Stellen Sie sicher, dass der Host die Mindestanforderungen an die Hardwarekonfiguration erfüllt, die von ESXi 7.0 unterstützt werden.

Hardware- und Systemressourcen

Für die Installation bzw. das Upgrade von ESXi müssen Ihre Hardware- und Systemressourcen die folgenden Anforderungen erfüllen:

  • Unterstützte Serverplattform. Eine Liste der unterstützten Plattformen finden Sie im VMware-Kompatibilitätshandbuch unter http://www.vmware.com/resources/compatibility.
  • Für ESXi 7.0 ist ein Host mit mindestens zwei CPU-Kernen erforderlich.
  • ESXi 7.0 unterstützt eine breite Palette von x86-Prozessoren mit 64 Bit und mehreren Kernen. Eine vollständige Liste der unterstützten Prozessoren finden Sie im VMware-Kompatibilitätshandbuch unter http://www.vmware.com/resources/compatibility.
  • Für ESXi 7.0 muss das NX/XD-Bit für die CPU im BIOS aktiviert sein.
  • ESXi 7.0 benötigt mindestens 4 GB an physischem Arbeitsspeicher. Stellen Sie mindestens 8 GB RAM zum Ausführen virtueller Maschinen in typischen Produktionsumgebungen bereit.
  • Um virtuelle 64-Bit-Maschinen zu unterstützen, muss auf x64-CPUs die Unterstützung für die Hardwarevirtualisierung (Intel VT-x oder AMD RVI) aktiviert sein.
  • Ein oder mehr Gigabit oder schnellere Ethernet-Controller. Eine Liste mit unterstützten Netzwerkadaptermodellen finden Sie im VMware-Kompatibilitätshandbuch unter http://www.vmware.com/resources/compatibility.
  • ESXi 7.0 benötigt eine Startfestplatte mit mindestens 8 GB für USB- oder SD-Geräte und 32 GB für andere Gerätetypen, wie z. B. HDD, SSD oder NVMe. Ein Startgerät darf von ESXi-Hosts nicht gemeinsam genutzt werden.
  • SCSI-Festplatte oder lokale (nicht im Netzwerk befindliche) RAID-LUN mit nicht partitioniertem Bereich für die virtuelle Maschinen.
  • Serial ATA (SATA) – eine über unterstützte SAS-Controller oder unterstützte On-Board-SATA-Controller verbundene Festplatte. SATA-Festplatten werden als remote und nicht als lokal betrachtet. Diese Festplatten werden standardmäßig nicht als Scratch-Partition verwendet, da sie als remote betrachtet werden.
    Hinweis: Sie können kein SATA-CD-ROM-Gerät mit einer virtuellen Maschine auf einem ESXi-Host verbinden. Zur Verwendung des SATA-CD-ROM-Laufwerks müssen Sie den IDE-Emulationsmodus einsetzen.

Speichersysteme

Eine Liste aller unterstützten Speichersysteme finden Sie im VMware-Kompatibilitätshandbuch unter http://www.vmware.com/resources/compatibility. Informationen zu Software-Fibre-Channel über Ethernet (FCoE) finden Sie unter Installieren und Starten von ESXi mit Software FCoE.

Startanforderungen für ESXi

vSphere 7.0 unterstützt das Starten von ESXi-Hosts von der Unified Extensible Firmware Interface (UEFI) aus. Mithilfe von UEFI können Sie Systeme von Festplatten, CD-ROM-Laufwerken oder USB-Medien aus starten.

VMware Auto Deploy unterstützt den Netzwerkstart und die Bereitstellung von ESXi-Hosts mit UEFI.

ESXi kann von einer Festplatte größer als 2 TB starten, wenn die System-Firmware und die Firmware auf allen von Ihnen verwendeten Erweiterungskarten unterstützt werden. Informationen finden Sie in der Dokumentation des Anbieters.

Speicheranforderungen für die Installation von bzw. das Upgrade auf ESXi 7.0

Für die Installation von ESXi 7.0 ist ein Startgerät mit mindestens 8 GB für USB- oder SD-Geräte und 32 GB für andere Gerätetypen erforderlich. Für ein Upgrade auf ESXi 7.0 ist ein Startgerät mit mindestens 4 GB erforderlich. Beim Starten über eine lokale Festplatte (SAN oder iSCSI LUN) wird eine 32 GB-Festplatte benötigt, damit Systemspeichervolumes erstellt werden können, die eine Startpartition, Startoptionen und ein VMFS-L-basiertes ESX-OSData-Volume enthalten. Das ESX-OSData-Volume übernimmt die Rolle der /scratch-Legacy-Partition, der VM-Tools und des Core-Dump-Ziels.

Die empfohlenen Installationsoptionen für ESXi 7.0 lauten wie folgt:
  • Ein USB- oder SD-Gerät mit 8 GB und eine zusätzliche lokale Festplatte mit 32 GB. Die ESXi-Startpartitionen befinden sich auf dem USB- oder SD-Gerät, und das ESX-OSData-Volume befindet sich auf der lokalen Festplatte.
  • Eine lokale Festplatte mit mindestens 32 GB. Die Festplatte enthält die Startpartitionen und das ESX-OSData-Volume.
  • Eine lokale Festplatte mit einer Größe von 142 GB oder mehr. Die Festplatte enthält die Startpartitionen, das ESX-OSData-Volume und den VMFS-Datenspeicher.
Die ESXi 7.0-Systemspeichervolumes können bis zu 138 GB Festplattenspeicher belegen. Ein VMFS-Datenspeicher wird nur erstellt, wenn das lokale Festplattengerät über mindestens 4 GB zusätzlichen freien Speicherplatz verfügt. Um ein Startgerät mit einem lokalen VMFS-Datenspeicher gemeinsam nutzen zu können, müssen Sie eine lokale Festplatte mit einer Größe von 142 GB oder höher verwenden.

Wenn keine lokale Festplatte gefunden werden kann, wird ESXi 7.0 im herabgestuften Modus betrieben, in dem bestimmte Funktionen deaktiviert sind und sich die /scratch-Partition auf der RAM-Festplatte befindet, die mit /tmp verknüpft ist. Sie können /scratch neu konfigurieren, um eine separate Festplatte oder LUN zu verwenden. Zum Optimieren der Leistung und des Arbeitsspeichers führen Sie ESXi nicht im herabgestuften Modus aus.

Beim Upgrade auf ESXi 7.0 wird das Startgerät neu partitioniert. Die ursprünglichen Core-Dump-, Locker- und Scratch-Partitionen werden im ESX-OSData-Volume konsolidiert.

Die folgenden Ereignisse treten während der Neupartitionierung auf:
  • Wenn kein benutzerdefiniertes Core-Dump-Ziel konfiguriert ist, stellt der standardmäßige Core-Dump-Speicherort eine Datei im ESX-OSData-Volume dar.
  • Wenn der Syslog-Dienst zum Speichern von Protokollen auf der 4 GB VFAT-Scratch-Partition konfiguriert ist, werden die Protokolldateien in var/run/log auf das ESX-OSData-Volume migriert.
  • VMware Tools werden von der Locker-Partition migriert, und die Partition wird gelöscht.
  • Die Core-Dump-Partition wird gelöscht. Die auf der Scratch-Partition gespeicherten Core-Dump-Dateien der Anwendung werden gelöscht.
Hinweis: Die Wiederherstellung auf eine frühere Version von ESXi ist aufgrund des Neupartitionsprozesses des Startgeräts nicht möglich. Um nach dem Upgrade auf Version 7.0 eine frühere Version von ESXi verwenden zu können, müssen Sie vor dem Upgrade eine Sicherung des Startgeräts erstellen und das ESXi-Startgerät von der Sicherung wiederherstellen.

Aufgrund der E/A-Empfindlichkeit von USB- und SD-Geräten erstellt das Installationsprogramm nur eine VMFS-L-Locker-Partition auf diesen Geräten, um VM-Tools- und Core-Dump-Dateien zu speichern. Beim Installieren oder Upgraden auf USB- bzw. SD-Geräten versucht das Installationsprogramm, einen ESX-OSData-Bereich auf einer verfügbaren lokalen Festplatte zuzuteilen. Ein Datenspeicher wird für /scratch verwendet, wenn kein Speicherplatz verfügbar ist. Wenn keine lokale Festplatte bzw. kein lokaler Datenspeicher gefunden wird, wird /scratch auf der RAM-Festplatte abgelegt. Konfigurieren Sie /scratch nach der Installation oder dem Upgrade neu, um einen persistenten Datenspeicher zu verwenden oder eine neue Festplatte für Systemspeichervolumes hinzuzufügen.

Zum Neukonfigurieren von /scratch finden Sie weitere Informationen unter Festlegen der Scratch-Partition vom vSphere Client aus.

Obwohl ein USB- oder SD-Gerät mit 8 GB für die Minimalinstallation ausreicht, sollten Sie ein größeres Gerät verwenden. Der zusätzliche Speicherplatz wird für eine erweiterte Core-Dump-Datei verwendet. Die zusätzlichen Flash-Zellen eines hochwertigen USB-Flash-Laufwerks können die Lebensdauer der Startmedien erhöhen. Verwenden Sie ein hochwertiges USB-Flash-Laufwerk mit 32 GB oder mehr. Weitere Informationen hierzu finden Sie im Knowledgebase-Artikel http://kb.vmware.com/kb/2004784.

Bei Auto Deploy-Installationen versucht das Installationsprogramm, einen Scratch-Bereich auf einer verfügbaren lokalen Festplatte oder einem lokalen Datenspeicher zuzuteilen. Wenn keine lokale Festplatte bzw. kein lokaler Datenspeicher gefunden wird, wird die /scratch-Partition auf der RAM-Festplatte abgelegt. Konfigurieren Sie /scratch neu, um nach der Installation einen dauerhaften Datenspeicher zu verwenden.

Für Umgebungen, die über ein SAN-Gerät starten oder Auto Deploy verwenden, muss das ESX-OSData-Volume für jeden ESXi-Host auf einer separaten SAN-LUN eingerichtet werden. Wenn /scratch jedoch nicht für die Verwendung von ESX-OSData konfiguriert ist, müssen Sie keine separate LUN für /scratch pro Host zuteilen. Sie können die Scratch-Bereiche für mehrere ESXi-Hosts zusammen auf einer einzelnen LUN unterbringen. Die Anzahl der Hosts, die einer einzelnen LUN zugewiesen sind, sollten anhand der LUN-Größe und dem E/A-Verhalten der virtuellen Maschinen abgewogen werden.

ESXi 7.0-Installation auf M.2 und anderen Nicht-USB-Low-End-Flash-Medien

Im Gegensatz zu USB-Flash-Geräten erstellt das ESXi-Installationsprogramm Systemspeichervolumes und einen VMFS-Datenspeicher auf M.2 und anderen Nicht-USB-Low-End-Flash-Medien. Wenn Sie eine virtuelle Maschine bereitstellen oder eine virtuelle Maschine auf den Datenspeicher dieses Startgeräts migrieren, kann das Startgerät je nach Lebensdauer des Flash-Geräts und den Eigenschaften der Arbeitslast unter Umständen schnell abgenutzt werden. Da auch schreibgeschützte Arbeitslasten Probleme auf Low-End-Flash-Geräten verursachen können, sollten Sie ESXi nur auf Flash-Medien mit hoher Standzeit installieren.
Wichtig: Wenn Sie ESXi auf M.2 oder anderen Nicht-USB-Low-End-Flash-Medien installieren, löschen Sie sofort nach der Installation den VMFS-Datenspeicher auf dem Gerät. Weitere Informationen zum Entfernen von VMFS-Datenspeichern finden Sie in der vSphere-Speicher-Dokumentation.