Nach dem Upgrade von vRealize Automation Version 6.x auf Version 7.3 können Sie Ihre vorhandene externe virtuelle Orchestrator 6.x-Appliance zu dem Orchestrator-Server migrieren, der in vRealize Automation 7.3 integriert ist.

Vorbereitungen

  • Aktualisieren oder migrieren Sie Ihre vRealize Automation-Instanz auf Version 7.3. Weitere Informationen finden Sie unter Aktualisieren von vRealize Automation im Handbuch Installieren oder Upgrade von vRealize Automation.

  • Beenden Sie den Orchestrator-Serverdienst der externen Orchestrator-Instanz.

  • Sichern Sie die Datenbank des externen Orchestrator-Servers einschließlich des Datenbankschemas.

Warum und wann dieser Vorgang ausgeführt wird

Anmerkung:

Wenn Sie eine verteilte vRealize Automation-Umgebung mit mehreren vRealize Automation Appliance-Knoten nutzen, führen Sie den Migrationsvorgang nur auf dem primären vRealize Automation-Knoten aus.

Prozedur

  1. Laden Sie das Migrationstool vom Orchestrator-Zielserver auf den Orchestrator-Quellserver.
    1. Melden Sie sich bei der virtuellen Appliance vRealize Orchestrator 6.x über SSH als root an.
    2. Führen Sie im Verzeichnis /var/lib/vco den Befehl scpaus, um das Archiv migration-tool.zip herunterzuladen.
      scp root@vra-va-Hostname.Domäne.Name:/var/lib/vco/downloads/migration-tool.zip ./
    3. Führen Sie den Befehl unzip zum Extrahieren des Archivs mit den Migrationstools aus.
      unzip migration-tool.zip
  2. Exportieren Sie die Orchestrator-Konfiguration vom Orchestrator-Quellserver.
    1. Führen Sie im Verzeichnis /var/lib/vco/migration-cli/bin den Befehl export aus.
      ./vro-migrate.sh export

      Dieser Befehl fasst die Konfigurationsdateien und Plug-Ins von VMware vRealize Orchestrator zu einem Exportarchiv zusammen.

      Im Ordner /var/lib/vco wird ein Archiv mit dem Dateinamen orchestrator-config-export-Orchestrator-IP-Adresse-Datum_Uhrzeit.zip erstellt.

  3. Migrieren Sie die exportierte Konfiguration zu dem Orchestrator-Server, der in vRealize Automation 7.3 integriert ist.
    1. Melden Sie sich bei der vRealize Automation Appliance über SSH als root an.
    2. Beenden Sie den Orchestrator-Serverdienst und den Control Center-Dienst des integrierten vRealize Orchestrator-Servers.
      service vco-server stop && service vco-configurator stop
    3. Sichern Sie die setenv.sh-Datei im Verzeichnis /var/lib/vco/app-server/bin.
      cp setenv.sh setenv.sh.ControlCenter-$(date +%Y-%m-%d_%H-%M-%S)
    4. Führen Sie im Verzeichnis /usr/lib/vco/tools/configuration-cli/bin den Befehl scp aus, um das exportierte Konfigurationsarchiv herunterzuladen.
      scp root@Orchestrator-IP_oder_DNS-Name:/var/lib/vco/orchestrator-config-export-Orchestrator-IP-Adresse-Datum_Uhrzeit.zip ./
    5. Ändern Sie den Besitzer der exportierten Orchestrator-Konfigurationsdatei.
      chown vco:vco orchestrator-config-export-Orchestrator-IP-Adresse-Datum_Uhrzeit.zip
    6. Importieren Sie die Orchestrator-Konfigurationsdatei in den integrierten vRealize Orchestrator-Server, indem Sie das vro-configure-Skript mit dem Befehl import ausführen.
      ./vro-configure.sh import --skipDatabaseSettings --skipLicense --skipSettings --skipSslCertificate --notForceImportPlugins --notRemoveMissingPlugins --skipTrustStore --path orchestrator-config-export-Orchestrator-Appliance-IP-Datum_Uhrzeit.zip
  4. Wenn der externe Orchestrator-Server, von dem aus Sie migrieren möchten, die integrierte PostgreSQL-Datenbank verwendet, bearbeiten Sie die Datenbankkonfigurationsdateien.
    1. Heben Sie in der Datei storage/db/pgsql/data/postgresql.conf die Kommentierung der Zeile listen_addresses auf.
    2. Legen Sie als Werte für listen_addresses Platzhalter (*) fest.
      listen_addresses ='*'
    3. Fügen Sie der Datei /storage/db/pgsql/data/pg_hba.conf eine Zeile hinzu.
      host all all vra-va-Hostname.Domäne.Name/32 md5	
      Anmerkung:

      Die Datei pg_hba.conf erfordert die Verwendung eines CIDR-Präfixformats anstelle einer IP-Adresse und Subnetzmaske.

    4. Starten Sie den PostgreSQL-Serverdienst neu.
      service postgresql restart
  5. Migrieren Sie die Datenbank in die interne PostgreSQL-Datenbank, indem Sie das Skript vro-configure mit dem Befehl db-migrate ausführen.
    ./vro-configure.sh db-migrate --sourceJdbcUrl JDBC-Verbindungs-URL --sourceDbUsername Datenbankbenutzer --sourceDbPassword Kennwort_des_Datenbankbenutzers
    Anmerkung:

    Setzen Sie die Kennwörter, die Sonderzeichen enthalten, in Anführungszeichen.

    Die JDBC-Verbindungs-URL hängt von der Art der Datenbank ab, die Sie verwenden.

    PostgreSQL: jdbc:postgresql://Host:Port/Datenbankname
    MSSQL: jdbc:jtds:sqlserver://Host:Port/Datenbankname\;domain=Domäne
    Oracle: jdbc:oracle:thin:@Host:Port:Datenbank 
  6. Wenn Sie vRealize Automation nicht aktualisiert, sondern migriert haben, löschen Sie die vertrauenswürdigen Single Sign-On-Zertifikate aus der Datenbank der eingebettete Orchestrator-Instanz.
    sudo -u postgres -i -- /opt/vmware/vpostgres/current/bin/psql vcac -c "DELETE FROM vmo_keystore WHERE id='cakeystore-id';"
  7. Setzen Sie das System auf die Standardkonfiguration der Datei postgresql.conf und pg_hba.conf zurück.
    1. Starten Sie den PostgreSQL-Serverdienst neu.
  8. Ersetzen Sie die setenv.sh-Datei aus der importierten Konfiguration durch die Backup-Kopie, die Sie in Schritt 3c erstellt haben.
    mv setenv.sh.ControlCenter-Datum_Uhrzeit setenv.sh
    1. Ändern Sie die Zuständigkeit der setenv.sh-Datei zum vco-Benutzer.
      chown vco:vco setenv.sh

Ergebnisse

Damit haben Sie erfolgreich eine externe virtuelle vRealize Orchestrator 6.x-Appliance zu einer vRealize Orchestrator-Instanz migriert, die in vRealize Automation 7.3 eingebettet ist.

Nächste Maßnahme

Richten Sie den integrierten vRealize Orchestrator-Server ein. Siehe Konfigurieren des integrierten vRealize Orchestrator-Servers.