Die zurückgewinnbare Kapazität ist eine Maßeinheit für die CPU, den Arbeitsspeicher und den Festplattenspeicher für Ihre Objekte, die bzw. der als verschwendet ausgewiesen wird. Sie können die Einstellungen für das Element „Zurückgewinnbare Kapazität“ für die Objekttypen in Ihrer Richtlinie aktivieren und konfigurieren, sodass Sie die Einstellungen überschreiben können und vRealize Operations Manager die Kapazität analysieren und berichten kann, die Sie von nicht verwendeten oder nicht ausgelasteten Objekten zurückgewinnen können. Anschließend können Sie die zurückgewonnene Kapazität anderen Objekten in Ihrer Umgebung basierend auf Ihren Einstellungen bereitstellen.

Funktionsweise des Elements „Zurückgewinnbare Kapazität“

Das Element „Zurückgewinnbare Kapazität“ bestimmt, wie vRealize Operations Manager die Menge an zurückgewinnbarer Kapazität von Objekten wie z. B. CPU, Arbeitsspeicher und Festplattenspeicher für jedes Objekt in Ihrer Umgebung meldet.

Wenn Sie das Element „Zurückgewinnbare Kapazität“ zu Ihrer Richtlinie hinzufügen, können Sie die Punktzahl der zurückgewinnbaren Kapazität verwenden, um die Menge an Ressourcen zu ermitteln, die zurückgewonnen und anderen Objekten bereitgestellt werden kann.

Vorgehensweise zur Anpassung des Elements „Zurückgewinnbare Kapazität“ für Richtlinien

Um die Richtlinien-Analyseeinstellung „Zurückgewinnbare Kapazität“ anzuzeigen und zu überschreiben, klicken Sie auf Verwaltung, klicken Sie auf Richtlinien und klicken Sie auf die Registerkarte Richtlinien-Bibliothek. Klicken Sie auf das Pluszeichen, um eine Richtlinie zu erstellen oder auf den Bleistift, um eine ausgewählte Richtlinie zu bearbeiten. Klicken Sie im Arbeitsbereich „Überwachungsrichtlinie hinzufügen“ oder „Überwachungsrichtlinie bearbeiten“ auf Analyseeinstellungen und wählen Sie dann im linken Bereich eines oder mehrere Objekte aus. Die Einstellungen für die zurückgewinnbare Kapazität für die ausgewählten Objekttypen werden im rechten Bereich angezeigt.

Zeigen Sie das Richtlinienelement „Zurückgewinnbare Kapazität“ an und konfigurieren Sie die Einstellungen für Ihre Richtlinie.

Wenn Sie dieses Element nicht konfigurieren, übernimmt die Richtlinie die Einstellungen von der ausgewählten Basisrichtlinie.

Tabelle 1. Einstellungen des Richtlinienelements „Zurückgewinnbare Kapazität“ im Arbeitsbereich „Überwachungsrichtlinie hinzufügen oder bearbeiten“

Option

Beschreibung

Verriegelungssymbol

Ermöglicht das Überschreiben der Richtlinienelementeinstellungen, damit Sie die Richtlinie so anpassen können, dass die Objekte in Ihrer Umgebung überwacht werden.

Schwellenwert für das Symptom „Badgepunktzahl“

Legen Sie für das Richtlinienelement geeignete Symptomschwellenwerte fest, um die Badge-Punktzahlen so zu aktualisieren, dass die Kriterien für Ihre Umgebung erfüllt werden. vRealize Operations Manager verwendet die Symptomschwellenwerte, um Warnungen auszulösen, die in den Punktzahlen auf den Seiten „Warnungen – Überblick“ und „Dashboard“ angezeigt werden.

Wählen Sie Umgebung > Objekt > Analyse > Zurückgewinnbare Kapazität aus, um den Schwellenwert für das Symptom „Badgepunktzahl“ für Einstellungen der Richtlinie „Zurückgewinnbare Kapazität“ für ein ausgewähltes Objekt gemäß der in der auf das Objekt angewendeten Richtlinie anzuzeigen.

Einstellungen für „Zurückgewinnbare Kapazität“ für Ressourcencontainer

Zeigt die konfigurierbaren Prozentanteile an, die vRealize Operations Manager für den Bericht verwendet, wenn eine Ressource als überdimensioniert, inaktiv oder ausgeschaltet eingestuft wird.

Wählen Sie Umgebung > Objekt > Analyse > Zurückgewinnbare Kapazität aus, um die Einstellungen für die Leerlaufwerte von Festplatte und CPU sowie die für überdimensionierte, inaktive oder ausgeschaltete Ressourcen geltenden Prozentsätze gemäß der in der auf das Objekt angewendeten Richtlinie anzuzeigen.

Für das ausgewählte Objekt können Sie die Kapazitätseinstellungen „Überdimensioniert“, „Im Leerlauf“, „Ausgeschaltet“ und „Nicht verwendet“ festlegen.

  • Ein Objekt gilt als überdimensioniert, wenn die empfohlene Kapazität des Objekts niedriger als der definierte Prozentsatz seiner aktuellen Kapazität ist. Angenommen, die Einstellung „Überdimensioniert“ für eine virtuelle Maschine beträgt 50 %. Die virtuelle Maschine gilt dann als überdimensioniert, wenn ihre Kapazität die Hälfte der verfügbaren aktuellen Kapazität beträgt.

  • Ein Objekt gilt als im Leerlauf befindlich, wenn das Objekt für den definierten prozentualen Zeitraum unterhalb des Leerlaufwerts betrieben wird. Angenommen, der CPU-Leerlaufwert ist für eine virtuelle Maschine auf 100 MHz festgelegt und das Flag für den Leerlaufwert ist auf 90 % festgelegt. Die virtuelle Maschine gilt dann als im Leerlauf befindlich, wenn die Geschwindigkeit der CPU für 90 % des Zeitraums unter 100 MHz abfällt.

  • Ein Objekt wird als ausgeschaltet gekennzeichnet, wenn das Objekt für den definierten prozentualen Zeitraum ausgeschaltet ist. Wenn beispielsweise das Ausgeschaltet-Flag auf 90 % festgelegt ist, wird eine virtuelle Maschine als ausgeschaltet gekennzeichnet, falls sie mindestens 90 % der Zeit ausgeschaltet ist.

  • Ein Objekt gilt als nicht verwendet, wenn das Zeitstempelattribut für die definierte Anzahl von Tagen nicht geändert wurde, was bedeutet, dass auf das Objekt nicht zugegriffen wurde. Angenommen, das Flag für den zurückgewinnbaren Snapshot-Speicherplatz ist für eine virtuelle Maschine auf 60 Tage festgelegt. Wenn auf die virtuelle Maschine oder auf die darauf gespeicherten Dateien 60 Tage lang nicht zugegriffen wurde, gilt die virtuelle Maschine als nicht verwendet.