Machen Sie sich mit der Ausführung eines Konsolenbefehls in ESXi vertraut, um virtuelle SR-IOV-Funktionen in einem physischen Adapter zu Fehlerbehebungszwecken oder zur direkten Konfiguration von Hosts zu erstellen.

Sie können virtuelle SR-IOV-Funktionen auf dem Host erstellen, indem Sie entsprechend der Treiberdokumentation den Netzwerkkarten-Treiberparameter für virtuelle Funktionen anpassen.

Voraussetzungen

Installieren Sie das vCLI-Paket, stellen Sie die virtuelle Maschine von vSphere Management Assistant (vMA) bereit oder verwenden Sie die ESXi Shell. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Erste Schritte mit ESXCLI.

Prozedur

  1. Um virtuelle Funktionen durch die Einstellung des Parameters für virtuelle Funktionen des Netzwerkkartentreibers zu erstellen, führen Sie auf der Befehlszeile den Befehl esxcli system module parameters set aus.
    esxcli system	module parameters set -m driver -p vf_param=w,x,y,z

    Hierbei ist driver der Name des Netzwerkkartentreibers und vf_param der treiberspezifische Parameter zum Erstellen der virtuellen Funktion.

    Sie können mit einer kommagetrennten Liste Werte für den Parameter vf_param setzen, wobei jeder Eintrag die Anzahl der virtuellen Funktionen für einen Port angibt. Der Wert 0 bedeutet, dass SR-IOV für diese physische Funktion nicht aktiviert wird.

    Wenn Sie zwei Dual-Port-Netzwerkkarten haben, können Sie den Wert auf w,x,y,z festlegen, wobei w, x, y und z die Anzahl der virtuellen Funktionen ist, die Sie für einen einzelnen Port aktivieren möchten. Um beispielsweise 30 virtuelle Funktionen zu erstellen, die auf zwei Dual-Port-Karten von Intel unter Verwendung des ixgbe-Treibers verteilt werden, führen Sie folgenden Befehl für den ixgbe-Treiber und den Parameter max_vfs aus:
    esxcli system module parameters set -m ixgbe -p max_vfs=0,10,10,10
    
  2. Starten Sie den Host neu, um die virtuellen Funktionen zu erstellen.

Nächste Maßnahme

Weisen Sie eine virtuelle Funktion über den SR-IOV-Passthrough-Netzwerkadaptertyp einer virtuellen Maschine zu. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Zuweisen einer virtuellen Funktion als SR-IOV-Passthrough-Adapter zu einer virtuellen Maschine.