vRealize Automation IaaS besteht aus einem oder mehreren Windows-Servern, die zur Modellierung und Bereitstellung von Systemen in privaten, öffentlichen oder hybriden Cloud-Infrastrukturen zusammenarbeiten.

Sie installieren vRealize Automation-Komponenten von IaaS auf einem oder mehreren virtuellen oder physischen Windows-Servern. Nach der Installation erscheinen IaaS-Vorgänge auf der Registerkarte „Infrastruktur“ in der Produktschnittstelle.

IaaS besteht aus folgenden Komponenten, die je nach Bereitstellungsgröße gemeinsam oder einzeln installiert werden können.

Webserver

Der IaaS-Webserver bietet Infrastrukturverwaltung und -Dienste für die vRealize Automation-Produktschnittstelle. Die Webserver-Komponente kommuniziert mit dem Manager Service, der die Updates vom Distributed Execution Manager (DEM), der SQL Server-Datenbank und den Agents zur Verfügung stellt.

Model Manager

vRealize Automation-Modelle vereinfachen die Integration in externe Systeme und Datenbanken. Sie implementieren Geschäftslogik, die vom DEM verwendet wird.

Der Model Manager stellt Dienste und Dienstprogramme für Persistenz, Versionierung, Sichern und Verteilen von Modellelementen bereit. Der Model Manager wird auf einem der IaaS-Webserver gehostet und kommuniziert mit DEMs, der SQL Server-Datenbank und der Produktschnittstellen-Website.

Manager Service

Der Manager Service ist ein Windows-Dienst, der die Kommunikation zwischen IaaS-DEMs, der SQL Server-Datenbank, den Agents und SMTP koordiniert. Der Manager-Dienst kommuniziert zudem mit dem Webserver über den Model Manager und muss unter einem Domänenkonto mit lokalen Administratorrechten auf allen IaaS-Windows-Servern ausgeführt werden.

Wenn Sie automatisches Manager Service-Failover aktivieren, verlangt IaaS, dass der Manager-Dienst nicht auf mehreren, sondern nur auf einer aktiven Windows-Maschine ausgeführt wird. Für Sicherungen oder Hochverfügbarkeit können Sie zusätzliche Manager-Dienst-Maschinen bereitstellen. Das Konzept des manuellen Failovers setzt jedoch voraus, dass der Dienst auf Sicherungsmaschinen beendet und für den manuellen Start konfiguriert ist.

Weitere Informationen finden Sie unter Informationen zum automatischen Manager Service-Failover.

SQL Server-Datenbank

IaaS verwendet eine Microsoft SQL Server-Datenbank, um Informationen zu den verwalteten Maschinen und zu den eigenen Elementen und Richtlinien zu warten. Die meisten Benutzer erlauben vRealize Automation eine Erstellung der Datenbank während der Installation. Sie können die Datenbank jedoch auch separat erstellen, wenn die Richtlinien der Website dies verlangen.

Distributed Execution Manager

Die IaaS-DEM-Komponente führt die Geschäftslogik von benutzerdefinierten Modellen aus, die mit der IaaS SQL Server-Datenbank und mit externen Datenbanken und Systemen interagiert. Üblicherweise werden DEMs auf dem IaaS-Windows-Server installiert, der den aktiven Manager Service hostet. Diese Vorgehensweise ist jedoch nicht zwingend erforderlich.

Jede DEM-Instanz kann die Rolle eines Workers oder eines Orchestrators übernehmen. Die Rollen können auf demselben oder auf separaten Servern installiert werden.

DEM-Worker – Ein DEM-Worker hat eine Funktion: die Ausführung des Workflows. Mehrere DEM-Worker erweitern die Kapazität und können auf demselben oder auf separaten Servern installiert werden.

DEM-Orchestrator – Ein DEM-Orchestrator führt folgende Überwachungsfunktionen aus.

  • Überwacht DEM-Worker. Wenn ein Worker die Arbeit einstellt oder seine Verbindung zum Model Manager verliert, leitet der DEM-Orchestrator die Workflows zu einem anderen DEM-Worker.

  • Plant Workflows durch das Erstellen neuer Workflowinstanzen zum geplanten Zeitpunkt.

  • Stellt sicher, dass jeweils nur eine Instanz eines geplanten Workflows ausgeführt wird.

  • Führt eine Vorverarbeitung der Workflows vor der Ausführung durch. Bei der Vorverarbeitung werden die Voraussetzungen für Workflows überprüft und der Ausführungsverlauf für den jeweiligen Workflow erstellt.

Der aktive DEM-Orchestrator benötigt eine gute Netzwerkverbindung zum Model Manager-Host. Bei großen Bereitstellungen mit mehreren DEM-Orchestratoren auf separaten Servern, dienen die sekundären Orchestratoren als Backups. Sie überwachen den aktiven DEM-Orchestrator und bieten einen Redundanz- und Failover-Mechanismus, wenn ein Problem mit dem aktiven DEM-Orchestrator auftritt. Bei dieser Art der Failover-Konfiguration könnte sich eine Installation des aktiven DEM-Orchestrators mit dem aktiven Manager Service-Host sowie der sekundären DEM-Orchestratoren mit den betriebsbereiten Manager Service-Hosts als sinnvoll erweisen.