Ziehen Sie beim Konfigurieren Ihres vRealize Automation-Systems alle zutreffenden Skalierbarkeitsfaktoren in Betracht.

Benutzer

Die vRealize Automation-Appliance ist für die Synchronisierung von weniger als 100.000 Benutzern konfiguriert. Wenn Ihr System mehr Benutzer enthält, müssen Sie der Verzeichnisverwaltung von vRealize Automation möglicherweise mehr Speicher hinzufügen. Weitere Informationen zum Hinzufügen von Speicher zur Verzeichnisverwaltung finden Sie unter Hinzufügen von Speicher zur Verzeichnisverwaltung.

Skalierbarkeit für gleichzeitige Bereitstellungen

Standardmäßig verarbeitet vRealize Automation nur acht gleichzeitige Bereitstellungen pro Endpoint. Informationen zum Erhöhen dieses Grenzwerts finden Sie unter Konfigurieren der gleichzeitigen Bereitstellung von Maschinen.

VMware empfiehlt, dass alle Bereitstellungen mit mindestens zwei DEM Worker-Instanzen beginnen sollten. In Version 6.x kann jede DEM Worker-Instanz 15 Workflows gleichzeitig verarbeiten. Diese Anzahl wurde für vRealize Automation 7.0 und höher auf 30 erhöht.

Wenn Maschinen mit Worflow-Stubs angepasst wurden, sollten Sie pro 20 gleichzeitig bereitzustellenden Maschinen über 1 DEM Worker-Instanz verfügen. Beispiel: Ein System, das 100 gleichzeitige Bereitstellungen unterstützt, sollte mindestens über 5 DEM Worker-Instanzen verfügen.

Weitere Informationen zu DEM Worker-Instanzen und zur Skalierbarkeit finden Sie unter Distributed Execution Manager-Leistungsanalyse und Tuning.

Skalierbarkeit bei der Datenerfassung

Die Fertigstellungszeit für die Datenerfassung hängt unter anderem von der Kapazität der Computing-Ressource, der Anzahl der Maschinen auf der Computing-Ressource oder dem Endpoint, dem aktuellen System und der Netzwerklast ab. Die Skalen für die Leistung variieren je nach Typ der Datenerfassung.

Für jeden Datenerfassungstyp gilt ein Standardintervall, das Sie überschreiben oder ändern können. Infrastrukturadministratoren können die Datenerfassung für Infrastruktur-Quell-Endpoints manuell initiieren. Fabric-Administratoren können die Datenerfassung für Computing-Ressourcen manuell initiieren. Die folgenden Werte sind die Standardintervalle für die Datenerfassung.

Tabelle 1. Standardintervalle für die Datenerfassung

Datenerfassungstyp

Standardintervall

Bestandsliste

Alle 24 Stunden (täglich)

Zustand

Alle 15 Minuten

Leistung

Alle 24 Stunden (täglich)

Leistungsanalyse und Tuning

Da die Anzahl der Ressourcen für die Datenerfassung zunimmt, können die Datenerfassungszeiten länger als das Intervall zwischen den Datenerfassungsintervallen sein, besonders bei der Erfassung von Zustandsdaten. Um zu festzustellen, ob die Datenerfassung für eine Computing-Ressource oder einen Endpoint rechtzeitig abgeschlossen oder in die Warteschlange gestellt wird, navigieren Sie zur Seite „Datenerfassung“. Bei Abschluss der Datenerfassung kann der Feldwert „Zuletzt abgeschlossen“ den Zustand In Warteschlange oder Vorgang läuft anstelle eines Zeitstempels anzeigen. Wenn dieses Problem auftritt, können Sie das Intervall zwischen Datenerfassungen erhöhen, um die Datenerfassungsfrequenz zu verringern.

Alternativ dazu können Sie den Grenzwert für die gleichzeitige Datenerfassung pro Agent erhöhen. Standardmäßig beschränkt vRealize Automation die Anzahl der gleichzeitigen Datenerfassungen auf zwei pro Agent und stellt Anforderungen in die Warteschlange, die diesen Grenzwert übersteigen. Durch diese Beschränkung können Datenerfassungsaktivitäten schnell beendet werden, ohne sich negativ auf die Gesamtleistung auszuwirken. Sie können den Grenzwert erhöhen, um die Vorteile der gleichzeitigen Datenerfassung zu nutzen. Bedenken Sie bei dieser Entscheidung jedoch möglicherweise negative Auswirkungen auf die Gesamtleistung.

Wenn Sie den für vRealize Automation konfigurierten Grenzwert pro Agent erhöhen, möchten Sie vielleicht auch einen oder mehrerer dieser Zeitüberschreitungsintervalle erhöhen. Weitere Informationen zum Konfigurieren der gleichzeitigen Datenerfassung und zu Zeitüberschreitungsintervallen finden Sie in der Dokumentation zur vRealize Automation-Systemverwaltung. Die Manager Service-Datenerfassung ist CPU-intensiv. Das Erhöhen der Verarbeitungsleistung des Manager Service-Hosts kann die Zeit verkürzen, die für die gesamte Datenerfassung nötig ist.

Besonders die Datenerfassung für Amazon Elastic Compute Cloud (Amazon AWS) kann sehr CPU-intensiv sein, vor allem, wenn Ihr System Daten aus mehreren Regionen gleichzeitig erfasst und wenn die Daten vorher nicht in diesen Regionen erfasst wurden. Dieser Datenerfassungstyp kann zu einem umfassenden Leistungsabfall der Website führen. Verringern Sie die Frequenz der Erfassung von Amazon AWS-Bestandslistendaten, wenn sich dies merklich auf die Leistung auswirkt.

Skalierbarkeit der Workflow-Verarbeitung

Die durchschnittliche Workflow-Verarbeitungszeit (vom Starten der Verarbeitung des Workflows durch DEM Orchestrator bis zum Beenden der Ausführung) erhöht sich mit der Anzahl der gleichzeitigen Workflows. Das Workflow-Volumen stellt die Anzahl der vRealize Automation-Aktivitäten dar, einschließlich Maschinenanforderungen und einige Datenerfassungsaktivitäten.