Orchestrator besteht aus drei Ebenen: Die Orchestrierungsplattform mit gemeinsamen Funktionen, die für ein Orchestrierungswerkzeug erforderlich sind, eine Plug-In-Architektur zur Steuerung von Subsystemen und eine Bibliothek von Workflows. Orchestrator ist eine offene Plattform, die mit neuen Plug-Ins und Bibliotheken erweitert und über eine REST-API in eine größere Architektur integriert werden kann.

Die folgende Liste präsentiert die wichtigsten Orchestrator-Funktionen.

Persistenz

Datenbanken für Produktionsumgebungen werden verwendet, um wichtige Informationen zu speichern, beispielsweise Prozesse, Workflowstatus und Konfigurationsdaten.

Zentrale Verwaltung

Orchestrator bietet eine zentrale Möglichkeit zur Verwaltung Ihrer Prozesse. Die auf einem Anwendungsserver basierende Plattform mit umfassendem Versionsverlauf kann Skripte und prozessbezogene Primitive an demselben Speicherort speichern. Damit vermeiden Sie, dass Skripte ohne Versionierung und korrekte Änderungskontrolle auf Ihren Servern liegen.

Checkpointerstellung

Jeder Schritt eines Workflows wird in der Datenbank gespeichert, wodurch Datenverlust vermieden wird, wenn Sie den Server neu starten müssen. Diese Funktion ist vor allem bei Prozessen mit langer Ausführungsdauer sinnvoll.

Control Center

Die Control Center-Schnittstelle erhöht die administrative Effizienz von vRealize Orchestrator-Instanzen, indem eine zentrale administrative Schnittstelle für Laufzeitvorgänge, Überwachung von Workflows, einheitlichen Protokollzugriff und Konfigurationen sowie Korrelation zwischen der Workflowausführung und Systemressourcen bereitgestellt werden. Der vRealize Orchestrator-Protokollierungsmechanismus ist durch eine zusätzliche Protokolldatei optimiert, die verschiedene Leistungskennzahlen für den Durchsatz der vRealize Orchestrator-Engine sammelt.

Versionierung

Alle Objekte der Orchestrator-Plattform haben einen ihnen zugewiesenen Versionsverlauf. Der Versionsverlauf ist für ein einfaches Änderungsmanagement sinnvoll, wenn Prozesse an Projektphasen oder Standorte verteilt werden.

Skripterstellungsengine

Die Mozilla Rhino JavaScript-Engine bietet eine Möglichkeit, Bausteine für die Orchestrator-Plattform zu erstellen. Die Skripterstellungsengine wurde durch eine einfache Versionskontrolle, die Prüfung von Variablentypen, die Verwaltung von Namespaces und die Verarbeitung von Ausnahmen ergänzt. Die Engine kann in den folgenden Bausteinen eingesetzt werden:

  • Aktionen

  • Workflows

  • Richtlinien

Workflowengine

Mit der Workflowengine können Sie Geschäftsprozesse automatisieren. Sie verwendet folgende Objekte, um eine schrittweise Prozessautomation in Workflows zu erstellen:

  • Workflows und Aktionen, die von Orchestrator bereitgestellt werden

  • Benutzerdefinierte Bausteine, die vom Kunden erstellt werden

  • Objekte, die Orchestrator von Plug-Ins hinzugefügt werden

Benutzer, andere Workflows, Zeitpläne oder Richtlinien können Workflows starten.

Richtlinienengine

Sie können die Richtlinienengine zur Überwachung und Generierung von Ereignissen verwenden, mit denen auf veränderte Bedingungen im Orchestrator-Server oder in der mit Plug-Ins integrierten Technologie reagiert wird. Richtlinien können Ereignisse aus der Plattform oder einem der Plug-Ins sammeln, sodass Sie veränderte Bedingungen in jeder der integrierten Technologien verarbeiten können.

Sicherheit

Orchestrator stellt die folgenden erweiterten Sicherheitsfunktionen bereit:

  • Public Key Infrastructure (PKI) zum Signieren und Verschlüsseln von Inhalten, die zwischen Servern importiert und exportiert werden

  • Digital Rights Management (DRM), um zu kontrollieren, wie exportierte Inhalte angezeigt, bearbeitet und weiterverteilt werden

  • Secure Sockets Layer (SSL), um verschlüsselte Kommunikation zwischen dem Desktop-Client und dem Server sowie den HTTPS-Zugriff auf den Web-Frontend bereitzustellen

  • Erweitertes Management von Zugriffsrechten zur Kontrolle über den Zugriff auf Prozesse und die von diesen Prozessen manipulierten Objekte

Verschlüsselung

vRealize Orchestrator verwendet einen FIPS-kompatiblen Advanced Encryption Standard (AES) mit einem 256-Bit-Chiffreschlüssel für die Verschlüsselung von Zeichenfolgen. Der Chiffreschlüssel wird zufällig generiert und ist in allen Appliances, die nicht Teil eines Clusters sind, eindeutig. Alle Knoten in einem Cluster verwenden denselben Chiffreschlüssel.