vRealize Automation enthält benutzerdefinierte Eigenschaften, mit denen Sie zusätzliche Steuerelemente für Klon-Blueprints bereitstellen können.

Tabelle 1. Benutzerdefinierte Eigenschaften für Klon-Blueprints

Benutzerdefinierte Eigenschaft

Beschreibung

VirtualMachine.DiskN.StorageReservationPolicy

Gibt die Speicherreservierungsrichtlinie an, die für die Suche nach Speicher für die Festplatte N verwendet werden soll. Hiermit wird außerdem die benannte Speicherreservierungsrichtlinie einem Volume zugewiesen. Um diese Eigenschaft zu verwenden, ersetzen Sie die Volume-Nummer im Eigenschaftsnamen durch N und geben Sie den Namen einer Speicherreservierungsrichtlinie als Wert an. Diese Eigenschaft entspricht dem Namen der im Blueprint angegebenen Speicherreservierungsrichtlinie. Festplatten müssen sequenziell nummeriert werden. Diese Eigenschaft kann für alle virtuellen Reservierungen und vCloud-Reservierungen verwendet werden. Für physische, Amazon- oder OpenStack-Reservierungen kann diese Eigenschaft nicht verwendet werden.

VirtualMachine.NetworkN.ProfileName und VirtualMachine.NetworkN.NetworkProfileName

Gibt den Namen eines Netzwerkprofils an, aus dem dem Netzwerkgerät N eine statische IP-Adresse zugewiesen werden soll oder aus dem der statische IP-Adressbereich bezogen werden soll, der dem Netzwerkgerät N einer geklonten Maschine zugewiesen werden kann. Dabei steht N=0 für das erste Gerät, 1 für das zweite Gerät usw.

  • Verwenden Sie VirtualMachine.NetworkN.ProfileName, um ein Netzwerk aus der Reservierung unabhängig davon auszuwählen, ob sie über ein entsprechendes Netzwerkprofil verfügt.

  • Verwenden Sie VirtualMachine.NetworkN.NetworkProfileName, um nur die Netzwerke auszuwählen, die über ein entsprechendes Netzwerkprofil mit demselben Namen verfügen.

Das Netzwerkprofil, auf das die Eigenschaft verweist, wird zum Zuweisen einer IP-Adresse verwendet. Die bereitgestellte Maschine wird jedoch jedem in der Reservierung ausgewählten Netzwerk mithilfe der Round-Robin-Methode hinzugefügt.

Die Änderung dieses Eigenschaftswerts hat nach der Zuweisung des Netzwerks keine Auswirkung auf die erwarteten IP-Adresswerte für die angegebenen Maschinen.

Mit der WIM-basierten Bereitstellung für virtuelle Maschinen können Sie mithilfe dieser Eigenschaft ein Netzwerkprofil und eine Netzwerkschnittstelle angeben. Sie können aber auch den Abschnitt „Netzwerk“ der Seite „Virtuelle Reservierung“ verwenden. Darüber hinaus können Sie mithilfe der benutzerdefinierten Eigenschaft VirtualMachine.NetworkN.Name die Netzwerkschnittstelle einem virtuellen Netzwerk zuweisen.

Die folgenden Attribute des Netzwerkprofils sind für die Zuweisung von statischen IP-Adressen in einem Klon-Blueprint verfügbar:

  • VirtualMachine.NetworkN.SubnetMask

  • VirtualMachine.NetworkN.Gateway

  • VirtualMachine.NetworkN.PrimaryDns

  • VirtualMachine.NetworkN.SecondaryDns

  • VirtualMachine.NetworkN.PrimaryWins

  • VirtualMachine.NetworkN.SecondaryWins

  • VirtualMachine.NetworkN.DnsSuffix

  • VirtualMachine.NetworkN.DnsSearchSuffixes

Die benutzerdefinierten Eigenschaften VirtualMachine.NetworkN gelten speziell für einzelne Blueprints und Maschinen. Wenn eine Maschine angefordert wird, erfolgt die Zuteilung der Netzwerk- und IP-Adresse vor der Zuweisung der Maschine zu einer Reservierung. Es ist nicht garantiert, dass Blueprints einer bestimmten Reservierung zugeteilt werden, weshalb Sie diese Eigenschaft nicht für eine Reservierung verwenden sollten.

Linux.ExternalScript.Name

Gibt den Namen eines optionalen Anpassungsskripts an, wie beispielsweise config.sh, das der Linux-Gast-Agent nach der Installation des Betriebssystems ausführt. Diese Eigenschaft ist für über Vorlagen geklonte Linux-Maschinen verfügbar, auf denen der Linux-Agent installiert ist.

Wenn Sie ein externes Skript angeben, müssen Sie auch mithilfe der Eigenschaften Linux.ExternalScript.LocationType und Linux.ExternalScript.Path dessen Speicherort definieren.

Linux.ExternalScript.LocationType

Gibt den Speicherorttyp des in der Eigenschaft Linux.ExternalScript.Name benannten Anpassungsskripts an. Mögliche Werte sind „local“ oder „nfs“.

Darüber hinaus müssen Sie mit der Eigenschaft Linux.ExternalScript.Path den Skriptspeicherort angeben. Wenn der Speicherorttyp „nfs“ lautet, sollten Sie auch die Eigenschaft Linux.ExternalScript.Server verwenden.

Linux.ExternalScript.Server

Gibt den Namen des NFS-Servers an, wie beispielsweise „lab-ad.lab.local“, auf dem das in Linux.ExternalScript.Name angegebene externe Linux-Anpassungsskript gespeichert ist.

Linux.ExternalScript.Path

Gibt den lokalen Pfad zum Linux-Anpassungsskript oder den Exportpfad zur Linux-Anpassung auf dem NFS-Server an. Dieser Wert muss mit einem Schrägstrich beginnen und darf den Dateinamen nicht enthalten, wie beispielsweise /scripts/linux/config.sh.

Wenn Ihre Systemadministratoren den Gast-Agent installiert haben, um Skripts auszuführen, die benutzerdefinierte Eigenschaften akzeptieren und bereitgestellte Maschinen anpassen, können Sie mithilfe von benutzerdefinierten Eigenschaften weitere Anpassungen an geklonten Maschinen vornehmen, die den Gast-Agent verwenden.

Tabelle 2. Benutzerdefinierte Eigenschaften zum Anpassen geklonter Maschinen mit einem Gast-Agent

Benutzerdefinierte Eigenschaft

Beschreibung

VirtualMachine.Admin.AllowLogin

Legen Sie diese Eigenschaft auf „True“ (Standardwert) fest, um den Maschinenbesitzer zur Gruppe der lokalen Remotedesktopbenutzer, gemäß der Eigenschaft VirtualMachine.Admin.Owner, hinzuzufügen.

VirtualMachine.Admin.UseGuestAgent

Wenn der Gast-Agent als Dienst in einer Vorlage für das Klonen installiert ist, legen Sie diese Eigenschaft im Maschinen-Blueprint auf „True“ fest, um den Gast-Agent-Dienst auf Maschinen, die anhand dieser Vorlage geklont werden, zu aktivieren. Beim Starten der Maschine wird der Gast-Agent-Dienst gestartet. Legen Sie diese Eigenschaft auf „False“ fest, um den Gast-Agent zu deaktivieren. Mit der Einstellung „False“ verwendet der erweiterte Klon-Workflow den Gast-Agent nicht für Aufgaben des Gastbetriebssystems, wodurch dessen Funktionalität auf VMwareCloneWorkflow reduziert wird. Wenn diese Option nicht angegeben ist oder auf einen anderen Wert als „False“ festgelegt ist, sendet der erweiterte Klon-Workflow Arbeitselemente an den Gast-Agent.

VirtualMachine.DiskN.Active

Legen Sie diese Eigenschaft auf „True“ (Standardwert) fest, um anzugeben, dass die Festplatte N der Maschine aktiv ist. Legen Sie diese Eigenschaft auf „False“ fest, um anzugeben, dass die Festplatte N der Maschine nicht aktiv ist.

VirtualMachine.DiskN.Size

Definiert die Größe der Festplatte N in GB. Um beispielsweise eine Größe von 150 GB für die Festplatte G festzulegen, definieren Sie die benutzerdefinierte Eigenschaft VirtualMachine.Disk0.Size und geben den Wert „150“ ein. Festplatten müssen sequenziell nummeriert werden. Standardmäßig weist eine Maschine eine Festplatte auf, auf die mit VirtualMachine.Disk0.Size verwiesen wird. Dabei wird die Größe durch den Speicherwert im Blueprint angegeben, über den die Maschine bereitgestellt wird. Der Speicherwert in der Blueprint-Benutzeroberfläche überschreibt den Wert in der Eigenschaft VirtualMachine.Disk0.Size. Die Eigenschaft VirtualMachine.Disk0.Size ist aufgrund ihrer Beziehung mit der Speicheroption im Blueprint nicht als benutzerdefinierte Eigenschaft verfügbar. Durch Angabe von VirtualMachine.Disk1.Size, VirtualMachine.Disk2.Size usw. können weitere Festplatten hinzugefügt werden. VirtualMachine.Admin.TotalDiskUsage stellt stets die Summe der Eigenschaften .DiskN.Size zuzüglich der zugeteilten Größe für VMware.Memory.Reservation dar.

VirtualMachine.DiskN.Label

Gibt die Bezeichnung für die Festplatte N einer Maschine an. Für die Festplattenbezeichnung sind maximal 32 Zeichen zulässig. Festplatten müssen sequenziell nummeriert werden. Bei Verwendung in Verbindung mit einem Gast-Agent wird hiermit die Bezeichnung der Festplatte N einer Maschine im Gastbetriebssystem angegeben.

VirtualMachine.DiskN.Letter

Gibt den Laufwerkbuchstaben oder Einhängepunkt der Festplatte N einer Maschine an. Der Standardwert ist C. Um beispielsweise den Buchstaben D für die Festplatte 1 anzugeben, definieren Sie die benutzerdefinierte Eigenschaft als VirtualMachine.Disk1.Letter und geben Sie den Wert „D“ ein. Festplatten müssen sequenziell nummeriert werden. Bei Verwendung in Verbindung mit einem Gast-Agent gibt dieser Wert den Laufwerkbuchstaben oder Einhängepunkt an, unter dem die zusätzliche Festplatte N vom Gast-Agent im Gastbetriebssystem gemountet wird.

VirtualMachine.Admin.CustomizeGuestOSDelay

Gibt an, wie lange nach Abschluss der Anpassung gewartet werden soll, bevor die Anpassung des Gastbetriebssystems gestartet wird. Für diesen Wert ist das Format HH:MM:SS erforderlich. Wenn dieser Wert nicht festgelegt wird, wird der Standardwert von einer Minute (00:01:00) verwendet. Wenn Sie diese benutzerdefinierte Eigenschaft nicht angeben, schlägt die Bereitstellung möglicherweise fehl, falls die virtuelle Maschine neu gestartet wird, bevor Arbeitselemente des Gast-Agents abgeschlossen sind.

VirtualMachine.Customize.WaitComplete

Legen Sie diese Eigenschaft auf „True“ fest, um zu verhindern, dass der Bereitstellungsworkflow Arbeitselemente an den Gast-Agent sendet, bevor alle Anpassungen abgeschlossen wurden.

VirtualMachine.SoftwareN.Name

Gibt den beschreibenden Namen der Softwareanwendung N oder eines Skripts an, die bzw. das während der Bereitstellung installiert oder ausgeführt werden soll. Dies ist eine optionale und rein informative Eigenschaft. Sie hat keine echte Funktion für den erweiterten Klon-Workflow oder den Gast-Agent, ist aber hilfreich für die benutzerdefinierte Softwareauswahl in einer Benutzeroberfläche oder für Berichte zur Softwarenutzung.

VirtualMachine.SoftwareN.ScriptPath

Gibt den vollständigen Pfad zum Installationsskript einer Anwendung an. Bei dem Pfad muss es sich um einen gültigen absoluten Pfad wie er im Gastbetriebssystem angezeigt wird handeln und er muss den Namen der Skriptdatei enthalten.

Sie können benutzerdefinierte Eigenschaftswerte als Parameter an das Skript übergeben, indem Sie {CustomPropertyName} in der Pfadzeichenfolge einfügen. Angenommen, Sie haben eine benutzerdefinierte Eigenschaft ActivationKey mit dem Wert 1234. In diesem Fall lautet der Skriptpfad D:\InstallApp.bat –key {ActivationKey}. Der Gast-Agent führt den Befehl D:\InstallApp.bat –key 1234 aus. Ihre Skriptdatei kann dann so programmiert werden, dass dieser Wert akzeptiert und verwendet wird.

VirtualMachine.SoftwareN.ISOName

Gibt den Pfad und den Dateinamen der ISO-Datei in Bezug auf das Stammverzeichnis des Datenspeichers an. Das Format lautet /Ordnername/Unterordnername/Dateiname.iso. Wenn kein Wert angegeben wird, wird das ISO-Image nicht gemountet.

VirtualMachine.SoftwareN.ISOLocation

Gibt den Speicherpfad an, der die ISO-Imagedatei enthält, die von der Anwendung oder dem Skript verwendet werden soll. Formatieren Sie den in der Hostreservierung angezeigten Pfad, wie beispielsweise netapp-1:it_nfs_1. Wenn kein Wert angegeben wird, wird das ISO-Image nicht gemountet.