Konfigurieren Sie Erfassungsintervalle für Statistiken, um das Verfahren zum Aufzeichnen von statistischen Daten festzulegen. Sie können über Befehlszeilen-Überwachungsdienstprogramme oder durch die Ansicht von Leistungsdiagrammen im vSphere Client auf die gespeicherten statistischen Informationen zugreifen.

Konfigurieren von Intervallen für die Statistikerfassung im vSphere Client

Über Intervalle für die Statistikerfassung werden die Häufigkeit, mit der statistische Abfragen durchgeführt werden, sowie der Zeitraum, für den statistische Daten in der Datenbank gespeichert werden, und der erfasste Typ der statistischen Daten festgelegt. Sie können die erfassten Statistiken über die Leistungsdiagramme im vSphere Client oder über die Überwachungsdienstprogramme anzeigen, die in der Befehlszeile ausgeführt werden.

Hinweis: Es sind nicht alle Intervallattribute konfigurierbar.

Voraussetzungen

Erforderliche Berechtigung: Leistung.Intervalle ändern

Prozedur

  1. Navigieren Sie im vSphere Client zur vCenter Server-Instanz.
  2. Wählen Sie die Registerkarte Konfigurieren aus.
  3. Wählen Sie unter Einstellungen die Option Allgemein aus.
  4. Klicken Sie auf Bearbeiten.
  5. Um ein Statistikintervall zu aktivieren oder zu deaktivieren, aktivieren bzw. deaktivieren Sie das Kontrollkästchen für dieses Intervall.
  6. Um einen Attributwert eines Statistikintervalls zu ändern, wählen Sie im Dropdown-Menü einen Wert aus.
    1. Wählen Sie unter Intervalldauer das Zeitintervall aus, in dem die statistischen Daten erfasst werden.
    2. Wählen Sie im Feld Speichern für aus, wie lange die archivierten Statistiken in der Datenbank aufbewahrt werden.
    3. Wählen Sie unter Statistikebene eine neue Ebene für die Erfassung von Statistiken aus.
      Je niedriger die Ebene ist, desto weniger statistische Leistungsindikatoren werden verwendet. Ebene 4 verwendet alle Statistikzähler. Es ist empfehlenswert, diese Ebene nur für das Debuggen auszuwählen.

      Die Statistikebene muss dem für das vorangegangene Statistikintervall festgelegten Wert für die Statistikebene entsprechen oder darunter liegen. Bei dieser Anforderung handelt es sich um eine vCenter Server-Abhängigkeit.

  7. (Optional) Schätzen Sie für „Datenbankgröße“ die Auswirkungen der Statistikeinstellungen auf die Datenbank ein.
    1. Geben Sie die Anzahl für Physische Hosts ein.
    2. Geben Sie die Anzahl für Virtuelle Maschinen ein.
      Der geschätzte erforderliche Speicherplatz und die Anzahl an erforderlichen Datenbankzeilen wird berechnet und angezeigt.
    3. Nehmen Sie bei Bedarf Änderungen an den Einstellungen für die Statistikerfassung vor.
  8. Klicken Sie auf Speichern.

Beispiel: Beziehungen zwischen den Standardeinstellungen für Statistikintervalle

  • Stichproben, die alle 5 Minuten erfasst und für einen Tag gespeichert werden.
  • Stichproben, die alle 30 Minuten erfasst und für eine Woche gespeichert werden.
  • Stichproben, die alle 2 Stunden erfasst und für einen Monat gespeichert werden.
  • Stichproben, die an einem Tag erfasst und für ein Jahr gespeichert werden.

Für alle Statistikintervalle gilt die Standardebene 1. Verwendet werden die Zähler „Clusterdienste“, „CPU“, „Festplatte“, „Arbeitsspeicher“, „Netzwerk“, „System“ und „VM-Vorgänge“.

Datenerfassungsebenen

Jedes Erfassungsintervall hat eine Standarderfassungsebene, die festlegt, welche Menge an Daten gesammelt werden und welche Leistungsindikatoren in Diagrammen angezeigt werden können. Erfassungsebenen werden auch als Statistikebenen bezeichnet.

Tabelle 1. Statistikebenen
Level Metriken Best Practice
Ebene 1
  • Clusterdienste (VMware Distributed Resource Scheduler) – alle Metriken
  • CPU – CPU-Reservierungen, MHz (Gesamt), Nutzung (Durchschnitt), MHz-Nutzung
  • Festplatte – Kapazität, maximale Gesamtlatenz, bereitgestellt, nicht freigegeben, Nutzung (Durchschnitt), verwendet
  • Arbeitsspeicher – Belegt, Arbeitsspeicherreservierungen, Overhead, Datenabrufrate bei Einlagerung, Auslagerungsrate, verwendeter Auslagerungsspeicher, MB (Gesamt), Nutzung (Durchschnitt), vmmemctl (Balloon), Gesamtbandbreite (DRAM oder PMem)
  • Netzwerk – Nutzung (Durchschnitt), IPv6
  • System – Taktsignal, Betriebszeit
  • Betriebsvorgänge virtueller Maschinen – numChangeDS, numChangeHost, numChangeHostDS

Verwendung für Langzeit-Leistungsüberwachung, wenn Gerätestatistiken nicht erforderlich sind.

Ebene 1 ist die standardmäßige Erfassungsebene für alle Erfassungsintervalle.

Ebene 2
  • Metriken der Ebene 1
  • CPU – im Leerlauf, reservierte Kapazität
  • Festplatte – alle Metriken, mit Ausnahme der Anzahl der Lesevorgänge und der Schreibvorgänge.
  • Arbeitsspeicher – Alle Metriken, mit Ausnahme des verwendeten Arbeitsspeichers, Rollup-Maximalwerte und -Minimalwerte, Lese- oder Schreiblatenz (DRAM oder PMem).
  • Betriebsvorgänge virtueller Maschinen – alle Metriken
Verwendung für Langzeit-Leistungsüberwachung, wenn Gerätestatistiken nicht erforderlich sind, Sie jedoch nicht nur die grundlegenden Statistiken erstellen möchten.
Ebene 3
  • Metriken der Ebene 1 und der Ebene 2
  • Metriken für alle Indikatoren, mit Ausnahme der Rollup-Mindestwerte und -Maximalwerte.
  • Gerätemetriken

Verwendung für Kurzzeit-Leistungsüberwachung, nachdem Probleme aufgetreten oder wenn Gerätestatistiken erforderlich sind.

Ebene 4 Alle vom vCenter Server unterstützten Metriken, auch für jene mit maximalen und minimalen Rollup-Werten.

Verwendung für Kurzzeit-Leistungsüberwachung, nachdem Probleme aufgetreten oder wenn Gerätestatistiken erforderlich sind.

Hinweis:

Wenn die Statistikebenen (Ebene 3 oder Ebene 4) über den Standardwert hinaus verwendet werden, kann dies dazu führen, dass es bei einem bestimmten vpxd-Prozess zu Speicherzuwächsen kommt, wenn die Statistikinformationen nicht so schnell wie erforderlich in der Datenbank gespeichert werden können. Wenn der Nutzungsgrenzwert dieser Statistikebenen nicht genau überwacht wird, kann dies zu übermäßigen Speicherzuwächsen beim vpxd-Dienst und somit zu einem Systemabsturz führen.

Für den Fall, dass der Administrator eine dieser Ebenen anhebt, muss der Administrator die Größe des vpxd-Prozesses überwachen und sicherstellen, dass nach der Änderung kein grenzenloses Wachstum stattfindet.