Wenn Sie einen statusbehafteten Dienst auf einem Supervisor aktivieren, erstellt die vSAN Data Persistence-Plattform Standardspeicherrichtlinien und entsprechende Speicherklassen und weist sie dem Dienst-Namespace zu. Die Richtlinien gelten für vSAN Shared-Nothing-Architektur (SNA)- und vSAN Direct-Datenspeicher. Anstelle der Standardeinstellung können Sie benutzerdefinierte Speicherrichtlinien erstellen.

Befolgen Sie bei der Entscheidung darüber, welcher Datenspeichertyp verwendet werden soll, die folgenden allgemeinen Empfehlungen:
  • Verwenden Sie vSAN Direct, wenn Sie einen dedizierten Hardware-Cluster für die cloudnativen Shared Nothing-Dienste erstellen.
  • Verwenden Sie vSAN mit SNA, wenn Sie möchten, dass die cloudnative statusbehaftete Anwendung die physische Infrastruktur mit anderen regulären VMs oder Kubernetes-Arbeitslasten gemeinsam nutzen soll. Jede Arbeitslast kann ihre eigene Speicherrichtlinie definieren und das Beste aus beidem über einen einzelnen Cluster abrufen.

Weitere Informationen finden Sie unter Shared Nothing-Speicher für vSphere.

Nachdem Sie die Richtlinie erstellt haben, können Sie sie dem Namespace zuweisen, in dem Ihr zustandsabhängiger Dienst ausgeführt wird. Informationen hierzu finden Sie unter Erstellen und Konfigurieren eines vSphere-Namespace.

Erstellen einer vSAN Direct-Speicherrichtlinie

Wenn Sie vSAN Direct verwenden, erstellen Sie eine Speicherrichtlinie, die mit einem Supervisor-Namespace verwendet werden soll. In dem Namespace, den Sie mit dieser Speicherrichtlinie verknüpfen, können Sie Arbeitslasten ausführen, die mit vSAN Direct kompatibel sind, z. B. statusbehaftete Dienste oder Instanzspeicher-VMs.

Prozedur

  1. Öffnen Sie im vSphere Client den Assistenten VM-Speicherrichtlinie erstellen.
    1. Klicken Sie auf der Startseite auf Richtlinien und Profile.
    2. Klicken Sie unter Richtlinien und Profile auf VM-Speicherrichtlinien.
    3. Klicken Sie auf Erstellen.
  2. Geben Sie den Richtliniennamen und eine Beschreibung ein.
    Option Aktion
    vCenter Server Wählen Sie die vCenter Server-Instanz aus.
    Name Geben Sie den Namen der Speicherrichtlinie ein.
    Beschreibung Geben Sie die Beschreibung der Speicherrichtlinie ein.
  3. Aktivieren Sie auf der Seite Richtlinienstruktur unter Datenspeicherspezifische Regeln Regeln für die Platzierung des vSAN Direct-Speichers.
  4. Legen Sie vSAN Direct auf der Seite vSAN Direct-Regeln als Speicherplatzierungstyp fest.
  5. Überprüfen Sie auf der Seite Speicherkompatibilität die Liste der vSAN Direct-Datenspeicher, die mit dieser Richtlinie übereinstimmen.
  6. Überprüfen Sie auf der Seite Überprüfen und beenden die Einstellungen der Speicherrichtlinie und klicken Sie auf Beenden.
    Um Änderungen an Einstellungen vorzunehmen, klicken Sie auf Zurück, um wieder zur entsprechenden Seite zu wechseln.

vSAN SNA-Speicherrichtlinie erstellen

Wenn Sie vSAN mit der vSAN Data Persistence-Plattform verwenden, können Sie eine vSAN Shared Nothing Architecture (SNA) für die Verwendung mit dem Namespace erstellen, in dem zustandsabhängige Dienste ausgeführt werden.

Prozedur

  1. Öffnen Sie im vSphere Client den Assistenten VM-Speicherrichtlinie erstellen.
    1. Klicken Sie auf der Startseite auf Richtlinien und Profile.
    2. Klicken Sie unter Richtlinien und Profile auf VM-Speicherrichtlinien.
    3. Klicken Sie auf Erstellen.
  2. Geben Sie den Richtliniennamen und eine Beschreibung ein.
    Option Aktion
    vCenter Server Wählen Sie die vCenter Server-Instanz aus.
    Name Geben Sie den Namen der Speicherrichtlinie ein, z. B. Beispiel SNA Thick.
    Beschreibung Geben Sie die Beschreibung der Speicherrichtlinie ein.
  3. Aktivieren Sie auf der Seite Richtlinienstruktur unter Datenspeicherspezifische Regeln Regeln für die Platzierung des vSAN-Speichers.
  4. Klicken Sie auf der Seite vSAN auf die Registerkarte Verfügbarkeit und wählen Sie die folgenden Werte aus. Die Werte gelten nur für SNA-Arbeitslasten auf der vSAN Data Persistence-Plattform. Sie können nicht für die Bereitstellung von VM-Arbeitslasten verwendet werden.
    Option Bezeichnung
    Option Wert
    Ausfalltoleranz von Site Keine – Standardcluster
    Hinweis: Die vSAN Data Persistence-Plattform unterstützt nur Standardcluster.
    Zu tolerierende Ausfälle Keine Datenredundanz mit Hostaffinität
    Für SNA-Arbeitslasten erzwungenes Thick Provisioning ist als Wert für die Objektspeicherplatzreservierung auf der Registerkarte Erweiterte Richtlinienregeln ausgewählt. Sie können diesen Wert nicht ändern.
  5. Überprüfen Sie auf der Seite Speicherkompatibilität die Liste der vSAN-Datenspeicher, die mit dieser Richtlinie übereinstimmen.
  6. Überprüfen Sie auf der Seite Überprüfen und beenden die Einstellungen der Speicherrichtlinie und klicken Sie auf Beenden.
    Um Änderungen an Einstellungen vorzunehmen, klicken Sie auf Zurück, um wieder zur entsprechenden Seite zu wechseln.