Als Cloud- oder Projektadministrator verfügen Sie über eine vorgeschriebene Benennungskonvention für Ressourcen in Ihrer Umgebung, und Sie möchten, dass die bereitgestellte Ressource diese Konvention ohne Benutzereingriff befolgt. Sie können eine Benennungsvorlage für alle Bereitstellungen aus einem Cloud Assembly-Projekt erstellen.

Beispielsweise besteht Ihre Host-Benennungskonvention darin, eine Ressource mit einem Präfix wie projectname-sitecode-costcenter-whereDeployed-identifier zu versehen. Sie konfigurieren die benutzerdefinierte Benennungsvorlage für die Maschinen für jedes Projekt. Einige der Vorlagenvariablen werden während der Bereitstellung aus dem System abgerufen, andere basieren auf benutzerdefinierten Eigenschaften des Projekts. Die benutzerdefinierte Benennungsvorlage für das oben angegebene Präfix ähnelt dem folgenden Beispiel.
${project.name}-${resource.siteCode}-${resource.costCenter}-${endpoint.name}-${######} 
Der der in der Vorlagen als ${######} angegebene Bezeichner ist sechsstellig. Der Bezeichner ist ein Indikator bzw. ein Zähler, der die Eindeutigkeit sicherstellt. Als globaler Indikator für die Organisation erhöht er sich schrittweise für alle Projekte, nicht nur für das aktuelle Projekt. Wenn Sie mehrere Projekte haben, erwarten Sie für Bereitstellungen in Ihrem aktuellen Projekt keine Erhöhung von 000123 auf die folgende Zahl 000124. Sie können vielmehr eine Erhöhung von 000123 auf 000127 erwarten.

Alle Ressourcennamen müssen eindeutig sein. Verwenden Sie zur Gewährleistung von Eindeutigkeit die Eigenschaft „Inkrementelle Zahl“. Die Zahlen werden für alle Bereitstellungen erhöht, einschließlich Bereitstellungen, die von Cloud Assembly benannt werden. Da das System robuster wird und benutzerdefinierte Namen auf zahlreiche Ressourcentypen anwendet, kann die Nummerierung zufällig erscheinen, die Werte gewährleisten aber dennoch Eindeutigkeit. Die Nummerierung erhöht sich auch, wenn Sie eine Testbereitstellung ausführen.

Die folgende Liste zeigt beispielhaft, wo die benutzerdefinierte Namen angewendet werden. Die Liste ist nicht als endgültig zu betrachten.

Tabelle 1. Beispielliste der Ressourcen, auf die benutzerdefinierte Namen angewendet werden
Ressourcengruppe Ressourcentypen
Virtuelle Maschinen
  • Cloud.Machine
  • Cloud.vSphere.Machine
  • Cloud.AWS.EC2.Instance
  • Cloud.GCP.Machine
  • Cloud.Azure.Machine
Lastausgleichsdienste
  • Cloud.LoadBalancer
  • Cloud.NSX.LoadBalancer
Netzwerke
  • Cloud.Network
  • Cloud.vSphere.Network
  • Cloud.NSX.Network
Sicherheitsgruppen
  • Cloud.SecurityGroup
Festplatten
  • Cloud.Volume
  • Cloud.vSphere.Disk
  • Cloud.AWS.Volume
  • Cloud.GCP.Disk
  • Cloud.Azure.Disk
NSX
  • Cloud.NSX.Gateway
  • Cloud.NSX.NAT
Microsoft Azure
  • Cloud.Azure.ResourceGroup

Neben den hier angegebenen Beispielen können Sie auch den Benutzernamen, das verwendete Image, andere integrierte Optionen und einfache Zeichenfolgen hinzufügen. Beim Erstellen der Vorlage werden Hinweise zu möglichen Optionen angegeben.

Beachten Sie, dass es sich bei einigen der angezeigten Werte nur um Anwendungsfallbeispiele handelt. Sie können diese nicht eins zu eins auf Ihre Umgebung übertragen. Überlegen Sie sich, wo Sie Ihre eigenen Ersetzungen vornehmen würden, oder übernehmen Sie eine Hochrechnung aus den Beispielwerten, um die Anforderungen an die Verwaltung Ihrer eigenen Cloud-Infrastruktur und -Bereitstellung zu erfüllen.

Voraussetzungen

  • Sie müssen die Benennungskonvention kennen, die Sie für Bereitstellungen aus einem Projekt verwenden möchten.
  • Bei diesem Verfahren wird davon ausgegangen, dass Sie eine einfache Cloud-Vorlage erstellt haben oder erstellen können, mit dem Sie Ihre benutzerdefinierte Host-Präfixbenennung testen.

Prozedur

  1. Klicken Sie auf Infrastruktur > Projekte.
  2. Wählen Sie ein vorhandenes Projekt aus oder erstellen Sie ein neues Projekt.
  3. Suchen Sie auf der Registerkarte Bereitstellung den Abschnitt „Benutzerdefinierte Eigenschaften“ und erstellen Sie die Eigenschaften für den Site-Code und die Kostenstellenwerte.
    Hier können Sie die angezeigten Werte durch die passenden Werte für Ihre Umgebung ersetzen.
    Benutzerdefinierte Benennungsoptionen für ein Projekt
    1. Erstellen Sie eine benutzerdefinierte Eigenschaft mit dem Namen siteCode und dem Wert BGL.
    2. Fügen Sie eine weitere benutzerdefinierte Eigenschaft mit dem Namen costCenter und dem Wert IT-Research hinzu.
  4. Suchen Sie den Abschnitt „Benutzerdefinierte Benennung“ und fügen Sie die folgende Vorlage hinzu.
    ${project.name}-${resource.siteCode}-${resource.costCenter}-${endpoint.name}-${######} 
    Sie können zwar die Zeichenfolge hineinkopieren, aber wenn es sich um Ihre erste Benennungsvorlage handelt, empfiehlt es sich unter Umständen, beim Erstellen der Vorlage den Hinweistext und die Schnellauswahl zu verwenden.
  5. Stellen Sie eine Cloud-Vorlage bereit, die dem Projekt zugeordnet ist, um zu überprüfen, ob der benutzerdefinierte Name auf die Ressource angewendet wird.
    1. Klicken Sie auf die Registerkarte Design und dann auf eine Cloud-Vorlage, die dem Projekt zugeordnet ist.
    2. Stellen Sie die Cloud-Vorlage bereit.
      Die Seite Bereitstellungen wird geöffnet. Darauf wird Ihre in Bearbeitung befindliche Bereitstellung angezeigt.
    3. Wenn die Bereitstellung abgeschlossen ist, klicken Sie auf den Namen der Bereitstellung.
    4. Beachten Sie auf der Registerkarte Topologie im rechten Fensterbereich, dass Ihr benutzerdefinierter Name der Ressourcenname ist.

      Darstellung des benutzerdefinierten Ressourcennamens in der Bereitstellungstopologie
  6. Wenn Sie eine Test-Cloud-Vorlagen zur Überprüfung der Benennungskonvention bereitgestellt haben, können Sie die Bereitstellung löschen.

Nächste Maßnahme

Erstellen Sie benutzerdefinierte Benennungsvorlagen für Ihre anderen Projekte.