur Beanspruchung von Datenträgern nicht.

      Problemumgehung: Verwenden Sie den vSphere Web Client zum Konfigurieren der automatischen Beanspruchung von Datenträgern. Sie können auch die manuelle Methode zum Beanspruchen von Datenträgern verwenden.

    • Der Assistent „Neue VM-Speicherrichtlinie erstellen“ zeigt falsche Bezeichnungen für Regeln an
      Wenn Sie den Assistenten „Neue VM-Speicherrichtlinie erstellen“ öffnen, um eine Richtlinie basierend auf Virtual SAN-Datendiensten zu definieren, wird in den zum Beschreiben der Richtlinienregeln verwendeten Bezeichnungen unter Umständen ein interner Bezeichner anstelle einer benutzerfreundlichen Bezeichnung angezeigt. So kann beispielsweise vsan.capabilitymetadata.propertymetadata.summary.replicaPreference.label anstelle von Anzahl der Festplatten-Stripes pro Objekt angezeigt werden.

      Problemumgehung: Melden Sie sich beim vSphere Web Client ab und wieder an.

    • Neue Richtlinienregeln werden auf Hosts mit älteren Versionen der ESXi-Software ignoriert
      Dieses Problem tritt unter Umständen auf, wenn Sie zwei oder mehr Virtual SAN-Cluster verwenden, wobei auf einem Cluster die aktuelle Software und auf einem anderen Cluster eine ältere Version der Software ausgeführt wird. Der vSphere Web Client zeigt Richtlinienregeln für die aktuelle Virtual SAN-Software an. Diese neuen Richtlinien werden aber auf den älteren Hosts nicht unterstützt. RAID-5/6 (Löschcodierung) – Kapazität wird beispielsweise auf Hosts unter 6.0U1 oder früherer Software nicht unterstützt. Sie können die neuen Richtlinienregeln konfigurieren und auf alle VMs und Objekte anwenden. Diese werden jedoch auf Hosts, auf denen die ältere Version der Software ausgeführt wird, ignoriert.

      Problemumgehung: Keine

    • Objekte des Snapshot-Arbeitsspeichers werden in der Übersicht zur Kapazitätsnutzung des Virtual SAN Capacity-Monitors nicht angezeigt.
      Bei VMs vor Hardwareversion 10 befindet sich der Snapshot-Arbeitsspeicher unter Vmem-Objekte in der Übersicht zur Kapazitätsnutzung.

      Problemumgehung: Erstellen Sie zur Anzeige von Objekten des Snapshot-Arbeitsspeichers in der Übersicht zur Kapazitätsnutzung VMs mit der Hardwareversion 10 oder höher.

    • Die auf der Seite „VM-Übersicht“ angegebene Speicherauslastung scheint nach dem Upgrade auf Virtual SAN 6.5 größer zu sein
      In früheren Versionen von Virtual SAN handelte es sich bei dem für die VM-Speicherauslastung angegebenen Wert um den Speicherplatz, der von einer einzelnen Kopie der Daten verwendet wurde. Wenn der Gast beispielsweise 1 GB in ein schnell bereitgestelltes Objekt mit zwei Spiegeln geschrieben hat, wurde 1 GB als Speicherauslastung angezeigt. In Virtual SAN 6.5 wird im Feld „Speicherauslastung“ der tatsächlich verwendete Speicherplatz angezeigt, einschließlich aller Kopien der Daten. Wenn der Gast also 1 GB in ein schnell bereitgestelltes Objekt mit zwei Spiegeln schreibt, werden 2 GB als Speicherauslastung angezeigt. Die angegebene Speicherauslastung auf bestimmten VMs erscheint nach dem Upgrade auf Virtual SAN 6.5 größer, der tatsächlich verbrauchte Speicherplatz hat sich aber nicht erhöht.

      Problemumgehung: Keine

    • Ein Zeugenhost kann nicht in den Wartungsmodus versetzt werden
      Wenn Sie versuchen, einen Zeugenhost in den Wartungsmodus zu versetzen, behält der Host den aktuellen Status bei und folgende Benachrichtigung wird angezeigt: Ein angegebener Parameter war nicht korrekt.

      Problemumgehung: Wenn Sie einen Zeugenhost in den Wartungsmodus versetzen, wählen Sie die Option Keine Datenmigration aus.

    • Das Verschieben des Zeugenhosts in einen ausgeweiteten Cluster und dann wieder hinaus führt zu einer Fehlkonfiguration des Clusters
      Wenn Sie den Zeugenhost in einem Virtual SAN-fähigen vCenter-Cluster platzieren, werden Sie in einem Alarm darauf hingewiesen, dass sich der Zeugenhost nicht im Cluster befinden darf. Wenn Sie den Zeugenhost jedoch aus dem Cluster entfernen, verbleibt der Cluster in einem falsch konfigurierten Status.

      Problemumgehung: Verschieben Sie den Zeugenhost aus dem ausgeweiteten Virtual SAN-Cluster und konfigurieren Sie den ausgeweiteten Cluster neu. Weitere Informationen finden Sie im Knowledgebase-Artikel 2130587.

    • Wenn in einem Cluster mit einem HA-Taktsignal-Datenspeicher eine Netzwerkpartition vorhanden ist, werden VMs in der anderen Daten-Site nicht neu gestartet
      Wird die Netzwerkverbindung zwischen der bevorzugten oder sekundären Site in einem Virtual SAN-Cluster und den anderen Sites unterbrochen, werden die VMs, die auf der Site ohne Netzwerkverbindung ausgeführt werden, nicht auf der anderen Daten-Site neu gestartet. Folgender Fehler wird unter Umständen angezeigt: vSphere HA-Failover einer virtuellen Maschine fehlgeschlagen.

      Dies ist das erwartete Verhalten für Virtual SAN-Cluster.

      Problemumgehung: Wählen Sie keinen HA-Taktsignal-Datenspeicher aus, während Sie vSphere HA auf dem Cluster konfigurieren.

    • Nicht gemountete Virtual SAN-Datenträger und -Datenträgergruppen werden im vSphere Web Client im Feld „Betriebsstatus“ als gemountet angezeigt
      Nachdem die Virtual SAN-Datenträger oder -Datenträgergruppen mit dem Befehl esxcli vsan storage disk group unmount oder vom Virtual SAN Device Monitor-Dienst in den nicht gemounteten Zustand versetzt wurden, wird im Feld „Betriebsstatus“ des vSphere Web Client fälschlicherweise der Wert Gemountet angezeigt, wenn die Datenträger ständig hohe Latenzen aufweisen.

      Problemumgehung: Verwenden Sie zum Überprüfen des Datenträgerstatus das Feld „Integrität“ anstelle des Felds „Betriebsstatus“.

    • Beim Upgrade des Datenträgerformats werden Datenträger nicht in Virtual SAN angezeigt
      Beim Upgrade des Datenträgerformats werden Datenträger, die bereits aus dem Cluster entfernt wurden, in Virtual SAN möglicherweise nicht ordnungsgemäß angezeigt. Auch auf der Benutzeroberfläche wird der Versionsstatus möglicherweise als mixed angezeigt. Dieses Anzeigeproblem tritt in der Regel nach dem manuellen Unmounten mindestens eines Datenträgers vom Cluster auf. Der Aktualisierungsvorgang wird hierdurch nicht beeinflusst. Nur die gemounteten Datenträger werden überprüft. Nicht gemountete Datenträger werden ignoriert.
    • Problemumgehung: Keine

    • Alle Virtual SAN-Cluster verwenden dieselben externen Proxy-Einstellungen
      Alle Virtual SAN-Cluster verwenden dieselben externen Proxy-Einstellungen, auch wenn Sie den Proxy auf der Clusterebene festlegen. Virtual SAN verwendet externe Proxys, um eine Verbindung zu Support Assistant, zum Programm zur Verbesserung der Kundenzufriedenheit und zur HCL-Datenbank herzustellen, wenn der Cluster keinen direkten Internetzugriff hat.

      Problemumgehung: Keine

    • Der Multicast-Leistungstest der Virtual SAN-Integritätsprüfung kann auf einem Virtual SAN-Netzwerk nicht ausgeführt werden
      In bestimmten Fällen kann der Multicast-Leistungstest je nach Routing-Konfiguration der ESXi-Hosts nicht auf dem Virtual SAN-Netzwerk ausgeführt werden.

      Problemumgehung: Verwenden Sie das Virtual SAN-Netzwerk als einzige Netzwerkeinstellung für die ESXi-Hosts und führen Sie den Multicast-Leistungstest für das Netzwerk basierend auf dieser Konfiguration durch.

      Wenn ESXi-Hosts über mehrere Netzwerkeinstellungen verfügen, können Sie auch die in diesem Beispiel aufgeführten Schritte durchführen. Angenommen, Virtual SAN wird im Netzwerk 192.168.0.0 ausgeführt.

      1. Binden Sie die Multicast-Gruppenadresse auf jedem Host an dieses Netzwerk:

        $ esxcli network ip route ipv4 add -n 224.2.3.4/32 -g 192.168.0.0?

      2. Überprüfen Sie die Routing-Tabelle

        $ esxcli network ip route ipv4 list
        default      0.0.0.0          10.160.63.253  vmk0       DHCP
        10.160.32.0  255.255.224.0    0.0.0.0        vmk0       MANUAL
        192.168.0.0  255.255.255.0    0.0.0.0        vmk3       MANUAL
        224.2.3.4    255.255.255.255  192.168.0.0    vmk3       MANUAL

      3. Führen Sie den proaktiven Multicast-Netzwerkleistungstest aus und überprüfen Sie das Ergebnis.

      4. Stellen Sie die Routing-Tabelle nach Abschluss des Tests wieder her:

        $ esxcli network ip route ipv4 remove -n 224.2.3.4/32 -g 192.168.0.0

    • Wenn die bevorzugte Site isoliert wird, ist der Zugriff auf VMs in einem ausgeweiteten Cluster nicht mehr möglich und eine Verbindung kann nur noch zum Zeugenhost hergestellt werden
      Wenn die bevorzugte Site nicht mehr verfügbar ist oder die Netzwerkverbindung zur sekundären Site und zum Zeugenhost unterbrochen wird, bildet die sekundäre Site einen Cluster mit dem Zeugenhost und führt die Speichervorgänge fort. Dies kann dazu führen, dass die Daten auf der primären Site mit der Zeit veralten. Wenn die bevorzugte Site erneut eine Verbindung zum Zeugenhost, nicht aber zur sekundären Site herstellt, verlässt der Zeugenhost den Cluster, in dem er sich befindet, und bildet einen Cluster mit der bevorzugten Site. Auf bestimmte VMs kann dann nicht mehr zugegriffen werden, da sie keinen Zugriff auf die aktuellen Daten in diesem Cluster haben.

      Problemumgehung: Bevor Sie eine erneute Verbindung zwischen der bevorzugten Site und dem Cluster herstellen, kennzeichnen Sie die sekundäre Site als bevorzugte Site. Nach erneuter Synchronisierung der Sites können Sie die Site markieren, die Sie als bevorzugte Site verwenden möchten.

    • Im Speicherbelegungsmodell des Assistenten für VM-Speicherrichtlinien werden falsche Informationen angezeigt
      Wenn auf einem oder mehreren Hosts in einem Virtual SAN-Cluster nicht die Softwareversion 6.0 Update 2 oder höher ausgeführt wird, werden bei Auswahl von RAID 5/6 als Fehlertoleranzmethode im Speicherbelegungsmodell des Assistenten für VM-Speicherrichtlinien unter Umständen falsche Informationen angezeigt.

      Problemumgehung: Aktualisieren Sie alle Hosts auf die aktuelle Softwareversion.