Der technische Support von VMware kann eine Reihe von Dateien anfordern, um Sie bei der Beseitigung von technischen Problemen zu unterstützen. In den folgenden Abschnitten werden Skriptprozesse zum Generieren und Sammeln einiger dieser Dateien beschrieben.

Einstellen der ausführlichen Protokollierung

Sie können die Ausführlichkeit von Protokolldateien konfigurieren.

Sie können die ausführliche Protokollierung nur für vpxd-Protokolle einstellen.

Prozedur

  1. Wählen Sie Verwaltung > vCenter Server-Einstellungen.
  2. Wählen Sie Protokollierungsptionen.
  3. Wählen Sie im Popup-Menü die Option Ausführlich.
  4. Klicken Sie auf OK.

Erfassen von vSphere-Protokolldateien

Sie können vSphere-Protokolldateien in einem einzelnen Speicherort erfassen.

Sie können das Protokollpaket von dem vSphere Client herunterladen, der mit einem vCenter Server-System verbunden ist.

Prozedur

  1. Wählen Sie im Menü vSphere Client Verwaltung > Bereitstellung > Systemkonfiguration aus.
  2. Wählen Sie einen vCenter Server-Knoten aus und klicken Sie Support-Paket exportieren.
  3. Wählen Sie den Support-Pakettyp aus:
    • Vollständiges Support-Paket: Enthält Informationen zu allen Diensten.
    • Minimales Support-Paket: Enthält grundlegende Produkt- und Konfigurationsinformationen.
    • Benutzerdefiniertes Support-Paket: Enthält benutzerdefinierte Informationen. Wählen Sie eine der Manifesteigenschaften aus, um die entsprechenden Protokolldateien herunterzuladen.
  4. Klicken Sie auf EXPORTIEREN.
  5. (Optional) Sie können sich das vCenter-Protokollpaket auch mit einer anderen Methode herunterladen:
    1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die vCenter Server-Instanz und klicken Sie auf Aktionen > Systemprotokolle exportieren....
    2. Klicken Sie auf Hosts auswählen, um die ausgewählten Hostprotokolle in ein Exportpaket zu packen. Markieren Sie vCenter Server- und vSphere UI-Client-Protokolle einschließen, um optional vCenter Server- und vSphere-UI-Protokolle in das Paket aufzunehmen. Klicken Sie auf WEITER.
    3. Klicken Sie auf Protokolle auswählen, um bestimmte Systemprotokolle für den Export auszuwählen. Klicken Sie auf PROTOKOLLE EXPORTIEREN.
    Hinweis: Das Protokollpaket wird als .zip-Datei generiert. Standardmäßig werden die vpxd-Protokolle innerhalb des Pakets als TGZ-Dateien komprimiert. Zum Dekomprimieren dieser Dateien müssen Sie gunzip verwenden.

Erfassen von ESXi-Protokolldateien

Sie können alle relevanten Informationen über das ESXi-System und die Konfiguration sowie ESXi-Protokolldateien erfassen und verpacken. Anhand dieser Informationen können Probleme analysiert werden.

Prozedur

  • Führen Sie das folgende Skript in der ESXi Shell aus: /usr/bin/vm-support
    Die Ergebnisdatei weist das folgende Format auf: esx-Datum-eindeutige-xnummer.tgz

Speicherorte der ESXi-Protokolldateien

ESXi zeichnet die Hostaktivität in Protokolldateien mithilfe eines syslog-Hilfsprogramms auf.

Tabelle 1. Speicherorte der ESXi-Protokolldateien
Komponente Speicherort Zweck
Authentifizierung /var/log/auth.log Enthält alle Ereignisse, die sich auf die Authentifizierung für das lokale System beziehen.
ESXi-Hostagenten-Protokoll /var/log/hostd.log Enthält Informationen zum Agenten, mit dem der ESXi-Host und seine virtuellen Maschinen verwaltet und konfiguriert werden.
Shell-Protokoll /var/log/shell.log Enthält einen Datensatz mit allen Befehlen, die in die ESXi-Shell eingegeben wurden, und Shell-Ereignisse (z. B. Zeitpunkt der Aktivierung der Shell).
Systemmeldungen /var/log/syslog.log Enthält alle allgemeinen Protokollmeldungen und kann zur Fehlerbehebung verwendet werden. Diese Informationen befanden sich vorher in der Protokolldatei „messages“.
Protokoll des vCenter Server-Agenten /var/log/vpxa.log Enthält Informationen zu dem Agenten, der mit vCenter Server kommuniziert (wenn der Host von vCenter Server verwaltet wird).
virtuelle Maschinen Dasselbe Verzeichnis wie für die Konfigurationsdateien der jeweiligen virtuellen Maschine mit der Bezeichnung vmware.log und vmware*.log. Beispiel: /vmfs/volumes/datastore/virtual machine/vwmare.log Enthält Ereignisse der virtuellen Maschine, Informationen zum Systemausfall, den Status und die Aktivitäten von Tools, die Uhrzeitsynchronisierung, Änderungen an der virtuellen Hardware, vMotion-Migrationen, Maschinen-Klonvorgänge usw.
VMkernel /var/log/vmkernel.log Zeichnet Aktivitäten in Verbindung mit virtuellen Maschinen und ESXi auf.
VMkernel-Übersicht /var/log/vmksummary.log Wird verwendet, um die Betriebszeit und die Verfügbarkeitsstatistiken für ESXi (kommagetrennt) zu bestimmen.
VMkernel-Warnungen /var/log/vmkwarning.log Zeichnet Aktivitäten in Verbindung mit virtuellen Maschinen auf.
Schnellstart /var/log/loadESX.log Enthält alle Ereignisse bezüglich des Neustarts eines ESXi-Hosts mithilfe des Schnellstarts.
Agent der vertrauenswürdigen Infrastruktur /var/run/log/kmxa.log Zeichnet Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Client-Dienst auf dem vertrauenswürdigen ESXi-Host auf.
Schlüsselanbieterdienst /var/run/log/kmxd.log Zeichnet Aktivitäten im Zusammenhang mit dem vSphere Trust Authority-Schlüsselanbieterdienst auf.
Bestätigungsdienst /var/run/log/attestd.log Zeichnet Aktivitäten im Zusammenhang mit dem vSphere Trust Authority-Bestätigungsdienst auf.
ESX-Token-Dienst /var/run/log/esxtokend.log Zeichnet Aktivitäten im Zusammenhang mit dem vSphere Trust Authority-ESX-Token-Dienst auf.
ESX-API-Weiterleitung /var/run/log/esxapiadapter.log Zeichnet Aktivitäten im Zusammenhang mit der vSphere Trust Authority-API-Weiterleitung auf.

Konfigurieren der Protokollfilterung auf ESXi-Hosts

Mithilfe der Protokollfilterung können Sie die Protokollierungsrichtlinie des Syslog-Diensts ändern, der auf einem ESXi-Host ausgeführt wird. Sie können Protokollfilter erstellen, um die Anzahl doppelter Einträge in den ESXi-Protokollen zu reduzieren und bestimmte Protokollereignisse komplett auf die Sperrliste zu setzen.

Protokollfilter betreffen alle Protokollereignisse, die vom vmsyslogd-Daemon des ESXi-Hosts verarbeitet werden, und zwar unabhängig davon, ob sie in einem Protokollverzeichnis oder auf einem Remote-Syslog-Server aufgezeichnet werden.

Wenn Sie einen Protokollfilter erstellen, legen Sie eine maximale Anzahl von Protokolleinträgen für die Protokollmeldungen fest. Die Nachrichtenprotokolle werden von mindestens einer Systemkomponente generiert, die mit einem angegebenen Ausdruck übereinstimmt. Sie müssen die Protokollfilterungsfunktion aktivieren und den Syslog-Daemon erneut laden, um die Protokollfilter auf dem ESXi-Host zu aktivieren.
Wichtig: Wenn der Umfang der Protokollierungsinformationen limitiert wird, wird die Fähigkeit eingeschränkt, potenzielle Systemfehler ordnungsgemäß zu beheben. Wenn nach Erreichen der maximalen Anzahl von Protokolleinträgen eine Protokollrotation erfolgt, verlieren Sie möglicherweise alle Instanzen einer gefilterten Nachricht.

Prozedur

  1. Melden Sie sich bei der ESXi-Shell als Root-Benutzer an.
  2. Fügen Sie in der Datei /etc/vmware/logfilters den folgenden Eintrag hinzu, um einen Protokollfilter zu erstellen.
    numLogs | ident | logRegexp
    wobei:
    • numLogs legt die maximale Anzahl von Protokolleinträgen für die angegebenen Protokollmeldungen fest. Nach Erreichen dieses Werts werden die angegebenen Protokollmeldungen gefiltert und ignoriert. Verwenden Sie den Wert 0, um alle angegebenen Protokollmeldungen zu filtern und zu ignorieren.
    • ident gibt eine oder mehrere Systemkomponenten an, um den Filter auf die Protokollmeldungen anzuwenden, die von diesen Komponenten generiert werden. Informationen zu den Systemkomponenten, die Protokollmeldungen generieren, finden Sie in den Werten der idents-Parameter in den Syslog-Konfigurationsdateien. Die Dateien befinden sich im Verzeichnis /etc/vmsyslog.conf.d. Verwenden Sie eine kommagetrennte Liste, um einen Filter auf mehrere Systemkomponenten anzuwenden. Verwenden Sie *, um einen Filter auf alle Systemkomponenten anzuwenden.
    • logRegexp bezeichnet eine Zeichenfolge unter Beachtung der Groß-/Kleinschreibung mit Python-Syntax für reguläre Ausdrücke, um die Protokollmeldungen anhand ihres Inhalts zu filtern.
    Beispiel: Um einen Grenzwert von maximal zwei Protokolleinträgen von der hostd-Komponente für Meldungen festzulegen, die dem Ausdruck SOCKET connect failed, error 2: No such file or directory mit einer beliebigen Fehlerzahl entsprechen, fügen Sie den folgenden Eintrag hinzu:
    2 | hostd | SOCKET connect failed, error .*: No such file or directory
    Hinweis: Eine Zeile, die mit # beginnt, bezeichnet einen Kommentar. Die restliche Zeile wird in diesem Fall ignoriert.
  3. Fügen Sie in der Datei /etc/vmsyslog.conf den folgenden Eintrag hinzu, um die Protokollfilterungsfunktion zu aktivieren.
    enable_logfilters = true
  4. Führen Sie den Befehl esxcli system syslog reload aus, um den Syslog-Daemon erneut zu laden und die Konfigurationsänderungen anzuwenden.

Deaktivieren der Komprimierung für vpxd-Protokolldateien

Standardmäßig werden vpxd-Protokolldateien von vCenter Server zusammengefasst und in .gz-Dateien komprimiert. Sie können diese Einstellung deaktivieren, sodass die vpxd-Protokolle nicht komprimiert werden.

Prozedur

  1. Melden Sie sich über vSphere Client bei vCenter Server an.
  2. Wählen Sie Verwaltung > vCenter Server-Einstellungen.
  3. Klicken Sie auf Erweiterte Einstellungen.
  4. Geben Sie im Textfeld Schlüssel die Zeichenfolge log.compressOnRoll ein.
  5. Geben Sie im Textfeld Wert die Zeichenfolge false ein.
  6. Klicken Sie auf Hinzufügen und anschließend auf OK.

ESXi-VMkernel-Dateien

Wenn der VMkernel ausfällt, wird eine Fehlermeldung angezeigt, und die virtuelle Maschine wird anschließend neu gestartet. Wenn Sie beim Konfigurieren der virtuellen Maschine eine VMware-Core-Dump-Partition angegeben haben, generiert der VMkernel zusätzlich einen Core-Dump und ein Fehlerprotokoll.

Schwerwiegendere Probleme im VMkernel können dazu führen, dass der Computer ohne Anzeige einer Fehlermeldung nicht mehr reagiert und keinen Core-Dump erstellt.