Die Zertifikatsauthentifizierung lässt sich über die Verzeichnisverwaltungs-Funktion der vRealize Automation-Verwaltungskonsole aktivieren und konfigurieren.

Vorbereitungen

  • Abrufen des Root-Zertifikats und der Zwischen-Zertifikate von der Zertifizierungsstelle (CA), die die Zertifikate der Benutzer signiert hat.

  • (Optional) Eine OID-Liste (Objektkennungsliste) der gültigen Zertifikatsrichtlinien für die Zertifikatsauthentifizierung.

  • Für Sperrprüfungen: den Datei-Speicherort der Zertifikatswiderrufsliste und die URL des OCSP-Servers.

  • (Optional) Speicherort des OCSP-Antwortsignaturzertifikats.

  • Inhalt des Zustimmungsformulars, wenn vor der Authentifizierung ein Zustimmungsformular angezeigt werden muss.

Prozedur

  1. Navigieren Sie als Mandantenadministrator zu Administration > Verzeichnisverwaltung > Konnektoren.
  2. Wählen Sie auf der Seite „Konnektoren“ den Worker-Link für den Connector aus, der konfiguriert wird.
  3. Klicken Sie auf Authentifizierungsadapter und dann auf CertificateAuthAdapter.

    Sie werden auf die Anmeldeseite des Identity Managers umgeleitet.

  4. Konfigurieren Sie die Seite „Zertifikat-Authentifizierungsadapter“.
    Anmerkung:

    Mit einem Sternchen wird angezeigt, dass die Informationen erforderlich sind.

    Option

    Beschreibung

    *Name

    Der Name ist erforderlich. Der Standardname lautet „CertificateAuthAdapter“. Sie können diesen Namen ändern.

    Zertifikatsadapter aktivieren

    Aktivieren Sie das Kontrollkästchen, um die Zertifikatauthentifizierung zu aktivieren.

    *Root- und Zwischen-CA-Zertifikate

    Wählen Sie die hochzuladenden Zertifikatsdateien aus. Sie können mehrere Root- und Zwischen-CA-Zertifikate auswählen, die im DER- oder PEM-Format codiert sind.

    Hochgeladene CA-Zertifikate

    Die hochgeladenen Zertifikatsdateien sind im Abschnitt „Hochgeladene CA-Zertifikate“ des Formulars aufgeführt.

    E-Mail verwenden, wenn kein UPN im Zertifikat vorhanden ist

    Wenn der Benutzer-Prinzipalname (User Principal Name, UPN) nicht im Zertifikat vorhanden ist, aktivieren Sie dieses Kontrollkästchen, um das Attribut „emailAddress“ als Erweiterung des Alternativen Antragstellernamens für die Validierung der Benutzerkonten zu verwenden.

    Zertifikatsrichtlinien wurden akzeptiert

    Erstellen Sie eine Liste mit Objektkennungen, die in den Erweiterungen der Zertifikatsrichtlinien akzeptiert werden.

    Geben Sie die Objekt-ID-Nummern (OID) für die Zertifikatausstellungsrichtlinie ein. Klicken Sie auf Weiteren Wert hinzufügen, um weitere OIDs hinzuzufügen.

    Zertifikatsperrung aktivieren

    Aktivieren Sie das Kontrollkästchen, um die Zertifikatsperrüberprüfung zu aktivieren. Durch die Zertifikatsperrüberprüfung wird verhindert, dass sich Benutzer authentifizieren können, die über gesperrte Zertifikate verfügen.

    CRL von Zertifikaten verwenden

    Aktivieren Sie das Kontrollkästchen, um die von der Zertifizierungsstelle veröffentlichte Zertifikatsperrliste (CRL, Certificate Revocation Lists) zu verwenden, um den Status eines Zertifikats (gesperrt oder nicht gesperrt) zu validieren.

    CRL-Speicherort

    Geben Sie den Serverdateipfad oder den lokalen Dateipfad ein, von dem die CRL geladen werden kann.

    OCSP-Sperrung aktivieren

    Aktivieren Sie das Kontrollkästchen, um das Zertifikatvalidierungsprotokoll „Online Certificate Status Protocol (OCSP)“ zu verwenden, um den Sperrstatus des Zertifikats zu erfahren.

    CRL im Falle eines OCSP-Fehlers verwenden

    Wenn Sie CRL und OCSP konfigurieren. Sie markieren dieses Kontrollkästchen für die Verwendung von CRL, wenn die OCSP-Prüfung nicht verfügbar ist.

    OCSP-Nonce senden

    Aktivieren Sie dieses Kontrollkästchen, wenn Sie den eindeutigen Bezeichner der OCSP-Anfrage in der Antwort übermitteln möchten.

    OCSP-URL

    Wenn Sie OCSP-Widerruf aktiviert haben, geben Sie die OCSP-Serverdadresse für die Widerrufsprüfung ein.

    Signaturzertifikat des OCSP-Antwortdienstes

    Geben Sie den Pfad des OCSP-Zertifikats für den Antwortdienst: /path/to/file.cer ein.

    Zustimmungsformular vor der Authentifizierung aktivieren

    Aktivieren Sie dieses Kontrollkästchen, um eine Seite mit einem Zustimmungsformular anzuzeigen, bevor sich die Benutzer mit der Zertifikatauthentifizierung bei ihrem „Meine Apps“-Portal anmelden.

    Inhalt des Zustimmungsformulars

    Geben Sie hier den Text ein, der im Zustimmungsformular angezeigt werden soll.

  5. Klicken Sie auf Speichern.

Nächste Maßnahme

  • Fügen Sie die Zertifikatsauthentifizierungsmethode der Standardzugriffsrichtlinie hinzu. Navigieren Sie zu Administration > Verzeichnisverwaltung > Richtlinien und klicken Sie aufStandardrichtlinie bearbeiten, um die Standardrichtlinienregeln zu bearbeiten, und auf „Zertifikat hinzufügen“, um diese zur ersten Authentifizierungsmethode für die Standardrichtlinie zu machen. Das Zertifikat muss die erste in der Richtlinienregel aufgeführte Authentifizierungsmethode sein, andernfalls schlägt die Zertifikatauthentifizierung fehl.

  • Wenn die Zertifikatauthentifizierung konfiguriert ist und die Service-Appliance hinter dem Lastenausgleichsdienst eingerichtet ist, müssen Sie sicherstellen, dass der Directories Management Connector mit SSL-Durchleitung am Lastenausgleichsdienst konfiguriert ist, d.h. SSL darf nicht im Lastenausgleichsdienst beendet werden. Diese Konfiguration stellt sicher, dass das SSL-Handshake zwischen Connector und Client stattfindet, damit das Zertifikat an den Connector übergeben wird.